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Die Gebärmutter - lat.Uterus, griech.????? (metra) oder ?????? (hystera) - ist ein weibliches Geschlechtsorgan, in welchem die befruchteten Eizellenvor der Geburtzu einem Neugeborenenheranreifen. Alle weiblichen Säugetierebesitzen eine Gebärmutter. Für die Bezeichnung von Prozessen innerhalb der Gebärmutter verwendet man das Adjektiv intrauterin.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Entwicklung, Uterustypen
- 2 Schichten
- 3 Uterus beim Menschen
- 4 Untersuchungsmethoden
- 5 Mögliche Krankheitsanzeichen oder Krankheiten
- 6 Siehe auch
- 7 Weblinks
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Entwicklung, Uterustypen
Die Gebärmutter entsteht entwicklungsgeschichtlichaus dem paarigen Müller-Gang, wobei linker und rechter bei den meisten Säugetieren teilweise miteinander verschmelzen.
Am weitesten erfolgt diese Verschmelzung beim Menschenund den Primaten. Bei ihnen entsteht ein einheitliches Hohlorgan (Uterus simplex). Erfolgt diese Verschmelzung nicht komplett, kann die Gebärmutter eine mehr oder weniger ausgeprägte Scheidewand besitzen oder selten sogar doppelt vorliegen.
Bei den meisten anderen Säugetieren verschmilzt nur ein Teil der Müller-Gänge zu einem kompakten Uteruskörper (Corpus uteri) und der vordere Abschnitt bleibt paarig (Uterushörner, Cornua uteri). Diesen Typ nennt man Uterus bicornis ("zweihörnige Gebärmutter").
Bei Hasenartigen, vielen Nagetieren, Beuteltierenund Monotrematableibt der gesamte Uterus paarig (Uterus duplex).
Bei Vögelnwird als Uterus der Abschnitt des Legedarms bezeichnet, in dem die Kalkschale gebildet wird.
Die Gebärmutter ist präpubertär relativ klein, wird nach der Pubertätbeim Menschen 5-10 cm groß und dehnt sich während der Schwangerschaftstark nach oben und zu den Seiten aus. Sie kann dann bis über den Bauchnabelreichen. Nach der Entbindungschrumpft sie wieder zusammen. Nach der Menopausewird sie nochmals kleiner.
Schichten
Bild:Endometrium gland dog.jpg Endometrium mit Drüsenöffnung einer Hündin. REM-Aufnahme. Beachte auch die zahlreichen Mikrovilliauf der Oberfläche der Epithelzellen.
Die Gebärmutter ist, wie alle Hohlorgane, aus drei Schichten aufgebaut. Außen liegt das Perimetrium, ein glatter glänzender Überzug der Serosa. Den Hauptteil der Wand bildet ein Schicht aus glatter Muskulatur, das Myometrium. Die Innenauskleidung ist eine Schleimhaut, die als Endometriumbezeichnet wird. Die innere Höhle wird Cavum uteri genannt.
Die Gebärmutterschleimhaut wird im monatlichen Zyklushormonell gesteuert auf- und abgebaut. Kommt es in diesem Zeitraum nicht zur Befruchtung, dann erfolgt bei Primaten die Monatsblutung (Menstruation). Nicht-Primaten zeigen ebenfalls zyklische Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut im Verlauf des Sexualzyklus. Eine Menstruation gibt es bei ihnen allerdings nicht.
Bei einer Befruchtung und erfolgreichen Einnistung der befruchteten Eizelle (Zygote) wächst die Gebärmutterschleimhaut weiter und stellt die Versorgung des heranwachsenden Embryossicher. Nach der Geburt wird bei Primaten die Gebärmutterschleimhaut mit der Plazentaals Nachgeburtausgestoßen.
Uterus beim Menschen
Bild:Geschlechtsorgane-frau.png weibliche Geschlechtsorgane des Menschen
Die Form der Gebärmutter der Frau ähnelt einer auf dem Kopf stehenden Birne, und geht am oberen Gebärmutterende, dem Fundus uteri, in zwei seitliche Ausläufer, die Eileiter(Tuben) über. Sie wird in einen Gebärmutterkörper (Corpus uteri), einen Isthmus, den Gebärmutterhals (Cervix uteri) und die zapfenartig in die Scheide hervorragende Portio vaginalis unterteilt.
Die normale Lage ist die sogenannte Anteversio, das heißt die Gebärmutter ist gegenüber der Scheide nach vorn geneigt. Der Grad der Neigung ist abhängig von der Füllung der Harnblase und des Mastdarms. Zudem besitzt die Gebärmutter einen Knick zwischen Körper und Hals, was als Anteflexio bezeichnet wird. Bei vergößertem Uterus (z. B. im Wochenbett bei längerer Rückenlage, in der Schwangerschaft) kann eine Biegung nach hinten (Retroflexio) auftreten. Eine Rückwärtsneigung der gestreckten Gebärmutter wird als Retroversio bezeichnet, in Kombination mit einer Abknickung nach hinten als Retroversioflexio.
Benachbarte Organe der Gebärmutter sind die davor liegende Harnblase, der dahinter liegende Darmund die davor und seitlich liegenden Eierstöcke. Seitlich der Gebärmutter liegen die Beckengefäße, unterhalb liegt der Beckenboden.
Die Blutversorgung erfolgt über zwei Arterien. Von oben zieht die Eierstockarterie (Arteria ovarica) aus der Bauchschlagader(Aorta abdominalis) zur Gebärmutter und versorgt den oberen Teil des Organs. Von unten tritt die Gebärmutterarterie (Arteria uterina) aus der inneren Beckenschlagader (Arteria iliaca interna) an den Uterus.
Untersuchungsmethoden
- Spiegelung des Muttermundes
- Vaginale Tastung des Muttermundes
- Tastung des Uterus durch die Bauchdecke
- Ultraschall
- Computertomografie(CT)
- Magnetresonanztomografie(NMR)
- Laparoskopie
Mögliche Krankheitsanzeichen oder Krankheiten
- Blutungsanomalien
- Ausgebliebene, zu schwache oder zu seltene Menstruation
- Zu starke, zu häufige oder unregelmäßige Menstruation
- Aplasie und Dysplasie = Fehlbildungen
- Myome des Uterus
- Korpuskarzinom
- Gebärmutterhalskrebs(Cervixkarzinom)
- Prolaps(Vorfall)
- Pyometra
Siehe auch
- Therapie in utero(medizinische Behandlung eines Ungeborenen innerhalb der Gebärmutter)
- Flexible Transgastrische Peritoneoskopie
- Ovariohysterektomie
Weblinks
- Weibliche Geschlechtsorgane
- http://www.netdoktor.at/krankheiten/Fakta/uterusmyom.htm
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