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Beim Dhat-Syndrom - nach dem altindischen Sanskrit-Begriff "Dhatu" für "Elixier des Lebens" - handelt es sich um die angstbesetzteVorstellung, mit dem Samenseine Lebensenergie zu verlieren - während umgekehrt ein Zurückhalten der Ejakulationzu einem langen Leben in Gesundheit führe.
Dabei besteht oft eine Angst vor Pollutionenoder einem Samenverlust über den Urin, so dass dieser oft auf Trübungen untersucht werden kann, die einen Hinweis auf den befürchteten Samenverlust geben sollen.
Dieses Phänomen wird von vorwiegend westlichen Wissenschaftlern als kulturell bedingte Sexualneurose des mittleren Ostens interpretiert. Im Kontext tantrischerPraktiken könnte das Dhat-Syndrom in einem anderen Licht erscheinen. Das Schlüsselwort ist jedoch Angst - und damit handelt es sich in erster Linie um den zum Scheitern verurteilten Versuch, sich sein Leben auf Dauer zu erhalten. Angst entsteht immer wieder neu, weil auch der Patient dies weiß, aber dieses Wissen immer wieder "verleugnet".
Der Begriff wurde 1960von Narendra Wig geprägt.
Weblinks
- Dhat syndrome: a culture-bound sex neurosis of the orient
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