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Die Bandscheibenoperation ist notwendig, wenn es durch einen Bandscheibenvorfallzu einer radikulären Symptomatikgekommen und damit gravierende Nervenschäden verbunden sind. Das Bandscheibengewebe muss dann operativ soweit entfernt werden, dass die bedrängte Nervenwurzel wieder frei liegt und entlastet wird.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Vorgehen
- 1.1 Konventionelles Verfahren
- 1.1.1 Mikrochirurgisches Verfahren
- 1.2 Minimalinvasives Verfahren
- 2 Postdiskektomiesyndrom
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Vorgehen
Es gibt dazu im Prinzip zwei unterschiedliche Verfahren:
Konventionelles Verfahren
In Bauchlage wird über den Dornfortsätzen des betroffenen Bewegungssegmentes ein Hautschnittangelegt, anschliessend auf der betroffenen Seite die Muskulaturvon der Wirbelsäuleabgeschoben. Die Wirbelbögen der angrenzenden Wirbel werden dargestellt, ebenso das dazwischen gelegene Ligamentum Flavumoder das "Gelbe Band". Vorsichtig wird das "Gelbe Band" durchschnitten, bis sich eine Stanzeeinhängen läßt und mit ihr der Raum zwischen den Wirbelbögen eröffnet wird. Wenn es erforderlich ist, muß auch noch ein Teil eines oder beider Wirbelbögen abgetragen werden. Wenn man soweit vorgedrungen ist, stellt sich die unter Spannung stehende Wurzeltasche dar, die mit einem Haken unterfahren und nach medial verlagert wird. Der Bandscheibenvorfall ist jetzt als pralle, weißliche Vorwölbung zu sehen. Mit eine speziellen Hohlmeisselzange wird das Gewebe entfernt. Zur abschliessenden Kontrolle wird die freie Beweglichkeitder Wurzeltasche überprüft. Spülung und schichtweiser Wundverschluß beenden die Operation.
Mikrochirurgisches Verfahren
Der notwendige Hautschnitt ist hierbei wesentlich kleiner, eine Art Rohr wird eingeführt, das bis auf das "Gelbe Band" und die Wirbelbögen reicht. Nun wird ein Op-Mikroskopüber dieses Rohr gebracht, das weitere Vorgehen entspricht dem beim konventionellen Verfahren, allerdings eben mit den Methoden der Mikrochirurgie. Der Vorteil hierbei liegt in der wesentlich geringeren Traumatisierung, die Nachbehandlungszeit ist deutlich kürzer. Eingeschränkt ist bei diesem Verfahren der Überblick, den man während der Operation gewinnen kann.
Minimalinvasives Verfahren
Hierbei wird eine optische Sonde, vergleichbar einem Arthroskopunter Röntgenkontrollein den betroffenen Wurzelkanal geschoben und das Bandscheibengewebe mit einem durch diese Sonde geleiteten Laserverdampft.
Bild:Hemilaminektomie1.jpg Hemilaminektomie Bei dieser Operation wurde der gesamte Wirbelbogen auf der betroffenen Seite entfernt. Der Spinalkanal ist nicht mehr gut einsehbar, hier ist Blut eingedrungen
Bild:Nukleotomie2.jpg Nukleotomie Hier ein Bild aus annähernd der gleichen Ebene, zur besseren Übersicht ohne eingebauten Text. Sehr deutlich ist das Narbengewebe zu sehen, das sich neben dem Dornfortsatzbis an den Wirbelbogen bildet
Postdiskektomiesyndrom
Als wesentlichste Komplikationsmöglichkeitbei allen beschriebenen Verfahren kann es zu einer Verletzungeiner Nervenwurzel mit anschliessnder Lähmungeiner Muskelgruppe kommen. Diese Komplikation wird häufig besprochen, ist aber eher die Seltenheit. Ausserdem: Wenn die "strenge Indikationsstellung" befolgt wird, wäre die Lähmung ohne Operation auf jeden Fall geblieben. Häufiger sind narbige Verklebungen zwischen dem Duralsack, der Wurzeltasche und dem umgebenden Knochen. Das ergibt einen dauernden, schmerzhaften Reiz, der schnell chronisch wird und sich fast jedem Versuch der Behandlungentzieht. Wird das ohnehin degenerativ veränderte Bandscheibengewebe zwischen den Wirbeln entfernt, kann es zu einem Ineinaderrutschen der Wirbelgelenke kommen, man spricht da vom "Telescoping". Das führt zu einem ebenso chronischen, schmerzhaften Verkeilen der Wirbelgelenke. Beide Probleme werden unter dem Begriff Postdiskektomiesyndrom zusammengefasst.
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