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Die Linienorganisation ist eine Art der Hierarchiein Organisationen, welche linearaufgebaut sind. Vor allem wirtschaftliche Organisationenbestehen oft aus verschiedenen Stellen, die unterschiedliche Funktionenwahrnehmen. Es gibt solche, die Weisungen geben und solche, die Weisungen erhalten und ausführen.
"Um innerhalb einer Organisation Aufgabenübertragen zu können ist auch eine Übertragung von Weisungsrechten unbedingt notwendig" (Laux, Niermann). Mit dem ZielAbstimmungsprobleme zu vermeiden wird ein Instanzenzugerrichtet. Es existieren zwei Grundformen von Weisungssystemen: Das Einliniensystem und das Mehrliniensystem.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einliniensystem
- 1.1 Vorteile
- 1.2 betonte Kompetenzen
- 2 Mehrliniensystem
- 2.1 Vorteile
- 2.2 Nachteile
- 2.3 Anwendung
- 3 Siehe auch
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Einliniensystem
Bild:Einlinien1.jpg Das Einliniensystem
Zu Grunde liegt das von Henri Fayol(1929) geprägte Prinzip der Einheit der Auftragserteilung ("one man",
KMU), im militärischen Bereich, bei Organisationen in Krisensituationen, breite Verwendung in öffentlicher Verwaltung in Form von bürokratischen Strukturen. Die sogenannte Fayolsche Brücke ermöglicht auch Organisationsmitgliedern der selben Ebene miteinander zu kommunizieren, obwohl sie nicht zu einer Organisationseinheit gehören.
Vorteile
- eindeutige Unterstellungsverhältnisse [jeder Mitarbeiter hat genau einen Vorgesetzten]
- klare Zuordnung von Aufgaben, Verantwortung und Kompetenzen -> geringeres Risiko von Konflikten
- lückenloser Informationsfluss über die Hierarchieebenen
- gute Kontrollmöglichkeiten
- relativ klare Übersicht hinsichtlich des Aufbaus der Organisation
betonte Kompetenzen
- Qualitäten der Führungskräfte
- mechanistische Präzision / Denken
- der Mitarbeiter soll sich an detaillierte Anweisungen halten
- Verlässlichkeit, reibungslos funktionierend
- Disziplin und Gehorsamspflicht
Mehrliniensystem
Bild:Mehrlinien1.jpg Das Mehrliniensystem
Dieses Weisungssystem basiert auf dem von Frederick Winslow Taylorgeprägtem "Funktionsmeistersystem". Hierbei wird ein Universalmeister von sog. Funktionsmeistern ersetzt. Diese sind Spezialistenauf ihrem Gebiet und geben nur ihren Fachbereich betreffende Anweisungen. Wichtig ist dabei das System der Mehrfachunterstellung: eine untergeordnete Stelle kann nun von mehreren Übergeordneten Weisungen erhalten. Dadurch wird das Prinzip des kürzesten Weges realisiert, da sich nun ein Mitarbeiter direkt an den betroffenen Spezialisten wenden kann.
"Die Spezialisierung der Vorgesetzten soll auch qualifizierte Entscheidungen und Weisungen ermöglichen" (Laux, Niermann S.185)
Vorteile
- Spezialisierung der Leitung durch Funktionsverteilung
- Hohe Problemlösungskapazität
- Direkte Weisungs- und Informationswege
- Betonung der Fachautorität
- Übungsvorteile und kürzere Anlernzeiten
Nachteile
- Problem der Abgrenzung von Zuständigkeiten
- Gefahr von Kompetenzkonflikten
- Großer Bedarf an Leitungskräften
- Großer Abstimmungs- und Kommunikationsbedarf
- Schwierige Zurechenbarkeit von Fehlern
Anwendung
Zumeist in Kleinunternehmen und Personengesellschaften, z.B. in Handwerksbetrieben, in denen aufgrund der klaren Trennung kaufmännischer und technischer Verantwortlichkeiten das Risiko von Reibungsverlusten durch Kompetenzstreitigkeiten minimal ist; darüber hinaus im Rahmen der Matrixorganisationund der Projektorganisation
Siehe auch
Stabliniensystem, Projektorganisation.
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