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Applanatio

Flacher Lackporling
Bild:Ganoderma applanatum01.jpg
Flacher Lackporling (Ganoderma applanatum)
Systematik
Klasse: Ständerpilze(Basidiomycetes)
Unterklasse: Hutpilze(Agaricomycetidae)
Ordnung: Porenpilze(Polyporales)
Familie: Lackporlingsartige(Ganodermataceae)
Gattung: Lackporlinge(Ganoderma)
Art: Flacher Lackporling
Wissenschaftlicher Name
Ganoderma applanatum
(Pers.)Pat.1887

Der Flache Lackporling (Ganoderma applanatum, syn. Ganoderma lipsiense) ist ein sehr häufiger Pilzaus der Ordnung der Porenpilze. Sein wissenschaftlicher Name leitet sich ab von griechisch gános = Glanz, dérma = Haut und lateinisch applanatus = flach. Da er auschließlich an Holzstämmen wächst zählt man ihn auch zur unsystematischen Gruppe der Baumpilze.

In den Vereinigten Staatenwerden Fruchtkörper gelegentlich von Künstlern verwendet, die Bilder auf der Porenseite des Pilzes erschaffen, da sich diese Poren an Druckstellen dauerhaft braun verfärben. Von der künstlerischen Verwendung leitet sich die englische Bezeichnung ?Artist?s Conk? für diesen Pilz ab. Große Konsolen dieses Pilzes werden gerne verwendet um ausgestopfte Tieredarauf zur Schau zu stellen.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Beschreibung
  • 2 Vorkommen
  • 3 Speise- und Heilwert
  • 4 Verwechslung
  • 5 Verwandte Arten (Auswahl)
  • 6 Literatur
  • 7 Weblinks

Beschreibung

  • Da der Flache Lackporling keinen Stiel besitzt entspricht der Hut dem Fruchtkörper, man spricht in diesem Fall auch von einem Konsolenpilz. Der Fruchtkörper erreicht 10 bis 40 cm Breite, es wurden auch schon Exemplare mit mehr als 60 cm Breite gefunden. Die Fruchtkörper können eine stattliche Größe und ein Gewicht von bis zu fünf Kilogramm erreichen. Die Oberfläche ist konzentrisch gefurcht und unregelmäßig gewölbt, die Farbe von jungen Hüten ist zunächst hellgrau. Eine Auffälligkeit sporender Pilze ist die Ablagerung des rostbraunen Sporenpulvers als Staubschicht auf der Oberseite des Hutes. Der Rand des Hutes ist relativ scharfkantig.
  • Er besitzt etwa 5 bis 6 Poren je mm, sie sind sehr klein, meist rund und weiß- bis cremefarben. An Druckstellen verfärben sie sich dauerhaft braun. Wegen seines mehrjährigen Wachstums können sich die Röhren der Poren in mehreren Schichten ausbilden. Die Länge der Röhren schwankt etwa zwischen 5 und 20 mm.
  • Das Fleisch ist von holzartiger Konsistenz und somit äußerst zäh. Die Trama ist dunkelbraun mit weißlichen Streifen durchzogen. Wie bei allen Lackporlingen ist die Tramadimitisch aus Bindehyphenund Skeletthyphen aufgebaut
  • Die Sporen sind rostbraun, mit scheinbar glatter oder feinwarziger Oberfläche. Ihre Form ist ellipsoid mit einer Größe von 5,5-8,5 µm.
  • Der Geruch wird gelegentlich als säuerlich beschrieben, der Geschmack ist herb-bitter.
Bild:Ganoderma applanatum03.jpg
Flacher Lackporling mit Zitzengallen

Der Flache Lackporling wird nicht selten von der Zitzengallenfliege(Agathomyia wankowiczi) besiedelt, die an der Unterseite des Pilzes zitzenartige Auswüchse verursacht.

Vorkommen

Der Flache Lackporling ist weltweit verbreitet und kommt nur in baumlosen Regionen nicht vor. Er ist in Mitteleuropa sehr häufig an geschädigten oder toten Laub- und Nadelholz zu finden. Sein Myzelerzeugt eine Weißfäuleim befallenen Holz. Da er mehrjährig ist, kann man ihn das ganze Jahr hindurch finden.

Speise- und Heilwert

Nicht giftig, als Nahrungsmittel aber viel zu zäh, von holzartiger Konsistenz und aufgrund seiner bitteren Inhaltsstoffe zu Genusszwecken ungeeignet.

In der ostasiatischen Volksmedizin wird der Flache Lackporling als Heilpilzverwendet. Wirkstoffe sind vor allem die in Lackporlingenenthaltenen Triterpenoideund Ganodersäuren. Verwendet wird der pulverisierte Pilz oder ein Extrakt. Einen Wirksamkeit wird angeblich erst nach einem langen Einnahmezeitraum erreicht. Das Spektrum der Anwendungen ist sehr weit gefächert und reicht von Schutz vor Erkältungenbis antikanzerogenen Wirkungen.

Verwechslung

  • Der Wulstige Lackporling(G. adspersum) ist sehr ähnlich, hat aber eine wulstige statt einer scharfen Kante am Hutrand.
  • Der Zunderschwamm(Fomes fomentarius) besitzt weißes Sporenpulver und die Trama ist trimitisch aufgebaut.
  • Der Fichtenporling(Fomitopsis pinicola) besitzt weißes Sporenpulver, eine meist auffällige rotrandige Wachstumszone am wulstigen Hutrand und ist von eher gedrungener Form.

Verwandte Arten (Auswahl)

Es kommen etwa neuen Arten in Mitteleuropa vor, die bekannstesten sind:

  • Glänzender Lackporling(G. lucidum)
  • Wulstiger Lackporling(G. adspersum, syn. G. australe)
  • Harziger Lackporling(Ganoderma resinaceum)
  • Dunkler Lackporling(Ganoderma carnosum)
  • Kupferroter Lackporling(Ganoderma pfeifferi)


Literatur

  • Giovanni Pacioni: Das neue BLV Pilzbuch. 420 Pilzarten farbig abgebildet, BLV, München, 1986. ISBN 3405126053

Weblinks

Bild:Commons-logo.svg
   
Commons: {{{2|Category:Ganoderma applanatum}}} ? Bilder, Videos oder Audiodateien
  • Eine äußerst informative amerikanische Seite von Tom Volk (engl.)
  • (engl.) Beispiele mit Kunstwerken aus dem Flachen Lackporling (engl.)fr:Polypore aplani

nl:Platte tonderzwam wa:Asplani polipôre

Von "http://de.wikipedia.org/Flacher_Lackporling"



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