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Als defekten Datenblock (engl. Bad Block) bezeichnet man bei Festplattenoder NAND-Flash-Speichern einen unbrauchbar gewordenen, d.h. für Schreib- und Leseoperationen nicht mehr verwendbaren, Datenblock.
Defekte Datenblöcke treten aufgrund von Fertigungsfehlern auf, können jedoch auch zur Laufzeit aufgrund von Abnutzungs- und Alterungserscheinungen entstehen. Treten defekte Datenblöcke bei einem Speicher auf, bedeutet dies nicht unbedingt dessen vollständiger Ausfall. Eine Softwarekomponente in der Festplatten-Firmwareoder im Flash-Treiberkann die defekten Speicherblöcke über eine Zuordnungstabelle durch fehlerfreie Speicherblöcke aus einem Reservebereich automatisch ersetzen. Dieser Vorgang wird auch als Remapping bezeichnet und von einer als Defektblockverwaltung (engl. Bad Block Management System) bekannten Softwarekomponente durchgeführt.
Die beim Remapping durchgeführte Zuordnung logischer auf die tatsächlichen, physikalischen, Speicherblöcke ermöglicht einen transparenten Zugriff auf die Datenblöcke eines Speichers - ohne Rücksicht auf dessen physikalischen Defekte nehmen zu müssen. Solange der Reservebereich noch nicht erschöpft ist, kann der Speicher ohne Einschränkungen weiter benutzt werden.
Häufen sich bei Festplatten defekte Datenblöcke auffällig, so ist mit einem schwerwiegenderen mechanischen Oberflächendefekt - meist verursacht durch einen Head-Crash- zu rechnen. Um Datenverluste zu vermeiden, sollte die betreffende Festplatte schnellstmöglichst ersetzt werden.
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