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Dentes

Bild:Wzahn1.jpg
Röntgenaufnahme eines Weisheitszahns - Wurzel noch nicht ausgebildet; nach mesialgekippt
Bild:Weisheitszahn1.JPG
Weisheitszahn - ausgebildete Wurzel; achsengerechte Lage; also: retiniert, aber nicht verlagert
Bild:Weisheitszahn echt.JPG
Weisheitszahn (der ganz hinten) - der 3. Molar(die mit den großen Kauflächen)
Bild:Weisheitszähne v Drach.jpg
Weisheitszähne mit verbogenen Wurzeln

Weisheitszähne (dentes serotini - die dritten Molaren, sapientes) werden die hintersten Zähne (der 8. Zahn ab der Mittellinie) im menschlichen Gebissgenannt. Es gibt insgesamt vier Weisheitszähne.

Sie entwickeln sich erst sehr spät (bei manchen Menschen ist eine Mineralisationdes Weisheitszahnkeimes im Röntgenbilderst mit 14 Jahren nachweisbar) und brechen bei den meisten Menschen erst im Erwachsenenalter oder gar nicht durch. Daher rührt der Name "Weisheitszahn".

Weisheitszähne gehören zu den Molaren, haben im Gegensatz zu diesen aber keine charakteristische Form. Beispielsweise existieren Weisheitszähne mit nur drei oder auch mit fünf Höckern. Auch die Anzahl der Wurzeln ist unterschiedlich. Teilweise sind die Wurzeln auch miteinander verwachsen oder hakenförmig gebogen, so dass eine Extraktionder Zähne erschwert wird.

Diese starke Schwankung der Form und des Durchbruchs der Weisheitszähne resultiert aus der Verkümmerung dieser Zähne, die sich im Lauf der menschlichen Evolution entwickelt hat. Brauchten die Urmenschennoch viele Zähne, um die oft rohe Nahrung ausreichend zerkleinern zu können, so ist dies durch das meist weich gekochte Essen in heutiger Zeit nicht mehr so stark von Belang, die Zähne verkümmerten. Andererseits hat sich das Verhältnis zwischen Zahn- und Kiefergröße stark verschoben. Beim heutigen Menschen ist der Kieferim Durchschnitt deutlich kleiner als bei unseren Urmensch-Vorfahren. Ein Platzmangel wirkt sich auf den Weisheitszahn am meisten aus, weil dieser als letzter durchbricht. Häufig tritt er nur unvollständig durch (Teilretention). Durch die partielle Bedeckung mit Zahnfleischund die daraus resultierende unzureichende Reinigungsmöglichkeit kommt es bei teilretinierten Zähnen häufig zu Entzündungenbis hin zu Abszessen. Da Weisheitszähne auch im fortgeschrittenen Stadium kaum eine Mineralisation aufweisen, sind sie nicht so stark und fest wie andere Zähne und können so schnell wegbrechen.

Weisheitszähne sind daher sehr oft ein Problem im menschlichen Gebiss. Sei es durch die erschwerte Pflege oder weil sie die anderen in der Zahnreihe stehenden Zähne verschieben können. Diese müssten dann erst kieferorthopädischgeradegerichtet werden. Deswegen müssen Weisheitszähne sehr oft gezogen werden. Immer häufiger werden sie auch bereits vor ihrem Durchbruch operativ entfernt.

Bei der Entfernung von Weisheitszähnen handelt es sich weniger um einen dentologischen, als vielmehr um einen orthopädischen Eingriff. In aller Regel wird die Operation unter Lokalanästhesie (lokale Betäubung) durchgeführt. Im Fall der Entfernung mehrerer Weisheitszähne oder bei besonders komplizierten bzw. schmerzhaften Eingriffen kommt eine Vollnarkose in Frage. Durch die Entfernung der Weisheitszähne entstehen Wunden, die meist mittels orthopädischer Fäden geschlossen werden. Zusätzlich kann es, bedingt durch die Lage des entfernten Zahnes, zu einer Kieferknochenöffnung kommen. Die Öffnung schließt sich meist im Laufe der ersten Wochen nach der Behandlung. Für die Zeit nach der Operation sind mehrere Vorschriften zu beachten. In den ersten Tagen nach der Behandlung ist auf eine schonende Ernährung zu achten. So ist generell auf Alkohol, Nikotin und Milchprodukte zu verzichten.

Bis heute ist es aber wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt, ob Weisheitszähne tatsächlich verantwortlich sind, wenn sich Zähne verschieben, insbesondere ist der Zusammenhang zwischen Frontzahn-Engstand und Weisheitszähnen unklar. Die aktuelle Datenlage deutet eher darauf hin, dass hier wohl kein Zusammenhang besteht.

siehe auch

Weisheitszahn (Röntgenbilder)

Weblinks

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