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Die Austrittsarbeit ist die kleinste Energie, die benötigt wird, um ein Elektronaus einem ungeladenen Festkörperherauszuholen. In der Regel wird die Austrittsarbeit in Elektronenvoltangegeben.
Bedeutend ist die Austrittsarbeit unter anderem beim äußeren photoelektrischen Effekt, bei dem Elektronen durch Licht "herausgeschlagen" werden.
Die Austrittsarbeit ist von der Elektronenbindungsenergiezu unterscheiden, die mit der Ionisationsenergieeines Atomsoder Molekülsvergleichbar ist: Die Elektronenbindungsenergie ist für Elektronen aus den verschieden Elektronenschalen unterschiedlich. Möchte man ein Elektron aus einer tieferen (energetisch niedrigeren Schale) freisetzen, muss mehr Energie aufgebracht werden. Die Ionisationsenergiehingegen bezieht sich nur auf die minimale Energie, die aufgebracht werden muss, um irgend ein Elektron aus seiner Bindung zu lösen. Die Austrittsarbeit ist aber die minimale Energie, also die Energie beim Herausholen eines Elektrons vom Ferminiveau.
Die Austrittsarbeit ist weiterhin abhängig von der Art des Metalls bzw. Festkörpers (Stoffes), aus dem Elektronen ausgelöst werden. Sie ist relativ klein für Cäsium, Kalium(2.25 eV), Natrium(2.28 eV) oder Barium(2.52 eV), während sie z.B. für Aluminium(4.20 eV), Zink(4.34 eV) oder Platin(5.66 eV) wesentlich höher ist [1].
Daher können durch den Fotoeffekt z.B. Elektronen aus Cäsium bereits durch UV-armes Tageslicht oder UV-loses Glühlicht herausgelöst werden, während bei Zink das energiereichere UV-Licht benötigt wird.
Die ausgelösten Elektronen besitzen eine bestimmte kinetische Energie: WLicht = Wkin + WA.
Die Messung der Austrittsarbeit mit Hilfe des Fotoeffekts wird meist über die Messung der kinetischen Energie der freigesetzten Elektronen realisiert. Diese ergibt sich aus der Differenz der eingebrachten Energie (meist die Energie des eingestrahlten Photons) und der Austrittsarbeit. Wenn man also die Bewegungsenergie der Elektronen gemessen hat (zum Beispiel durch die Ablenkung in einem Magnetfeld, oder durch den Stromfluss), und die benutzte Wellenlänge durch Filter oder Lasereigenschaftenbekannt ist, kann man die Austrittsarbeit als Differenz berechnen:
- WA = EPhoton − EElektron
Unterschiedliche Austrittsarbeiten zweier Metalle führen zu einem Kontaktpotential, das daher zur Messung von relativen Austrittsarbeiten genutzt werden kann. Bedeutend ist die Messung mit Hilfe einer Kelvin-Sonde, auch Kelvin-Schwinger genannt.
- Horst Kuchling, Taschenbuch der Physik, 11. Auflage 1988, ISBN 3-8171-1020-0, S. 635. ? en: work function
ja:仕事関数
pl:praca wyj?cia
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