Bild:Image241.gif Becken (Mensch) von vorn. Das Darmbein (Ilium) ist beiderseits der obere Teil.
Das Darmbein (lat.Os ilium) ist einer der Knochendes Beckens.
Mensch
Das Darmbein ist oben schaufelartig zur Darmbeinschaufel (Ala ossis ilii) verbreitet. Deren freier Rand wird als Darmbeinkamm oder Beckenkamm (Crista iliaca) bezeichnet. Er läuft in den vorderen Darmbeinstachel (Spina iliaca ventralis oder Spina iliaca anterior superior) aus. Dieser tastbare Stachel ist ein wichtiger Orientierungspunkt für den Arzt. Nach unten folgen zwei weitere solche Knochenvorsprünge Tuberculum ilicum (Spina iliaca anterior inferior) und Eminentia iliopubica (iliopectinea).
Die Außenseite der Darmbeinsäule dient als Facies glutea dem Ursprung der Glutäengruppe.
An der Innenseite der Darmbeinschaufel verläuft ein Knochenkamm (Linea arcuata), der zu einer an ein Ohr erinnernden Gelenkfläche (Facies auricularis) hinführt, die mit dem Kreuzbeindas Iliosakralgelenkbildet.
Der untere Teil des Darmbeins bildet zusammen mit den anderen beiden Hüftknochen (Schambeinund Sitzbein) die Hüftgelenkspfanne(Acetabulum, wörtlich übersetzt "Essignäpfchen", da es an das kleine Essignäpfchen der Römer erinnert).
Haussäugetiere
Bei vierfüßigen Säugetieren zeigt die Darmbeinschaufel nach oben-vorn. Der nach innen, zur Wirbelsäule gelegene Höcker wird als als Kreuzbeinhöcker (Tuber sacrale) bezeichnet. Er trägt die Facies auricularis für das Iliosakralgelenk. Der nach außen gelegene Vorsprung wird als Hüfthöcker (Tuber coxae) bezeichnet.
Der sich nach unten anschließende Teil des Darmbeins wird bei Tieren als Darmbeinsäule (Corpus ossis ilii) bezeichnet. An seiner Innenseite verläuft die Linea arcuata bis zur Eminentia iliopubica, wo das Darmbein an das Schambeingrenzt. Bei Tieren sind die Incisura ischaiadaca major und die Spina ischiadica (siehe Sitzbein) Teile der Darmbeinsäule.
Die Hüftgelenkspfanne wird, wie beim Menschen, von allen drei Beckenknochen gebildet.
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