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Enterochromaffine bzw. enterochromaffin-ähnliche Zellensind sogenannte neuroendokrine Zellenim Epithelgewebedes Verdauungstrakts(Dünndarmbzw. Magen), d. h. sie sind spezialisierte Zellen der Magen- bzw. Dünndarmschleimhaut, die bestimmte Hormoneoder Amineproduzieren und freisetzen. Wegen ihrer Fähigkeit, biogene Amine aufzunehmen und zu metabolisieren, zählen diese Zellen zum APUD-System (amine precursor uptake and decarboxylation).
Die enterochromaffin-ähnlichen Zellen (ECL-Zellen) der Magenschleimhaut stimulieren durch Histaminausschüttungdie Magensäureproduktionder Salzsäure-sezernierenden Belegzellen des Magens.
Die enterochromaffinen Zellen (EC-Zellen) im Dünndarm sondern Serotoninab, das Einfluss auf die Darmmotilität und -sekretion hat. EC-Zellen sind komplizierte Sensoren, die u. a. durch Nahrungsstoffe im Darm zur Sekretion von Serotonin angeregt werden können.
Tumoren der neuroendokrinen Zellen sind typischerweise weiterhin in der Lage, Hormone zu produzieren. Durch die unkontrollierte Übersekretion der Zellhormone kommt es dann zu typischen Krankheitsbildern. Beispiel: Tumoren der EC-Zellen nennt man Karzinoide. Patienten mit einem Karzinoid-Syndrom leiden typischerweise u. a. an Durchfällen und anfallsweisen Hautrötungen (Flush). Die Erforschung dieser Krebserkrankung konzentriert sich daher u. a. auf die genaue Funktionsweise und genetische Feinanalyse der genannten Zelltypen. Mediziner und Zellbiologen versprechen sich von den Erkenntnissen neue Ansätze zur Krebsbehandlung und -prävention.
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