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Eine Hautkrankheit (medizinischer Begriff: Dermatose) ist eine Erkrankungder Haut. Hautkrankheiten werden von einem Dermatologenbehandelt.
Auch Erkrankungen der Hautanhangsgebilde(Haare, Nägel, Talg- und Schweißdrüsen) werden zu den Hautkrankheiten gezählt, da diese auch als Adnexorgane bezeichneten Strukturen epidermaler Abstammung sind, auch wenn sie zum Teil tief in der Dermisliegen.
Dermatologen behandeln an einigen Zentren auch Patienten mit AIDS, als Venerologenauch die klassischen "Geschlechtskrankheiten"wie die Syphilis, da sich diese Erkrankungen auch an der Haut manifestieren, allerdings keine Hauterkrankungen im eigentlichen Sinn darstellen. Andererseits werden auch verschiedenste Erkrankungen aus dem Bereich der Phlebologieoder Angiologiemit den dadurch entstehenden Hautsymptomen wie dem Ulcus crurishier eingeordnet.
Kein anderes Organ des menschlichen Körpers weist eine so hohe Zahl an krankhaften Veränderungen auf wie die Haut, da die Haut u.a. als Grenzorgan des menschlichen Körpers vielfältigsten Einflüssen von innen und von außen ausgesetzt ist.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Dermatologische Krankheiten
- 1.1 Symptome und Beschwerden
- 1.2 Ursachen
- 1.3 Folgen und Komplikationen
- 1.4 Behandlung
- 2 Literatur, Ratgeber, Lehrbücher
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Dermatologische Krankheiten
Siehe auch: Liste von Hauterkrankungen
Symptome und Beschwerden
Viele Hautkrankheiten machen auf sich aufmerksam, weil die Haut an der Stelle anders aussieht als gesunde Haut. Man spricht auch von den sogenannten ?Effloreszenzen?. Dabei unterscheidet man die Primäreffloreszenzen wie z.B. Fleck (Macula), Knötchen (Papel), Eiterknötchen (Pustel), Quaddel (Urtica), Knoten (Nodus) oder Plaquevon den Sekundäreffloreszenzen wie z.B. Kruste, Rissen (Rhagade), Schuppen(Squama), Ulcus. Manche dieser Effloreszenzen sind ansonsten nicht auffällig, andere hingegen machen auch starkes Missempfinden (Juckreiz, Brennen, Schmerzen).
Ursachen
Wie schon oben aufgeführt gibt es viele unterschiedliche Ursachen für Hautkrankheiten, die zudem auch noch zusammenwirken können, um eine Hautkrankheit auszulösen. So haben viele Menschen eine erbliche Veranlagung für die Entstehung von Schuppenflechteoder Neurodermitis, verstärkt werden kann dies aber z.B. durch Stress oder eine andere Infektion, zudem kann sich der Verlauf der Krankheit wiederum durch eine bakterielle oder virale Infektion verschlimmern. Bei vielen Hautkrankheiten weiß man immer noch nicht über den genauen Entstehungsmechanismus Bescheid, wobei in vielen Fällen Regulationsstörungen des Immunsystemsals Ursache dienen.
Folgen und Komplikationen
Genauso breit wie das Spektrum der Hautkrankheiten selbst ist auch das Spektrum der Schweregrade von Hautkrankheiten.
Es gibt viele ?Hautkrankheiten?, die z.B. nur kosmetisch störend sind, sonst aber völlig harmlos sind (z.B. seborrhoische Keratose oder ?Alterswarze?).
Entzündliche Hautkrankheiten stören oft durch Juckreiz oder Schmerzen. Zudem steigt bei vielen Patienten die psychische Belastung, weil sie durch die Hautkrankheit sehr stigmatisiert werden.
Einige Hautkrankheiten, wie z.B. Hautkrebs, können unbehandelt zum Tode führen; der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom) ist in einigen Fällen auch trotz adäquater Behandlung nicht heilbar. Auch können viele Hautkrankheiten sehr schwerwiegende Therapien nach sich ziehen, die dann wiederum durch ihre Nebenwirkungen problematisch werden.
Behandlung
Leichtere Hautkrankheiten (wie zum Beispiel allergischerAusschlag) können mit entzündungshemmendenSalbenoder Cremesbehandelt werden. Manche dieser Salbenenthalten desinfizierendeBestandteile oder Kortisonund sollten wegen ihrer Nebenwirkungennur kurzfristig angewandt werden. Der Vorteil ist, dass der Wirkstoff nur dort wirkt, wo er benötigt wird; zudem können durch die richtige Wahl der Grundlage(Salbe, Creme, Paste, Lösung, Lotion) zusätzliche Wirkungen erzielt werden.
Schwerwiegendere Hautkrankheiten sprechen oft auf eine alleinige Lokaltherapie mit Salben oder Cremes nicht an. Hier werden auch systemische Medikamente, z.B. in Tablettenform, verwendet, die oft Nebenwirkungen haben. Auch Infektionskrankheiten der Haut durch Bakterien oder Viren erfordern die Gabe von Antibiotikaoder ähnlichen Mitteln.
Hautkrebs wird oft operiert, in fortgeschrittenen Fällen auch bestrahltoder mit Chemotherapiebehandelt.
Literatur, Ratgeber, Lehrbücher
- Kardorff Bernd, Kardorff Maria: Patientenratgeber und kurzes Lexikon der Hautkrankheiten, Venenleiden, allergischen Erkrankungen und Kosmetischen Medizin. BOD 2002, ISBN 3831132380
- Otto P. Hornstein, Matthias S. Gruschwitz, Eckart Haneke: "Hautkrankheiten und Hautpflege im Alter", Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 2002, ISBN 3804718299
- Kardorff Bernd: Gesunde Haut - Lexikon von A bis Z. Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2004, ISBN 3540205659
- Niedner Roland, Adler Yael: Hautkrankheiten im Blick für die Kitteltasche. Wissenschaftliche Verlagsges. 2004, ISBN 3804720455
- Braun-Falco Otto, Plewig Gerd, Wolff Helmut H.: Dermatologie und Venerologie. Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2005, ISBN 3540405259
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