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Das Ammonium-IonNH4+ ist die konjugierte Säurezur Base AmmoniakNH3.
Bild:Ammonium.PNG
Ammoniak/Ammonium-Gleichgewicht in angesäuerter Lösung: NH3 + H3O+ ⇔ NH4+ + H2O
Das Ammonium-Ion ist ein Kation, das chemischähnlich reagiert wie Alkalimetall-Ionen und Salzeentsprechender Formel bildet, beispielsweise AmmoniumnitratNH4NO3.
In der Natur, beispielsweise im Boden und in Gewässern entsteht Ammonium-Stickstoffin erster Linie beim Abbau tierischer oder pflanzlicher Eiweiße. Das Ammonium wird im Boden und in Gewässern unter Sauerstoffverbrauch zu Nitritund weiter zu Nitratoxidiert.
Dies erfolgt durch so genannte nitrifizierende Bakterien.
Der Vorgang wird Nitrifikationgenannt.
Er ist im Boden durchaus erwünscht, denn dadurch wird aus Ammoniumdünger oder Gülledas für Pflanzen als Nährsalz wichtige Nitrat gebildet.
In Gewässern ist die NitrifikationTeil der Selbstreinigung.
Übersteigt die Abwasserfracht die Selbstreinigungsfähigkeit des Gewässers, so entstehen daraus erhebliche ökologische Probleme.
- Der Vorgang selbst benötigt Sauerstoff. Dadurch kann - insbesondere wenn im Sommer bei höheren Temperaturen die Sauerstoffkonzentration ohnehin sinkt - der Sauerstoffgehalt stark zurückgehen. In Flüssen und Seen führt dies zu einem Sauerstoffdefizit, also Zonen, in denen das Wasser praktisch sauerstofffrei ist. In Seen kann dies zum Umkippenführen. Dabei treten intensive Fäulnisprozesse auf, die zu massiven, negativen Veränderungen des Ökosystemsführen.
- Das entstehende Nitrat führt zu einer Überdüngung (Eutrophierung) und damit zur Massenvermehrung von Algen(Algenblüte). Die Algen erzeugen zwar tagsüber einen Überschuss an Sauerstoff, der an die Atmosphäre abgegeben wird. Nachts aber wird Sauerstoff aus dem Wasser veratmet. Zudem führen absterbende Algen zu einem erhöhten Sauerstoffverbrauch der Destruentenam Gewässerboden.
Ammonium selbst ist relativ harmlos, steht aber im oben dargestellten Gleichgewicht mit Ammoniak, einem starken Gift.
Dieses Gleichgewicht zwischen beiden Stoffen hängt maßgeblich vom pH-Wertund der Temperatur des Wassers ab.
Der Anteil des Ammoniaks steigt entsprechend steigendem pH-Wert und steigender Temperatur.
Ammoniumgehalte im Wasser von 0,5-1 mg/l werden als bedenklich für Fische eingestuft;
Werte über 1 mg/l sind für Fischereizwecke nicht geeignet.
Ammonium bildet bei der Elektrolyse mit einer Quecksilberkathode mit dem Quecksilber ein Ammoniumamalgam. Beim Erhitzen zersetzt sich dieses Amalgam unter Bildung von Ammoniak. Es ist unmöglich, Ammonium wie Natrium zu gewinnen. Ammonium im Urinweist auf Konkrementehin.
Um zu überprüfen, ob eine SubstanzAmmonium enthält, gibt man ein wenig der Substanz auf ein Uhrglasund befestigt mit Wasser auf einem anderen Uhrglas ein pH-Papier innen und außen. Nun gibt man zwei, drei Tropfen Natronlaugeauf die Substanz. Färbt sich das innere Papier sehr schnell blau, enthält die Substanz Ammonium. Sollte sich allerdings danach auch das äußere blau färben, gilt der Nachweis als negativ.da:Ammoniumion
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