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Als antisoziales Verhalten bezeichnet man umgangssprachlich und missbilligend ein Verhalten(bzw. Handeln), das sich gegen die Gesellschaft, genauer: gegen deren anerkannte und verbreitete Soziale Normenund Wertvorstellungenrichtet.
Es wird umgangssprachlich mit vielerlei Vorurteilenerklärt, z. B. die sich "asozial" Verhaltenden seien Männer, Krefelder, Adlige, Glaubenslose, Soldaten, Unternehmer, Obdachlose, geborene Verbrecher, Dumme und dergl.
Es ist kein soziologischerFachausdruck (wie auch nicht das Wort "Asozialer"), jedoch werden mit "antisozial" inhaltlich alle Bereiche der Soziologieberührt, i.e.S. zumal die Kriminalsoziologie.
Vgl. dazu auch die Stichworte "Sozial", "Eigennutz", "Egoismus" und Alltagsbeispiele (wie z. B. den Vandalismus).
Eine soziologische Erklärungsmöglichkeit für 'antisoziales Verhalten' basiert auf der Anomietheorie nach Émile Durkheim: Unter "Anomie" wird in diesem Fall Normlosigkeit verstanden.
Eine weitere Theorie zur Erklärung delinquentenHandelns wäre die Theorie nach Robert K. Merton. Er sieht die Ursache abweichendem Verhaltens in der Diskrepanz zwischen den kulturellen Zielen (z. B. Status, Prestige, Materielles, ...), die Akteureerreichen möchten und den ihnen dafür zur Verfügung stehenden Mitteln.
Siehe auch: antisoziale Persönlichkeitsstörung
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