Startseite | Impressum
Lumrix Logo
 
 



[ICD 10 Suche]
[Mehr über den ICD]

 

 

Asbestosis

Die Asbestose ist eine Krankheitder Lungeund gehört zu den sogenannten Staublungenkrankheiten (Pneumokoniosen). Sie entsteht durch eingeatmeten Staub von Asbest, dessen Verwendung aus diesem Grunde in Österreich seit 1990 und in Deutschland seit 1993 verboten ist.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Pathophysiologie
  • 2 Symptome
  • 3 Diagnostik
  • 4 Asbestose als Berufskrankheit
  • 5 Weblinks

Pathophysiologie

Je nach Dauer der Exposition und Konzentration der Asbestfeinstäube sowie persönlicher Disposition führen eingeatmete Asbestpartikel nach einer Latenz von 15 bis 20 Jahren zu einer Fibrosierung des Lungenparenchymsin sehr unterschiedlichem Ausmaß. Nach einer weiteren Latenz von insgesamt meist 25 bis 40 Jahren kann die Asbestose zur Entstehung von Lungenkrebsführen.

Neben der Asbestose kann das Einatmen der Asbeststäube auch zu pleuralenPlaques und Verkalkungen führen. Auch diese können zu Krebsentarten, dem sogenannten Pleuramesotheliom. Von den verwendeten Asbestarten sind die krebserzeugenden Eigenschaften des Krokydolith wegen seiner Fasergeometrie und hohen Biobeständigkeit höher einzustufen als die des Chrysotil.

Symptome

Die auch nach Beendigung der Exposition gelegentlich fortschreitende Lungenfibrose führt zu Atemnot, Reizhusten, zähem Auswurf und im fortgeschrittenen Stadium zur Hinfälligkeit.

Diagnostik

Die Diagnose der Asbestose stützt sich im Wesentlichen auf die klinische Untersuchung(hier besonders die Auskultationder Lunge mit dem Stethoskop), die Lungenfunktionsprüfungund das Röntgenbildder Lunge. Die Computertomografiekann besonders in hochauflösender Technik die Lungenveränderungen noch früher und detaillierter darstellen als die konventionelle Röntgentechnik.

Asbestose als Berufskrankheit

Die Asbestose ist eine entschädigungspflichtige Berufskrankheit. Nach der Berufskrankheitenverordnungin der Fassung vom 5. September 2002 werden Asbestosen unter der

  • Nr. 4103 "Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura" und der
  • Nr. 4104 "Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs in Verbindung mit Asbeststaub (Lungenerkrankung [Asbestose])" geführt.

Asbestverursachte Berufskrankheiten, dazu zählen neben der Asbestose auch das Mesotheliom und der Lungenkrebs durch Asbesteinwirkung, sind in Deutschland von recht großer Bedeutung. Im Jahr 2003 verzeichneten die Berufsgenossenschaftenmehr als 3.500 neue Berufskrankheiten durch Asbest und mussten in 24.000 Fällen Leistungen von insgesamt weit über 300 Mio. Euro jährlich erbringen. Asbest führt die Liste der krebserzeugenden Arbeitsstoffe mit großem Abstand an. 2001 waren es 1.480 Fälle oder 77,1 Prozent aller als Berufskrankheit anerkannten Krebserkrankungen, die auf Asbest zurückgeführt wurden. Im Jahr 2003 wurden 1.068 Todesfälle durch asbestverursachte Berufskrankheiten registriert. Wegen der großen Latenz zwischen Asbestexposition und Krebsentstehung wird erst in den Jahren 2015 bis 2020 mit den meisten jährlichen Neuerkrankungen an asbestbedingtem Lungenkrebs gerechnet.

Rauchen alleine führt nicht zur Asbestose. Bei asbeststaubassoziiertem Lungenkrebs stellt es zwar einen wesentlichen zusätzlichen Risikofaktor dar, schließt aber eine Anerkennung als Berufskrankheit keineswegs aus, wenn eine berufliche Asbestexposition nachgewiesen ist und entweder eine Asbestose vorgelegen hat oder eine plausible "kumulative Asbestfaserstaubdosis" belegt wird.

Weblinks

  • http://www.hvbg.de/d/pages/statist/brosch/asbest1.pdf
  • http://www.it-coll.de/asbestose



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.