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| Dieser Artikel erläutert die Therapie in der Orthopädie; für die Nierensteinzertrümmerung (Lithotripsie) findet sich die Beschreibung bei den Nierensteinen.
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Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist eine Stoßwellenbehandlung, mit der folgende Erkrankungen behandelt werden können:
- Schmerzhafte Verkalkung der Schulter (Tendinitis calcarea)
- Schmerzhafte Fersenspornbildung (Fasciitis plantaris)
- Schmerzhafte Trizepssehnenansatzverkalkung am Ellbogen (Olecranonsporn)
- Tennis? oder Golferellbogen (Epicondylitis radialis sive ulnaris humeri)
Methode
Die Möglichkeit der Stoßwellenbehandlung in der Orthopädieoder Unfallchirurgiehat sich aus der Methode der Urologieentwickelt, Nierensteineohne Operation durch alleinige Anwendung von Stoßwellen (Lithotripsie) aus dem Körper zu entfernen.
Ebenso wie in der Urologie werden Schalldruckwellenerzeugt, die in der Tiefe des Körpers gebündelt (fokussiert) werden. Diese Verdichtung der Stoßwellen kann dann durch rhythmische und wiederkehrende Anwendung zur Zerrüttung eines Festkörpers, z. B. einer Verkalkungführen. Die Verkalkung wird durch die Stoßwellenbehandlung zu feinstem "Sand" zerrieben und kann dann vom Körper aufgenommen und auf dem Blutweg abtransportiert und ausgeschieden werden.
Eine andere Methode ist es, Stoßwellen durch den ?piezoelektrischen Effekt? zu erzeugen: Beim Anlegen eines Wechselstromserzeugen bestimmte Quarzkristalledurch Formveränderungen mechanische Schwingungen.
Durchführung
Die Verkalkung wird mit Röntgendurchleuchtung ?geortet? und dabei der Fokus eingestellt. Der Patient liegt dabei auf einem Untersuchungstisch, die betroffene Körperregion liegt in einem Ausschnitt des Tisches auf einem weichen, halbrunden Kunststoffkissen, das mit Wasser gefüllt ist. Die in dieses Kissen eingeleiteten Stoßwellen, die von halbkreisförmigen angeordneten Piezokristallen eingeleitet werden, setzten sich im wässrigen Medium fort und werden in einem Punkt gebündelt.
Die Energieverdichtung erfolgt dann im Zentrum der Verkalkung. Andere Körperstrukturen, die sich in der Nähe der Verkalkung befinden (z. B. Blutgefäße, Nerven, Sehnen) werden von der Stoßwelle zwar erfasst, aber nicht geschädigt, da sie nicht im Fokus der Stoßwelle liegen. Eine einzige Stoßwelle ist als lauter Ton zu hören und wird als Schlag, etwa wie bei einem Fauststoß empfunden. Die Häufigkeit der Stöße beträgt in etwa 100 pro Minute, die Stoßstärke kann der Verkalkung angepasst werden.
Unerwünschte Nebenwirkungen
Neben Blutergüssen kann es zu Schwellungenoder oberflächlichen Hauteinblutungen kommen. Seltener wird von einer kurzfristigen Schmerzverstärkung im Behandlungsgebiet berichtet. Bei nicht sachgerechter Handhabung kann es zu Schäden an knöchernen Strukturen, Blutgefäßen, Nerven oder Sehnen mit Früh? und Spätauswirkungen kommen.
Die während der Behandlung empfundenen Schmerzen werden unterschiedlich stark wahrgenommen, Narkosebereitschaft wird vorgehalten, falls die Schmerzen zu stark werden. Wenn die Anfangsbeschwerden nach drei Sitzungen nicht deutlich besser geworden sind, sollte die Therapie nicht fortgesetzt werden.
Die ESWT als Therapie von Beschwerden im Bereich der Orthopädie gilt nicht als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Kosten des Verfahrens muss der Patient selbst tragen.
Auch bei der ESWT gibt es Therapieversager und Fälle, bei denen sich die Beschwerden nach der Behandlung verstärken. Es bedarf also einer sorgfältigen Indikationsstellung.
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