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Als Adrenalektomie wird die chirurgischeEntfernung der Nebennierebezeichnet. Sie kann sowohl einseitig als auch beidseitig erfolgen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Indikation
- 2 Verfahren
- 3 Perioperative Maßnahmen
- 3.1 Präoperative Maßnahmen
- 3.2 Postoperative Maßnahmen
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Indikation
Eine Indikation zur Adrenalektomie besteht stets bei primären Tumorender Nebenniere wie:
- hormonell aktiven Nebennierenrindenadenomen(z.B. bei Morbus Conn, Morbus Cushing)
- Phäochromozytom
- Nebennierenkarzinom
- hormonell inaktiven Tumoren (Inzidentalom) wenn der Durchmesser über 4 cm beträgt und ein Wachstum nachgewiesen ist
Bei reaktiven Vergrößerungen der Nebennieren wie sie beispielsweise bei einem hypophysärenMorbus Cushing zu beobachten sind, ist die Adrenalektomie bei Versagen der kausalen Therapie (Entfernung des Hypophysenadenomsetc.) als letzte Möglichkeit in Erwägung zu ziehen.
Eine subtotale Adrenalektomie ist einzelnen, kleinen, exzentrisch gelegenen und benignenTumoren vorbehalten.
Verfahren
Die Standardmethode ist die laparoskopischeAdrenalektomie, die für den Patienten mit einer schnelleren Genesung und geringeren Schmerzen verbunden ist. Nachteilig ist der etwas höhere Zeitaufwand bei der Operation.
Je nach Befund können alternative Zugangswege günstiger sein. So ist bei mehrfachen abdominalenVoreingriffen die laparoskopische Technik aufgrund von Verwachsungen der Bauchdecke ein Risiko, sodass der lateraleZugang (Flankenzugang) vorzuziehen ist.
Bei Nebennierenkarzinomen ist aus Gründen der Übersicht und der möglichen Notwendigkeit der Erweiterung des Eingriffs (paraaortale Lymphknotendissektion) der transabdominelleZugang günstig. So kann nach intraoperativem Befund die Radikalität der Operation variiert werden.
Perioperative Maßnahmen
Zur Risikominimierung und besseren Durchführbarkeit des Eingriffs müssen vor und nach der Operation Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden.
Präoperative Maßnahmen
Bei Phäochromozytomen ist eine präoperative Gabe von Alpha-Blockern(Phenoxybenzamin) obligat und meistens in Kombination mit Betablockern(Propanolol) durchzuführen.
Bei einem Hyperaldosteronismusist die Gabe von Aldosteron-Antagonistenund eventuell anderen Antihypertensivanotwendig.
Vor der Operation von Patienten mit einem Hypercortisolismussollten Entgleisungszustände des Elektrolythaushaltesund des Stoffwechsels(Steroid-Diabetes) behoben werden und eine Einstellung des Hypertonuserfolgen.
Postoperative Maßnahmen
Prinzipiell kann jeder Patient nach einer Adrenalektomie eine Addison-Kriseerleiden. Unvermeidbar ist die Addison-Krise nach bilateraler Adrenalektomie. Bei einseitiger Adrenalektomie ist die Nebenniere der Gegenseite oft atrophiertund alleine nicht zur ausreichenden Cortisolsynthese fähig.
Daher sollte eine Substitution von Cortisol(beispielsweise mit Hydrocortison) bereits während der Operation einsetzen. Bei beidseitiger Adrenalektomie ist diese lebenslang fortzuführen.
Bei einseitiger Adrenalektomie und nicht cortisolproduzierenden Tumoren kann die Substitution rasch ausschleichend beendet werden. Bei ausgeprägter Atrophie der Gegenseite muss über längere Zeit langsam ausschleichend substituiert werden bis sich die verbliebene Nebenniere adaptiert.
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