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Die Caries profunda (lateinisch-medizinisch die tiefe Zahnkaries) bedeutet, dass die Kariesläsion bis über 2/3 der Dentinschicht in Richtung der Pulpavorgedrungen ist. Die Läsionbesteht dann
- aus der Destruktionsschicht, in der Bakteriennicht nur Mineral aufgelöst, sondern auch die Proteinmatrix zersetzt haben,
- der Zone der bakteriellen Penetration, in der Bakterien in die Dentinkanälchen eingedrungen sind,
- der Demineralisationszone (Mineralverlust durch Säureeinwirkung)
- und der Transparenzzone. In dieser haben die Odontoblastenmehr Mineral in den Dentinkanälchen abgelagert, um den Fortschritt der Karies zu verzögern. Im mikroskopischen Dünnschliff erscheint diese Schicht durchsichtig, da die optischen Grenzflächen (mineralisiertes Dentin und Kanalinhalt) wegen der Mineralablagerung verschwunden sind.
Da die Kariesläsion sich der Pulpa nähert, können bakterielle Endotoxinezur Entzündung der Pulpa führen. Der Patient nimmt das durch erhöhte Kälte- und Wärmeempfindlichkeit wahr, da die Endotoxine die Reizschwelle der Nervenfasern herabsetzen. In diesem Stadium kann durch eine zahnärztliche Behandlung die Entzündung rückgängig gemacht werden (Entfernen der Karies, Anbringen einer bakterienhemmenden Unterfüllung (auf der Basis von Ca(OH)2) und einer dichten Restauration. Wird der Entzündungsvorgang nicht unterbrochen, kann die Pulpa unwiderruflich angegriffen werden (irreversibele Pulpitis), es kommt zu spontanen, zum Teil heftigen Schmerzen. Erreichen die Bakterien die Pulpa, entstehen lokale Abszesse, und die Pulpa stirbt ab (Pulpengangrän). In diesem Fall hilft nur noch eine Wurzelbehandlungoder, wenn der Zahn nicht mehr restauriert werden kann, die Extraktion.
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