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Asteroide

Seesterne
Bild:Bloodstar 300.jpg
Systematik
Abteilung: Gewebetiere(Eumetazoa)
Unterabteilung: Bilateria
Überstamm: Neumünder(Deuterostomia)
Stamm: Stachelhäuter(Echinodermata)
Unterstamm: Eleutherozoen(Eleutherozoa)
Klasse: Seesterne
Wissenschaftlicher Name
Asteroidea
de Blainville, 1830
Ordnungen
  • Zangensterne(Forcipulata)
  • Paxillensterne(Paxillosida)
  • Phanerozonia
  • Flachsterne(Platyasterida)
  • Stachelsterne(Spinulosida)
  • Klappensterne(Valvatida)

Seesterne (Asteroidea) (abgeleitet von lat.aster, Stern) sind eine Klassevon Eleutherozoeninnerhalb des Stammsder Stachelhäuter.

Seesterne sind welweit in den Meeren verbreitet, wobei die größte Artenvielfalt im Küstenbereich vorkommt. Sie bevölkern nahezu jeden Untergrund wie Fels, Sand, Kelp oder Seegras und wurden bis in eine Tiefe von 9.000 Meter nachgewiesen

Fossile Aufzeichnungen belegen das Auftreten der Asteroidea vor über 300 Millionen Jahre vor den Dinosauriern, noch innerhalb 50 Millionen Jahre entwickelten sich deutlich unterschiedliche Arten.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Körperbau
  • 2 Fortpflanzung
  • 3 Seesterne und der Mensch
  • 4 Systematik
  • 5 Weblinks

Körperbau

Der Körper ist sternförmig mit typischerweise fünf oder einem Vielfachen von fünf Armen (Pentamerie). Jedoch sind auch Tiere mit sieben, acht, dreizehn oder mehr Armen keine Seltenheit. Eine Spezies wie zum Beispiel der Korallen essende Dornenkronenseestern(Acanthaster planci) besitzt bis zu 30 Arme. Ihre Größe variert von 1 cm langen Armen der Art Patiriella parvivipara, mit einem beinahe kugelförmigen Körper, bis zu den langen mageren Armen von Novodinia antillensis, der fast 91 cm in Durchmesser erreicht.

An der Unterseite der Arme befinden sich zahlreiche dem Ambulacralsystemzugehörende Füßchen die der Fortbewegung dienen. In der Körpermitte befindet sich auf der Unterseite der Tiere die Mundöffnung. Der Magenist oft ausstülpbar und wird in die als Futter dienenden Muschelneingeführt, wobei die Füßchen die Muschelschalen auseinanderspreizen. Somit findet die Verdauungaußerhalb des Körpers statt (extraintestinal). Weitere Futterlieferanten sind Schwämme, Moostierchenund Seescheiden. Die Körperfärbung ist auf der Oberseite meist sehr auffällig, während die Unterseite eine hellere Farbe aufweist. Seesterne sind dafür bekannt, dass sie in der Lage sind, verlorene Arme wieder vollständig zu ersetzen (Regeneration).

Bild:UndersideofASeastar.jpg
Deutlich sind die Füßchen an der Unterseite zu erkennen

Sie besitzen ein zentrales Nervensystem bzw. ein diffuses Nervennetz, jedoch konnte noch kein Organ, das man als Gehirn bezeichnen kann, identifiziert werden.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung von Seesternen erfolgt in der Regel geschlechtlich. Von umherschwimmenden Spermienstimuliert, geben die Weibchen ihre Eierin das Wasser ab. Die sich aus den Eiern entwickelnden Larvenleben einige Zeit planktonischund wandeln sich dann in Seesterne um. Die typische Radiärsymmetriebildet sich erst später aus.

Selten gibt es auch zwittrige Seesternarten. Dort sind die jüngeren Individuen zunächst samenerzeugende Männchen (Protandrie). Mit zunehmenden Alter verwandeln sie sich zu Weibchen, welche nur noch Eier hervorbringen. Daneben gibt es Übergangsstadien, in denen Ei- und Samenzellen gleichzeitig reifen.

Einigen Seesternarten entwickeln sich ohne Larvenstadium.

Bei den Dornensternen gibt es weniger Männchen als Weibchen, Ei- und Samenzellen werden ins Wasser entlassen. Ungeschlechtliche Vermehrung durch Querteilung kommt vor, dabei entstehen oft "Kometenformen", bei denen zwei bis vier große Arme, drei oder mehr kleineren, erst neu gebildeten gegenüberstehen.

Ein bekannter Vertreter der Seesterne ist der Gemeine Seestern. (Asterias rubens)

Seesterne und der Mensch

Bild:Starfish.JPG
Bild:Seestern Spinulosida.jpg
Stachelstern (Spinulosida)

Seensterne besitzen einen gewissen Handelswert. In Dänemark sind Vertreter der Gattung Asterias als Bestandteil von Futter (hauptsächlich aus Fisch) benutzt, das für Federvieh genutzt wird. Die alten Indianer von Britisch-Kolumbien und die Ägypter haben sie als Düngemittel benutzt. Einige Firmen sammeln Seensterne für biologisches Zubehör zu Schulen und Sammlern. Auch als Souvenir finden sie Verwendung.

Systematik

Die Seesterne bilden eine sehr unterschiedliche Gruppe von Lebewesen, die in sechs Ordnungen und 35 Familien aufgeteilt wird. Sie enthält etwa 1.600 bekannte lebende Spezies. Präzise phylogenetische Beziehungen und somit Klassifizierungen sind immer noch eine Herausforderung für Systematiker.

Es gibt sechs Ordnungen und etwa 30 Familien:

  • Zangensterne(Forcipulata)
    • Asteriidae
  • Paxillensterne(Paxillosida)
  • Phanerozonia
  • Flachsterne(Platyasterida)
  • Stachelsterne(Spinulosida)
    • Echinasteridae
    • Sonnensterne(Solasteridae)
  • Klappensterne(Valvatida)
    • Acanthasteridae
    • Ophidiasteridae
    • Walzen-, Kissen- und Noppen-Seesterne(Oreasteridae)

Weblinks

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ca:Estrella de mar

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Von "http://de.wikipedia.org/Seesterne"



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