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Bei Condylomata acuminata - auch unter dem Begriff Feigwarzen und Feuchtwarzen bekannt - handelt es sich um eine Viruserkrankungund sie sind neben Herpesund Chlamydieneine der häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen. Einordnung nach ICD 10: A63.0
Inhaltsverzeichnis
- 1 Erreger
- 2 Übertragung
- 3 Krankheitsverlauf / Symptome
- 4 Differenzialdiagnose
- 5 Behandlung
- 5.1 ärztliche Eingriffe
- 5.2 medikamentöse Behandlung
- 6 Vorbeugung
- 7 Weblinks
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Erreger
Feigwarzen werden durch das Humane Papilloma-VirusHPV 6 und HPV 11 ausgelöst. Die auch Kondyloma-Viren genannten Erreger sind kugelförmige, unbehüllte, doppelsträngige DNA-Viren (dsDNA), die zu den Papovaviridaegehören, und von denen insgesamt 200 verschiedene Typen bekannt sind. Die meisten von diesen sind für den Menschen völlig harmlos, lediglich die Typen HPV 6 und HPV 11 (zusammen mit HPV 16 und HPV 18) haben sich als krankheitserregend erwiesen, allerdings kommen sie auch am häufigsten vor.
Übertragung
Die Krankheitserreger werden am häufigsten durch Kontaktinfektionbeziehungsweise Schmierinfektionbeim Geschlechtsverkehroder Intimkontakt übertragen, in seltenen Fällen kommen aber auch andere Infektionswege in Frage. Etwa 1-2% der sexuell aktiven Bevölkerung sind akut mit sichtbaren Feigwarzen infiziert und somit auch Überträger der krankheitsverursachenden Viren.
Krankheitsverlauf / Symptome
Zwischen der Infektion und dem Auftreten von Feigwarzen kann eine Inkubationszeitvon wenigen Wochen, jedoch auch vielen Monaten liegen. Bei etwa 10-15% liegt eine stumme (inapparente) Infektionohne sichtbare Feigwarzen vor, allerdings können solche Personen auch Virusüberträger sein. Fördernde Faktoren für das tatsächliche Auftreten von Feigwarzen sind ein geschwächtes Immunsystem, Feuchtigkeit, Entzündungen und Hautverletzungen.
Die Krankheitserreger bilden bei Männern und Frauen meist in der Genitalregion oder am Afterkleine teilweise konfluierende (sich vereinigende) Warzen. Diese machen sich oft durch mehr oder minder starkes Jucken, Brennen oder auch Schmerzen bemerkbar. Die Erkrankung ist auch unbehandelt nicht tödlich, kann jedoch erheblichen negativen Einfluss auf die (sexuelle) Lebensqualität des Patienten erlangen.
In etwa 30% der Fälle heilen aufgetretene Feigwarzen von selbst wieder ab!
Differenzialdiagnose
Eine Infektion mit HPV 6 oder HPV 11 ist von einer Infektion mit HPV 16 und HPV 18 abzugrenzen, da bei Frauen mit einer Infektion der letztgenannten Typen die Gefahr besteht, an Gebärmutterhalskrebszu erkranken. Man hat inzwischen erkannt, dass mehr als 99 % aller Gebärmutterhalskarzinome von diesen HP-Virentypen verursacht werden.
Behandlung
In der klassischen Medizin werden folgende Behandlungsmethoden angeboten:
ärztliche Eingriffe
- Chirurgische Entfernung
- Warzenentfernung mit Laser
- Warzenentfernung durch Elektrokoagulation
- Warzenentfernung durch Kauterisierung(Verbrennung mit Kauter)
- Warzenentfernung durch Kryotherapie(Vereisung). Hier wird mit flüssigen Stickstoffoder anderen Vereisungssprays versucht, die Warzen zu entfernen.
medikamentöse Behandlung
- Bei einer Kauterisierungdurch Verätzungerfolgt eine Behandlung mit den verschiedensten Mitteln wie z.B. Sterillium, Salicylsäurelotionen, und Monochloressigsäure.
- Bei einer äußerlichen zytostatischenBehandlung werden Medikamente wie Trichloressigsäure, 5-Fluorouraciloder Podophyllinbzw. Podophyllintoxinaufgetragen.
- Stärkung der Immunabwehrzur Bekämpfung der warzenverursachenden Viren mit Medikamenten wie z.B. Interferonund Imiquimod(Aldara)
Alle genannten Behandlungsmethoden können aufgrund der exponierten Position der betroffenen Körperstellen mit mehr oder weniger schmerzhaften Irritationen einhergehen. Zudem ist die Therapie häufig langwierig und erfordert ein hohes Maß an Disziplin von den Patienten.
Vorbeugung
Wirksamste Vorbeugung gegen Feigwarzen ist der Gebrauch von Kondomen(der aber auch keinen 100%igen Schutz bieten kann), sowie ein gesundes Immunsystem.
Seit kurzem wird der ImpfstoffGardasil® gegen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 abschließend getestet. Im Oktober 2005 gab die Firma Sanofi Pasteur MSDdie Ergebnisse einer Studie bekannt, bei der die geimpften Personen innerhalb des Untersuchungszeitraumes zu hundert Prozent vor einer Infektion mit diesen genannten Virentypen geschützt waren. Als Nebenwirkungen waren lediglich vereinzelt lokale Hautreaktionen oder leichtes Fieber beobachtet worden. Eine abschließende Beurteilung der Wirksamkeit sowie der Verträglichkeit ist jedoch noch nicht mit letzter Sicherheit möglich. Außerdem ist noch unklar, wie lange ein solcher Impfschutz anhalten wird. Die Forscher vermuten bislang, dass nach jeweils 10 bis 20 Jahren eine Impfauffrischung erforderlich sein wird.
Weblinks
- www.etuxx.com/etuxx über feigwarzeninfektionen
- Informationen über Feigwarzen im Genitalbereich
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