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Unter Entwicklungsstrategie versteht man ein langfristiges Vorgehen um die Entwicklungsdefiziteder Entwicklungsländerzu beseitigen. Die Entwicklungsstrategie stellt ein Teil der Entwicklungspolitikdar.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Geschichte
- 2 Aktuelle Entwicklungsstrategie
- 3 Die verschiedenen entwicklungspolitischen Stategien
- 3.1 Strategie des ungleichgewichtigen Wachstums
- 3.2 Strategie des gleichgewichtigen Wachstums
- 3.3 Abkopplungsstrategie
- 4 Literatur
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Geschichte
Die Entwicklungsstrategie ist ein Teil der Entwicklungspolitik. Zur Geschichte siehe deshalb bei Entwicklungspolitik.
Aktuelle Entwicklungsstrategie
1996wurde von den im Development Assistance Commitee (DAC) der OECDeine Entwicklungsstrategie für das 21. Jahrhundertvorgelegt, mit dem Ziel bis zum Jahr 2015den Anteil der extrem Armen trotz wachsender Weltbevölkerungzu halbieren. Diese Ziele bildeten die Grundlage für die im September2000von der UN-Generalversammlungverabschiedeten Millennium-Entwicklungsziele (siehe Millennium-Gipfel)
Die verschiedenen entwicklungspolitischen Stategien
Strategie des ungleichgewichtigen Wachstums
Die Strategie des ungleichgewichtigen Wachstumssieht, wegen der begrenzten Investitionsmittel, die beste Möglichkeit zur Einleitung einer Gesamtentwicklung in der konzentrierten Förderung einzelner Schlüsselindustrienoder Wachstumszentren. Sie geht davon aus, dass von einem solchen Zentrum Entwicklungsimpulseauf umliegende Regionen ausgehen, oder diese positive Effekte auf die Umgebung ausüben. Dies äußert sich beispielsweise in steigender Nachfrage, neuen Arbeitsplätzen.
Da die Förderung einzelner Zentren zeitweilig eine Verstärkung regionaler Disparitätenhervorruft, befürchten Kritiker, dass sich die Unterschiede auf Dauer sogar verschlimmern, anstatt verringern könnten.
Strategie des gleichgewichtigen Wachstums
Die Strategie des gleichgewichtigen Wachstumsgeht davon aus, dass ein sich selbst tragendes Wirtschaftssystemnur erreicht werden kann, indem in einem großen Gesamtkonzept eine Vielzahl von aufeinander abgestimmten und gleichzeitig vorgenommenen Investitionengetätigt werden. Die Verfolgung dieser Theorie ist jedoch sehr kapitalintensiv.
Abkopplungsstrategie
Die Abkopplungsstrategiefordert ein Abtrennen der Entwicklungsländer vom Weltmarkt. Sie richtet sich nach dem Vorbild des chinesischen Entwicklungsweges unter Mao(?autozentrierte Entwicklung?) und zielt darauf ab, eine eigenständige Wirtschaftund Gesellschaft, gestützt auf eigene Ressourcenund Bedürfnisse, aufzubauen. Die Umsetzung ist jedoch schwierig, da die Entwicklungsländer oft sehr unterschiedlich mit Ressourcen ausgestattet sind und die Binnenmarktgrößenoft nicht ausreichen.
Literatur
- Nuscheler, Franz: Lern- und Arbeitsbuch Entwicklungspolitik, Bonn 2004, ISBN 3-8012-0350-6
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