|
Dysarthrie ist ein Sammelbegriff für verschiedene Störungen des Sprechens, die durch Schädigungen des Gehirnsbzw. der Hirnnervenverursacht werden. Es können dabei sowohl die Koordination als auch die Beweglichkeit der Sprechmuskulatur eingeschränkt sein. Dadurch kann die Artikulation von Lauten verformt bis unverständlich verwaschen klingen. Bei der schwersten Störungsform, der Anarthrie, kann eine völlige Unfähigkeit bestehen, Sprechbewegungen auszuführen (Laute oder Wörter können dann nicht einmal mehr gehaucht werden).
Bei der Dysarthrie sind die am Sprechvorgang beteiligten Muskeln und Organe (Kehlkopfund Stimmbänder) als solche ebenso intakt wie das sprachliche Wissen. Gestört ist lediglich die motorische Innervation der Sprechmuskulatur.
Ursachen für eine dysarthrische Störung liegen in verschiedenen neurologischen
Erkrankungen, wie z.B. dem Parkinson-Syndrom, Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, spinocerebelläre Ataxieoder Chorea Huntington.
Bis zu einem gewissen Grad lassen sich die Symptome einer Dysarthrie durch logopädische Behandlung und ein entsprechendes Training gut beeinflussen.
Die Dysarthrie ist zu unterscheiden von der Dysphonie, der Apraxieund der Aphasiebzw. vor allem im angloamerikanischen von der Dysphasie.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|