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C85-Lymphosarkom

Malignes Lymphom

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Die malignen Lymphome (früher auch Lymphosarkom) sind eine Gruppe von bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems. Hierzu gehören Lymphknoten, Rachenmandeln (Tonsillen), Milzund Knochenmark, es können aber auch andere Organe befallen werden. Die Erkrankung beruht auf einer malignen Transformation von lymphatischen Zellenunterschiedlicher Reifungs- und Differenzierungsstufen. Je nachdem, welche Zellart betroffen ist, entstehen verschiedene Lymphomtypen, die sich in der Manifestation, dem Verlauf, der therapeutischen Beeinflussbarkeit und der Prognoseunterscheiden. Wesentlich ist die Unterscheidung zwischen dem Hodgkin-Lymphomund der heterogenen Gruppe der Non-Hodgkin-Lymphome(NHL). Grundlage der Einteilung der malignen Lymphome ist die WHO-Klassifikation. Bei der Behandlung der malignen Lymphome spielt die Therapie mit Zytostatika(Chemotherapie) eine entscheidende Rolle, teilweise ergänzt durch die Strahlentherapie. Damit sind viele Lymphomerkrankungen gut behandelbar, ein Teil der Lymphome ist heute heilbar.

Aufgrund ihres Ursprunges aus dem lympathischen Systems sind ein Teil der maligne Lymphome auf Störungen des Immunsystems zurückzuführen. Mit steigender Anzahl von Organtransplationen und der dadurch notwendigen Immunsuppressionsowie Immundefizienzen bei HIVhat die Inzidenz der Lymphome zugenommen. Auch bei angeborenen Störungen des Immunsystem wie dem Wiskott-Aldrich-Syndromoder Severe combined immunodeficiency (SCID) wird über gehäuftes Auftreten von Lymphomen berichtet. Der Altersgipfel ist um das 60. Lebensjahr, Männer sind etwas häufiger als Frauen betroffen.

Literatur

  • Harris NL, Jaffe ES, Diebold J et al. World Health Organization classification of neoplastic diseases of the hematopoietic and lymphoid tissues: report of the Clinical Advisory Committee meeting-Airlie House, Virginia, November 1997. J Clin Oncol 1999;17:3835-49. PMID 10577857



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