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Divertikulose ist eine krankhafte Veränderung des Dickdarmsin Form einer Aussackung (Divertikel).
Divertikulose ist weit verbreitet und kann zu potentiell lebensgefährlichen Komplikationen führen. Sie ist eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Bei Auftreten von Komplikationen wie Entzündungen der Divertikel (Divertikulitis) oder Blutungen wird eine chirurgische Entfernung des betroffenen Darmteiles empfohlen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Symptome und ihre Ursache
- 2 Untersuchungsmethoden
- 3 Behandlungsmethoden
- 3.1 Konservative Behandlung
- 3.2 Chirurgische Behandlung
- 4 Risiken und Komplikationen
- 5 Quellen
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Symptome und ihre Ursache
Durch eine Verstopfung kann der Stuhl sich verhärten. Dadurch wird der Dickdarm gezwungen, bei Ausscheiden des Stuhls mehr Druck aufzuwenden. Dieser erhöhte Druck verursacht die Aussackungen in der Wand des Dickdarms. Die meisten Divertikel befinden sich im Sigma. Die Kombination aus Aussackungen und Infektionen verursacht Schmerzen im Unterbauch und eventuell Fieber. Diese erkrankung wird Divertikulitis genannt. Reißt eines der Divertikel auf, kann sich die Infektion auf den ganzen Bauchraum ausbreiten, es entsteht eine Peritonitis(Bauchfellentzündung) bezeichnet.
Untersuchungsmethoden
Endoskopische Untersuchungen wie die Koloskopie(Spiegelung des Darms) helfen, das Ausmaß der Krankheit festzustellen. Während der Untersuchung benutzt der Arzt ein spezielles flexibles Endoskop, das durch das Rektumeingeführt wird, um in den Dickdarm sehen zu können. Manchmal kann auch eine Röntgenuntersuchung nötig sein. Dabei wird der Dickdarm zuerst mit flüssigem Kontrastmittelgefüllt und anschließend geröntgt.
Behandlungsmethoden
Konservative Behandlung
Eine Nahrungsumstellung kann helfen. Dabei sollten der Anteil faserreicher Lebensmittel und Flüssigkeiten gesteigert werden. Dadurch wird der Stuhl weicher und kann den Darm leichter passieren. Sollten diese Maßnahmen keine Wirkung zeigen oder eine der Diverticulae platzen, wird der Arzt eine Operation empfehlen, um den von der Krankheit betroffenen Teil des Dickdarms zu entfernen.
Chirurgische Behandlung
Ziel der Operation ist die Entfernung (Resektion) des divertikeltragenden Darmsbschnittes. Der ganze Eingriff kann als "offene Operation" oder auch minimal invasiv laparoskopischdurch mehrere kleinere Einschnitte in die Bauchwand durchgeführt werden.
Vor der Operation wird der Darm gründlich gereinigt, um das Infektionsrisiko zu verringern. Dazu werden starke Abführmittel oder Einläufe verwendet. Alternativ kann der Patient auch eine große Menge Flüssigkeit am Abend vor der Operation zu sich nehmen, um den Darm auszuspülen. Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt, während der Patient schläft. In einigen Zentren wird auf die Vorbereitung des Darmes verzichtet, da in Studien gezeigt werden konnte,daß es keinen nachweisbaren Vorteil bringt. So können die Patienten bis zur Operation ernährt und optimal auf die Belastung vorbereitet werden (Fast track Chirurgie).
In der Regel werden die verbleibenden Darmteile werden wieder zusammengenäht. Dies wird als Anastomosebezeichnet. Manchmal muss der Chirurg den verbleibenden Darm zur Außenseite des Bauches verlegen. Dies wird künstlicher Darmausganggenannt. Die Maßnahme wäre z. B. nötig, wenn die Divertikel geplatzt sind, sich die Infektion ausgebreitet hat und die Ausheilung der Anastomose beeinträchtigt ist.
Risiken und Komplikationen
Diese Art der Chirurgie ist sehr sicher. Es gibt jedoch einige verschiedene Risiken und Komplikationen. Sie sind zwar unwahrscheinlich, aber dennoch möglich.
Die Risiken und Komplikationen betreffen einerseits die Vollnarkose, andererseits die Art des Eingriffs. Risiken, welche die Vollnarkose betreffen schließen unter anderem ein: Schlaganfälle, Nierenversagen, Lungenentzündungen und Thrombosen in den Beinen.
In den Beinen können Thrombosen auftreten. Gewöhnlich werden solche Thrombosen einige Tage nach dem Eingriff festgestellt. Sie können eine Schwellung des Beins und Schmerzen verursachen. Thrombosen können jedoch aus den Beinen über die Blutbahn in die Lunge gelangen, wo sie Atemnot, Brustschmerzen und möglicherweise den Tod zur Folge haben. Manchmal entsteht eine Atemnot akut.
Einige der Risiken sind dagegen genereller Natur was einen chirurgischen Eingriff betrifft:
- Infektionen, tiefliegende oder der Haut. Die Infektionen können den Einschnitt im Bauch betreffen. Tiefliegende Infektionen können sich jedoch in der Bauchhöhle selbst ausbreiten. Dies wird als Peritonitis bezeichnet. Eine Behandlung solch tiefliegender Infektionen kann den Gebrauch von Antibiotika über einen längeren Zeitraum beinhalten, sowie eventuell eine erneute Operation.
- Blutungen, entweder während oder nach der Operation. Die kann eine Bluttransfusion oder ebenfalls eine erneute Operation zur Folge haben.
- Die Nähte des Baucheinschnittes könnten platzen, was eine weitere Operation zur Folge haben würde.
Andere Risiken und Komplikationen betreffen speziell diese Art des Eingriffs. Diese sind allerdings auch sehr selten. Dennoch ist es wichtig, darüber informiert zu sein.
Folgende Probleme können auftreten:
- die Milz könnte verletzt werden
- Darm und Magen könnten verletzt werden
- die Nieren, die Harnblase und die Harnleiter könnten verletzt werden
- weibliche innere Organe wie der Uterus und die Eileiter können verletzt werden
- die Blutgefäße, die zu den unteren Extremitäten führen, könnten betroffen werden.
Eine Verletzung an diesen Organen kann permanenter Natur sein und weitere Operationen erforderlich machen. Dies kommt jedoch nur sehr selten vor.
Durch den Einschnitt im Bauch können Brüche entstehen. Dies geschieht, wenn die innere Bauchwand schwach ist und die Eingeweide durch sie hindurch in die Haut drücken. Brüche machen eine erneute Operation nötig.
Eine weitere mögliche Komplikation ist der Bruch der Anastomose, dass heißt des Bereichs, an dem die beiden Darmenden verbunden sind. Dies kann zu Infektionen im Bauchraum führen, die eine Operation und einen künstlichen Darmausgang nach sich ziehen würden.
Eine Divertikulose kann erneut entstehen, auch in anderen Teilen des Darms.
Quellen
Deutsche Klinik für minimal invasive Chrirugie - Chirurgie bei Divertikulose
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