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Als Kater bezeichnet die deutsche Umgangsspracheden in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigten körperlichen und geistigen Zustand von Menschen am Morgen nach einer Nacht, in der zu viel Alkoholkonsumiert wurde. Der unter Medizinern übliche lateinische Fachterminus lautet Veisalgia.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Symptome
- 2 Erklärungsansätze
- 3 Gegenmittel
- 4 Kulturgeschichtliches
- 5 Siehe auch
- 6 Weblinks
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Symptome
Ein so genannter "Kater" ist gekennzeichnet von Kopfschmerzen, einem flauen Gefühl im Magenund allgemeinem Unwohlsein. Häufig kommt Erbrechenhinzu, verbunden mit Appetitlosigkeit. Weiterhin werden auch eingeschränkte geistige Fähigkeiten beobachtet, zusammen mit einer Beeinträchtigung der motorischen Fähigkeiten.
Erklärungsansätze
Hauptsächliche Ursache der Kopfschmerzenist die durch den Alkohol entstandene Dehydratationdes Körpers. Außerdem wirkt sich die Denaturierungkörpereigener Eiweißedurch Acetaldehydaus, einem Zwischenprodukt beim Abbau des Alkohols, sowie durch Formaldehyd, das beim Abbau des Methanols(Fuselalkohol) entsteht.
Gegenmittel
Die gemeinhin empfohlenen Gegenmittel für "den Morgen danach" sind z. B. eiweiß- und fettreiches Essen, insbesondere Fisch, Saures oder sauer Eingelegtes (z.B. Rollmops) und vermehrte Flüssigkeitszufuhr. Dies wird im Volksmund auch als Katerfrühstückbezeichnet. Zwar fühlt man sich danach oft besser, wissenschaftlich bewiesen ist die Wirksamkeit dieser Speisen gegen den Kater allerdings nicht. Des Weiteren helfen leichte körperliche Betätigung an der frischen Luft (z.B. Spazieren), einen Kater schneller zu überwinden. Das oftmals erwähnte Konterbier ist nicht zu empfehlen, weil es den Kater nur kurzfristig herauszögern, aber nicht verhindern kann. Am besten hilft erfahrungsgemäss eine heisse Dusche und sehr viel Schlaf.
Vitamin Cund B1sollten eingenommen werden, da Alkohol diese Vitamine aus dem Körper entfernt. Das Einnehmen von einer Wirkstoffkombination aus Magnesium und Calcium sollte unterlassen werden, da der Körper sowieso nur eins der beiden Elemente auf einmal aufnehmen kann. Am Abend zuvor sollte man eine stark dosierte Magnesiumtablette zu sich nehmen, erst am Morgen ein Calciumpräparat. Von der Einnahme von Schmerz stillenden Mitteln (Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen) ist abzuraten, da sie in Kombination mit Alkoholstarke Magen- (Aspirin) oder Leberschäden (Paracetamol) hervorrufen können. Menschen mit Nierenschwäche sollten über die Einnahme von hochdosiertem Magnesium zuvor mit ihrem Arzt sprechen.
Um einen Kater vorzubeugen oder die Symptome am Folgetag zu mindern, könnte außerdem bereits während des exzessiven Trinkens Acetylcystein(ACC) eingenommen werden, welches die Leber bei der Entgiftung des Körpers durch die Bildung von Glutathionunterstützt.</br>
Eine gute Katerprävention ist weiterhin, bereits beim Konsumieren von Alkohol dem Körper konstant Wasser zuzuführen und auch vor dem Schlafengehen noch größere Mengen Wasser zu trinken, da Alkoholden Körper mehr Flüssigkeit ausscheiden lässt, als getrunken wird. Deshalb "holt" sich der Körper Wasser aus dem Blutkreislauf, was zu Kopfschmerzen führen kann. Außerdem sollte vor oder während des Alkoholkonsumes fett gegessen werden.
Beim Ausschlafen eines Rausches sollte auf eine gute Belüftung des Schlafplatzes geachtet werden, um zu verhindern, dass abgeatmete Alkoholabbauprodukte unbewusst wieder eingeatmet werden.
Auch die Auswahl der alkoholischen Getränke spielt eine entscheidende Rolle. Alkopops, billiger Weinund schlechter Wodkaenthalten oft besonders hohe Mengen an giftigen Fuselalkoholen. Der Konsum verschiedener alkoholhaltiger Getränke gleichzeitig hat allerdings generell keinen Einfluss auf den Kater am nächsten Morgen, wie oft fälschlicherweise behauptet wird. Entscheidend ist nur, dass die Getränke möglichst reinen Ethanolund keine anderen Alkoholeenthalten. Ethanolist von allen berauschenden Alkoholen der am wenigsten schädliche Stoff für den Menschen. Besonders reines Ethanol enthält z. B. hochwertiger Wodka.
Die effektivste Möglichkeit einem Kater vorzubeugen stellt aber immer noch der Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum dar.
Kulturgeschichtliches
Das Wort "Kater" stammt ursprünglich aus der studentischen Umgangssprache des 19. Jahrhundertsund ist scherzhaft abgeleitet von Katarrh.
Siehe auch
Weblinks
- Kakteenextrakt verhindert Alkohol-Kater(30. Juni 2004, Google Cache)
- Wissenschaft.de: Was Kater und Krebs gemeinsam habenAlkoholabbauprodukt Acetaldehydverursacht einen schweren Kopf und erhöht das Krebsrisikoim Magen-Darm-Trakt
- Alkoholmißbrauch auf HiLife e.V.
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