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A28-Katzenkratzkrankheit

Katzenkratzkrankheit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Die Katzenkratzkrankheit ist eine Krankheit des Menschen, die - wie der Name sagt - durch Kratzverletzungen von Katzenübertragen wird. Es ist eine Infektionskrankheit, die meist an Hand von Lymphknotenvergrößerungen an der Achsel oder am Hals erkannt wird und in der Regel gutartig verläuft. Die Katzen selber sind nur Überträger der Krankheit, zeigen aber nach derzeitigem Kenntnisstand keine Krankheitszeichen. Auch im Katzenflohsind die Erreger der Katzenkratzkrankheit nachweisbar und über den Floh wird die Krankheit wahrscheinlich von Katze zu Katze übertragen.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Ursache
  • 2 Synonyme (andere Namen)
  • 3 Verbreitung
  • 4 Symptome
  • 5 Komplikationen
  • 6 Diagnostik
  • 7 Differentialdiagnostik
  • 8 Therapie
  • 9 Literatur
  • 10 Links

Ursache

Der Erreger der Krankheit ist 'Bartonella henselae, ein gramnegativesStäbchenbakterium'. Als weiterer Erreger wird Afipia felisgenannt. Der Erreger wird durch das Kratzen von Katzen oder auch deren Biß übertragen. Bei einer Reihe von Patienten ist aber keinerlei Katzenkontakt nachweisbar. Katzenflöhe als Überträger sind nicht gesichert.

Synonyme (andere Namen)

Katzenkratzfieber; Katzenkratzlymphadenitis; cat scratch disease or fever; benign inoculative lymphoreticulosis; benigne Inokulationslymphoretikulose; Maladie des griffes de chat; cat scratch disease

Verbreitung

Die Krankheit ist weltweit verbreitet. Sie kann bei Kindern und Erwachsenen vorkommen. Da sie meist gutartig verläuft werden die meisten Krankheitsfälle gar nicht erkannt. Der Erreger läßt sich bei Katzen in Deutschland zwischen 10 - 70 % nachweisen. Ein familiäres Auftreten der Krankheit kann durch eine neu angeschaffte Katze in der Familie ausgelöst werden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bisher nicht beschrieben. Die Krankheit ist nicht meldepflichtig.

Symptome

Nach 2 - 10 Tagen kann es an der Kontaktwunde zu einer rot-braunen Papelkommen. Diese Papeln tun nicht weh und verschwinden nach einigen Tagen oder Wochen wieder von alleine. Etwas später sind dann im Lymphablußgebiet der Wunde Lymphknotenschwellungennachweisbar, die schmerzlos oder schmerzhaft sein können. In einigen Fällen kommt es zu eitrigen Einschmelzungen der Lymphknoten. Die Lymphknoten können über Wochen vergrößert bleiben.

Es gibt schwere atypische Verlaufsformen der Krankheit mit hohem Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen. Insbesondere bei einer geschwächten Körperabwehr kann es zu einer Infektion des Zentralnervensystems oder einer Sepsiskommen.

Komplikationen

  • Enzephalitis
  • Lähmungen
  • Neuroretinitis
  • Radikulitis
  • Polyneuritis
  • systemische Ausbreitung der Hautpapeln
  • Osteomyelitis
  • Pneumonie
  • Hämolyse
  • Thrombopenie
  • Endokarditis
  • bazilläre Angiomatose: Dunkelrote knotige Veränderungen durch Gefäßproliferation und Infiltration von Entzündungszellen

Diagnostik

  • in der Vorgeschichte Kontakt mit Katzen
  • Antikörpernachweis im Blut gegen B.henselae
  • Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zum Nachweis von genomischer B. henselae-DNA
  • Ultraschalluntersuchung der Lymphknoten
  • Unsepzifische Erhöhung der Entzündungswerte CRP, Leukos ,
  • Biopsie aus einem Lymphknoten evt mit PCR
    • Feingeweblich granulomatöse Entzündung mit zentraler Nekrose

Differentialdiagnostik

  • Lymphadenitis durch andere Erreger
    • Lymphknotenbefall durch Mykobakterien insbesondere die Tuberkulose
    • Infektiöse Mononukleose
    • Lymphogranuloma inguinale
    • Aktinomykose
    • Brucellose
    • Tularämie
  • Lymphknotenmetastasen bösartiger Tumoren
  • Lymphomerkrankungen wie der Morbus Hodgkin oder Nonhodgkin Lymphome

Siehe :

  • http://www.antibiotikamonitor.at/12_99/12_99_3.htm

Therapie

In der Mehrzahl der Fälle heilt die Krankheit auch ohne Therapie aus. Falls dies nicht der Fall ist , muß eine Antibiotikatherapie erfolgen. Positive Erfahrungen liegen mit Azithromycinvor. Wahrscheinlich sind aber auch andere Antibiotika wirksam.

Literatur

  • Ridder GJ, Boedeker CC, Technau-Ihling K, Sander A. Cat-scratch disease: Otolaryngologic manifestations and management. Otolaryngol Head Neck Surg. 2005 Mar;132(3):353-8.

Links

  • http://www.medizin.de/gesundheit/deutsch/905.htm
  • http://www.ikmi.ch/Publikationen/Info/inf_0203.pdf
  • http://www.kleintiermedizin.ch/katze/halter/halter4.htm
  • http://www.infektionsnetz.at/InfektionenKatzenkratzkrankheit.phtml



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