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Enterobiasis

Madenwürmer
Bild:Enterobius tipD.jpg
Kopf eines Madenwurms (Enterobius vermicularis), künstlich gefärbt
Systematik
Unterabteilung: Bilateria
Überstamm: Urmünder
Überstamm: Häutungstiere(Ecdysozoa)
Stamm: Fadenwürmer(Nematomorpha)
Klasse: Nematoden(Nematoda)
Unterklasse: Secernentea(Secernentea)
Ordnung: Oxyurida(Oxyurida)
Familie: Enterobius(Enterobius)
Art: Enterobius vermicularis
Wissenschaftlicher Name
Protostomia

Der Madenwurm (Enterobius vermicularis syn. Oxyuris vermicularis) ist ein parasitischerFadenwurm, der weltweit, vor allem aber in den gemäßigten Klimazonen verbreitet ist. Die Art Vermicularis befällt Menschen, seltener Affen (in Tiergärten). 500 Millionen Infektionen sind weltweit pro Jahr zu verzeichnen, und zwar in sämtlichen Ländern und in allen sozialen Gruppen.

Etwa 50% aller Menschen wird mindestens einmal im Leben befallen. Der Wurmbefall selbst wird als Enterobiasis oder Oxyuriasis bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Merkmale
  • 2 Lebenszyklus
  • 3 Schadwirkungen
  • 4 Diagnose
  • 5 Weblinks

Merkmale

Die Würmer sind länglich und weiß. Die Weibchen werden bis zu 13 Millimeter lang, während die Männchen nur bis zu 3 Millimeter messen. Die Dicke ist unter 1 Millimeter. Das Weibchen ist aufgrund seiner Größe und seines spitzen Hinterendes vom Männchen unterscheidbar. Es kommen bis zu 3 Larvenstadien vor.

Lebenszyklus

Das durch den Mund aufgenommene Ei wandert durch den Magen, aus dem Ei entwickeln sich schon nach 6 Stunden die ersten Larven, diese wandern vom Dünndarm(wo sie sich bis zu 3 mal häuten) zum bevorzugten Aufenthaltsort rund um den Blinddarm. Dort bilden sie mit ihrem Wirteine Kommensale(Fressgemeinschaft). Das Weibchen legt nachts seine Eier an den Anusfalten ab (5.000 - 17.000) und durch Anus - Finger - Mund-kontakt erfolgt nun die Infektion von Neuem. Anders als viele andere Darmparasiten dringt der Madenwurm nicht in den Blutkreislauf oder in andere Organe als den Darm ein. Er hat auch keine Zwischenwirte.

Schadwirkungen

Meist kommt es zu einem symptomlosen Wurmbefall. Wenn die Weibchen die Eier ablegen, kann es zu starkem Juckreizim Analbereich und damit zu Schlafstörungenen kommen und dies wieder zu Konzentrationsschwierigkeiten vor allem bei Schulkindern führen. Kratzen aufgrund des Juckreizes kann zu Hautabschürfungen (Exkoreationen) führen; diese können sich (als Superinfektion) sekundär bakteriellinfizieren. Ein massiver Befall kann zu Bauchschmerzenund Gewichtsabnahme, Übelkeitoder Symptomen einer chronischen Blinddarmreizungführen, Selten wird bei Mädchen der Genitaltraktbefallen und damit die Entstehung einer Vulvovaginitismöglich. Dem noch mangelhaft ausgebildeten Hygieneverhalten von Kindern entsprechend kann sich ein Madenwurmbefall auf ganze Schulklassen oder Familien ausdehnen. Deshalb ist es auch von entscheidender Bedeutung, zumindest alle Familienmitglieder einer betroffenen Person auch bei Beschwerdefreiheit und fehlendem Wurm(eier)nachweis (am besten mit Mebendazoloder Pyrantelpamoatals gewichtsabhängige Einmalgabe) zu behandeln.

Diagnose

Zur Diagnostik wird mithilfe eines durchsichtigen Klebestreifens ein Abdruck der Analregion gemacht. Die Klebeseite nimmt die abgelegten Eier auf. Unter dem Mikroskop können bei schwacher Vergrößerung die Eier aufgrund ihrer charakteristischen Form erkannt werden: einseitig abgeflacht, oval, mit einer Größe von 25 x 55 µm. Da Madenwurmeier auf der Haut der Perianalregion abgesetzt werden, ist die Untersuchung einer Stuhlprobe nicht sinnvoll!

Weblinks

  • Informationen der AOK zur Madenwürmern
  • Informationendes GesundheitsamtesKiel zur Oxyurioseen:Pinworm

es:Lombriz intestinal fr:Oxyure ko:?? pl:Owsik ludzki sl:Podan?ica

Von "http://de.wikipedia.org/Madenwurm"



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