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Anusgonorrhoe

Anuschtegin ad-Duzbiri (? 10. Januar1042) war Statthalterder Fatimidenin Palästinaund Syrien(1023-1042).

Anuschtegin war wohl uigurischer Abstammung und geriet 1007bei der Eroberung von Chotandurch die Muslimein Gefangenschaft und wurde versklavt. Zwar gelang ihm die Flucht, doch wurde er in Bucharaerneut versklavt, worauf er nach Bagdadund 1010nach Damaskuskam. Dort wurde Anuschtegin von einem Offizier Duzbiri erworben, dessen Namen er in der Folgezeit annahm. Nachdem er 1012an den Kalifenal-Hakimverschenkt worden war, kam er zunächst zur Armee, wurde aber bald Page von al-Hakim. Nachdem er sich als Kommandant von Baalbekund Cäsareain Palästinabewährt hatte, wurde er 1023zum Statthalter in Palästina ernannt. Dieses Amt behielt er auch unter Kalif Az-Zahir(1021-1036).

In diesem Amt kam es bald zu Konflikten mit den Tayyi-Beduinenaus dem Ostjordangebiet, die ihre Kontrolle über die Bauern im Westjordanland ausweiten wollte. Als Anuschtegin die Interessen der fatimidischen Zentralgewalt vertrat, führte dies zum Aufstand der Tayyi-Beduinen, die sich auch mit den Banu Kalb um Damaskusund den Bau Kilab um Aleppoverbündeten.

In Palästina konnten die Aufständischen zunächst einige Erfolge erzielen, so dass sich Anuschtegin ad-Duzbiri nach Askalonzurückziehen musste. Auch den Banu Kilab gelang die Eroberung von Aleppo, wo sie das Emirat der Mirdasidenbegründeten. Dagegen konnte Damaskus von den Beduinen nicht erobert werden.

Nach seiner zeitweiligen Absetzung und Verhaftung wurde ad-Duzbiri 1028erneut Kommandeur der Fatimiden in Palästina und Syrien. In der Zwischenzeit war es der fatimidischen Diplomatie gelungen die Koalition der Beduinen zu sprengen und ein Bündnis mit den Banu Kalb abzuschließen. Mit diesen gelang Anuschtegin ad-Duzbiri bei Tiberias1029ein entscheidender Sieg über die Aufständischen, womit die Fatimiden wieder die Kontrolle über Syrien erringen konnten. Allerdings konnten sich die Mirdasiden unter Anerkennung der fatimidischen Oberhoheit in Aleppo behaupten.

In der Folgzeit konnte ad-Duzbiri seine Machtstellung als Statthalter in Syrien weiter ausbauen und zunehmend eine unabhängige Politik betreiben. So trat er in Kontakt mit Byzanzund konnte 1038im Bündnis mit den Banu Tayyi und den Banu Kalb Aleppo erobern und die Mirdasiden vertreiben. Durch seine Herrschaft über ganz Syrien wurde ad-Duzbiri zunehmend zu einer Bedrohung für die Fatimiden. 1041gelang diesen unter dem Wesir al-Dschardscharaiin Damaskus eine Revolte seiner Truppen anzuzetteln. Diese zwang ad-Duzbiri zur Flucht nach Aleppo, wo er am 10. Januar 1042 starb.

Literatur

  • Heinz Halm: Die Kalifen von Kairo. C.H.Beck, München 2003 ISBN 3-406-48654-1



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