Frambösie
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Frambösie ist der Name einer in tropischenRegionen auftretenden nicht-venerischeInfektionskrankheit.
Die Krankheit leitet ihren Namen von dem französischen Wort für HimbeereFramboise ab. Dieser Name charakterisiert das Aussehen der Hautveränderungen, die von der Erkrankung hervorgerufen werden.
Inhaltsverzeichnis
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Synonyme
- Framboesia tropica
- Polypapilloma tropicum
- Buba
- le Pian (franz.)
- Yaws (engl.)
Erreger, Epidemiologie
Erreger der Frambösie ist das BakteriumTreponema pertenueaus der Familie der Spirochäten. Die Übertragung selbst erfolgt vermutlich durch direkten Kontakt von Haut zu Haut oder Insektenstiche, meist schon in der frühen Kindheit oder bei Jugendlichen unter 15 Jahren der ärmeren Bevölkerungsschichten (aufgrund der hier beengten Lebendverhältnise).
Symptome
1. Stadium
Nach einer Inkubationszeitvon drei bis vier Wochen bildet sich meist am Unterschenkel, bei Kindern im Gesicht, bei stillenden Frauen auch an der Brust, als Primäraffekteine schmerzlose wenngleich juckende, nässende "himbeerartige" Papel(manchmal ein schmerzloses Ulcus) aus, der von einer regionalen Lymphknotenschwellungbegleitet wird.
2. Stadium
Einige Wochen nach deren Abheilen treten im 2. Stadium (Sekundärstadium) generalisiert - auch an Handflächen und Fußsohlen - Papeln auf, die der Primärläsion ähneln, aber häufig superinfiziertwerden.
3. Stadium
Im sog. "Latenzstadium" sind die Patienten für fünf bis zehn Jahre beschwerdefrei, Rezidive können allerdings auftreten.
4. Stadium
Das 4. oder "Tertiärstadium" der Erkrankung ist durch GummaartigeVeränderungen an den Knochen gekennzeichnet, die zu deren Zerstörung sowie der von Gelenkenführen, so dass sich z.B. das Schienbeinzur Säbelscheidentibiadeformiert werden kann. Desgleichen kann es zur Bildung eines Wolfsrachensoder einer Sattelnase(wie bei der Lues) kommen.
Therapie
Die Krankheit kann durch Antibiotikawie Penicillinmit guten Heilungsaussichten therapiert werden. Vor den breitflächig durchgeführten Therapiekampagnen in den 1950ernerkrankten jährlich an die 50 bis 100 Millionen Menschen. In den 1980erntraten in der westlichen Hemisphäre weniger als 500 Fälle jährlich auf.
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