Bild:VPC 1.jpg Ventrikuläre Extrasystolen (mit Pfeilen markiert) im EKG Als Extrasystolen werden Herzschläge bezeichnet, die zusätzlich zum normalen Herzrhythmusauftreten. Meist sind sie unbedeutend und harmlos, gelegentlich können sie aber auch auf eine bedeutsame Herzerkrankung hinweisen. Der Betroffene spürt Extrasystolen oft als Herzstolpern, was von Laien gelegentlich für gefährlich gehalten wird.
Je nach dem Ort der Entstehung im Herzen (vgl. Anatomie des Herzens) unterscheidet man ventrikuläre Extrasystolen (VES, Entstehung in einer der Herzkammern) und supraventrikulären Extrasystolen (SVES, Entstehung meist in einem der Herzvorhöfe).
Bei einer VES breitet sich die Erregung vom ektopen Schrittmacher über das Herz aus. Im EKGist ein deformierter und verbreiteter QRS-Komplex(vgl. EKG-Nomenklatur) sichtbar.
SVES entstehen oberhalb der Bifurkation des His-Bündels, meistens im Vorhof. Im EKG findet man einen schlanken QRS-Komplex und häufig eine deformierte P-Welle(vgl. EKG-Nomenklatur).
Mehrere Extrasystolen aus einem Erregungszentrum (monotop) erscheinen im EKG gleichartig (monomorph). Polytope Extrasystolen entstehen hingegen in verschiedenen Erregungszentren und unterscheiden sich deshalb auch im EKG (polymorph).
Paarweise auftretende Extrasystolen werden als Couplets, drei oder mehr direkt aufeinander folgende Extrasystolen als Salven bezeichnet.
Folgt auf jede normale Erregung des Herzens eine VES, spricht man vom Bigeminus.
Extrasystolen sollten bei häufigem Auftreten (mehr als 10/ Minute) ärztlich untersucht und gegebenenfalls behandelt werden.en:Premature ventricular contraction
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