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Enzephalorrhagie

Bild:Elektroenzaphalogramm 14 alpha.png
14-Kanaliges EEG mit Alpha-Wellen

Die Elektroenzephalographie beziehungsweise -grafie (EEG) ist eine Methode zur Messung bzw. Aufzeichnung elektrischer Gehirnströme, indem Spannungsschwankungendes Gehirnserfasst werden. Aus den so gemessenen Signalenlassen sich Aussagen über die Gehirnaktivitätund den Bewusstseinszustandableiten. Siehe dazu: Gehirnstrom, Ereigniskorrelierte Potenziale(EKP, engl. ERP).

Ursache dieser Spannungsschwankungen sind physiologischeVorgänge innerhalb einzelner Gehirnzellen, die durch ihre elektrischen Zustandsänderungen zur Informationsverarbeitung des Gehirns beitragen. Dank ihrer spezifischen räumlichen Anordnung addierensich die von einzelnen Neuronen erzeugten Ströme in den Zellzwischenräumen auf, so dass sich über den gesamten Kopf verteilte Spannungsänderungen messen lassen.

Die elektrischeAktivität des Gehirns kann mittels Oberflächenelektrodenauf der Kopfhautaufgezeichnet werden. Diese Aufzeichnung wird als Elektroenzephalogramm bezeichnet. 1924entdeckte Hans Bergerdas Elektroenzephalogramm des Menschen (1929publiziert). Er entdeckte auch das Phänomen des Alpha-Blocks. Hierbei handelt es sich um eine sehr auffällige Veränderung des EEG wenn ein Proband seine Augen öffnet oder zu erhöhter mentaler Aktivität angehalten wird.

Aus medizinischen Gründen werden Gehirnströme unter seltenen Umständen auch direkt von der Gehirnoberfläche abgeleitet. In diesem Falle spricht man von einem Elektrocorticogramm. Werden diese Ströme mittels Elektroden gemessen, die sich innerhalb der Gehirnsubstanz befinden, so bezeichnet man das Resultat als Lokale Feldpotentiale.

All diese Methoden haben gemeinsam, dass sie elektrische Änderungen der Gehirnaktivtät messen. Dies unterscheidet sie von verwandten Methoden wie etwa der Magnetoenzephalographie, bei der die mit den elektrischen Strömen einhergehenden Magnetfeldänderungengemessen werden, oder bildgebenden Verfahrenbei denen zumeist Veränderungen der Gehirndurchblutung bestimmt werden.

Die resultierenden Daten können von geübten Spezialisten auf auffällige Muster wie etwa Alpha-Wellenoder Schlaf-Spindelnuntersucht werden. Es gibt aber auch umfangreiche Software-Pakete zur automatischen Signalanalyse. Eine weitverbreitete Methode zur Analysedes EEG ist die Transformationder Daten von der Zeitdomäne (also der gewohnten Darstellung von Spannungsänderungen im Verlauf der Zeit) in die sogenannte Frequenzdomäne. Die so gewonnene Darstellung erlaubt die schnelle Bestimmung von rhythmischerAktivität.

Literatur

  • Mary Brazier: A history of the electrical activity of the brain; the first half-century. New York: Macmillan, 1961.
  • Pravdich-Neminsky VV.: Ein Versuch der Registrierung der elektrischen Gehirnerscheinungen. Zbl Physiol 27: 951?960, 1913.
  • Hans Berger: Über das Elektrenkephalogramm des Menschen in: Arch f Psychiatr 87: 527-570, 1929
  • Cornelius Borck: Hirnströme : Eine Kulturgeschichte der Elektroenzephalographie. Göttingen 2005. ISBN 3-89244-893-0
  • Stephan Zschocke: Klinische Elektroenzephalographie. Berlin : Springer, 2002 (2. Aufl.)

Siehe auch

  • MEG (Magnetoenzephalographie)
  • Hirnstrom
  • Evozierte Potenziale
  • Ereigniskorrelierte Potenziale
  • Neurophysiologie
  • Neurologie

Weblinks

  • Netdoktor.de: Elektro-Enzephalographie
  • OpenEEG: EEG Hardware unter GPL Lizenz(englisch)
  • EEG-Bildbei West-Syndrom(BNS-Epilepsie)da:Elektroencefalografi

en:Electroencephalography es:Electroencefalografía fr:Électro-encéphalographie he:??????????????? is:Heilarit ja:?? ko:?? lt:Elektroencefalografija nl:Elektro-encefalografie no:Elektroencefalografi pl:Elektroencefalografia pt:Eletroencefalograma ru:????????????????????? sv:Elektroencefalografi

Von "http://de.wikipedia.org/Elektroenzephalografie"



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