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Gallenblasenverletzung

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Dieser Artikel überschneidet sich thematisch mit Cholezystektomie. Hilf mit, die Artikel unter einem Lemmazu vereinigen oder inhaltlich besser voneinander abzugrenzen. Mehr Informationen stehen auf Wikipedia:Artikel zum gleichen Thema, dort sollte der Grund stehen, warum dieser Baustein gesetzt wurde. Bitte äußere dich dort auch, bevor du diesen Baustein ohne Änderungen entfernst. Cmunier19:05, 25. Aug 2005 (CEST)

Die Entfernung der Gallenblase (lat. Cholecystektomie) ist eine der häufigsten visceralchirurgischen (bauchchirurgischen) Operationen.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Warum muss die Gallenblase entfernt werden?
  • 2 Wann muss eine Gallenblase nicht entfernt werden?
  • 3 Wie entstehen Steine in der Gallenblase?
  • 4 Gallensteinbedingte Erkrankungen
  • 5 Gibt es andere Behandlungsmethoden?
  • 6 Wie wird die Gallenblasenentfernung durchgeführt?
  • 7 Weblinks

Warum muss die Gallenblase entfernt werden?

Meist dann, wenn sich Steine in der Gallenblase gebildet haben und diese Steine zu Komplikationen führen. Der Hauptgrund der Gallenblasenentfernung sind wiederkehrende Kolikenoder eine Entzündung der Gallenblase durch einen Cystikusverschluss. Weitere Gründe können eine Pankreatitisoder ein Gallengangsaufstau sein, die durch kleine Gallenblasensteine immer wieder ausgelöst werden. Andere Gründe können Cholesterolpolypen sein oder ein Gallenblasenkrebs (Karzinom).

Wann muss eine Gallenblase nicht entfernt werden?

Bis zu 10% der Bevölkerung haben Gallensteine. Wenn diese keine Beschwerden bereiten, müssen sie nicht entfernt werden.

Wie entstehen Steine in der Gallenblase?

Der Gallensaft wird in der Leber gebildet. Er wird in den Gallengängen in der Leber und in der Gallenblase gesammelt und dort zwischengespeichert. Bei der Nahrungsaufnahme wird der Gallensaft zeitgerecht über den Hauptgallengang (Ductus hepatocholedochus) in den Zwölffingerdarm abgegeben. Dort dient er der Fettverdauung, d. h., er löst das Nahrungsfett in winzig kleine Fetttröpfchen (als Emulgator), die dann vom Dünndarm aufgenommen werden können. Kommt Nahrung im Zwölffingerdarm an, kontrahiert sich die Gallenblase und gibt den Gallensaft in den Darm ab. Während dieser "Zwischenlagerung" in der Gallenblase wird dem Gallensaft Wasser entzogen, d.h., er wird eingedickt. Durch die Konzentration kristallisiert Cholesterin oder Bilirubin (Gallenfarbstoff) aus und es kommt zur Steinbildung. Es gibt Vermutungen, dass Lebensmittelchemikalien für die Klümpchenbildung in der Gallenblase verantwortlich sind. Danach sollen Konservierungsstoffe, Antioxidationsmittel, Phosphate (PO4 3-) und Farbstoffe mit den Gallensäuren reagieren und Kristalle bilden, die stetig wachsen können. Gallensteine kommen in ganz unterschiedlicher Größe und Anzahl vor. Es gibt sie von Millimeter-Größe bis zu hühnereigroßen Tonnensteinen.

Gallensteinbedingte Erkrankungen

Gallensteine können die Ursache für unterschiedliche Erkrankungen sein: kleine Steine können in den Hauptgallengang rutschen und dort eine Galleabflussstauung verursachen, der Betroffene bekommt eine Gelbsucht(lat. Ikterus); weil der Hauptgallengang gemeinsam mit dem Bauchspeicheldrüsenausführungsgang (Ductus pancreaticus) mündet, kann auch dieser verschlossen werden und es kommt durch den Rückstau zu einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis); Gallensteine können Krämpfe (Koliken) verursachen, die zwar nicht bedrohlich, aber ausgesprochen schmerzhaft sind; es kann zu einer akuten Gallenblasenentzündung mit Fieberund Oberbauchschmerzen rechts kommen; durch den dauernden Reiz auf die Gallenblasenwand können sie über die Jahre hinweg auch einen Gallenblasenkrebsauslösen. Deshalb sollte bei Komplikationen, die durch Gallensteine ausgelöst werden, die Gallenblase entfernt werden.

Gibt es andere Behandlungsmethoden?

Vor einigen Jahren wurde versucht, die Steine in der Gallenblase entweder mit Stoßwellen von außen zu verkleinern bzw. zu zerbröseln oder sie mit Medikamenten aufzulösen. Das hatte aber nicht den erhofften Effekt, weil sich nach kurzer Zeit neue Steine gebildet haben. Letztendlich ist die Entfernung der Gallenblase mitsamt den Steinen die einzige wirklich effektive Methode geblieben. Zur Steinvorbeugung kann man Ursofalk(= Gallensäure vom Bären) einnehmen. Gallengangssteine werden mittels ERCPund Papillotomieentfernt.

Wie wird die Gallenblasenentfernung durchgeführt?

Es gibt zwei Methoden:

  • die offene Gallenblasenentfernung, d. h., die Operation mit Bauchschnitt im rechten Oberbauch; diese Methode ist seit gut 100 Jahren etabliert
  • die laparoskopische Gallenblasenentfernung, d. h., die Operation mit Bauchspiegelung, Kamera und kleinen Schnitten, die sogenannte ?Knopfloch?-Chirurgie.

Dieses Verfahren wird seit etwa 15 Jahren weltweit durchgeführt; derzeit (2005) werden etwa 95-98% aller Gallenblasenentfernungen laparoskopisch operiert.

Zu Beginn der Operation, die in Vollnarkosemit Intubation und Beatmung durchgeführt wird, wird der Bauchraum bis zu einem Druck von ca. 15 mmHg mit Kohlendioxid-Gas gefüllt. Dadurch hebt sich die Bauchdecke von den Eingeweiden ab und der Chirurg gewinnt Raum.

In Nabelhöhe wird die sterile Kamera durch Trokarhülsevon 10-13 mm Durchmesser in den Bauchraum eingebracht. Unter Kamerasicht erfolgt die Anlage der drei sogenannte Arbeitstrokare im Oberbauch. Sie haben 5-10 mm Durchmesser und nehmen die Arbeitsinstrumente (Klemmen, Scheren, Tupfer, Clipsetzer) auf.

Zunächst wird der Verbindungsgang der Gallenblase zum Hauptgallengang, dem Ductus cysticus, und das die Gallenblase versorgende Gefäß, die Arteria cystica, dargestellt und isoliert und schließlich mit Clips verschlossen. Die Clips sind z. T. aus Titan, meist aber aus resorbierbarem Kunststoff, der sich nach etwa drei Monaten auflöst. Diese Strukturen werden durchtrennt und danach die Gallenblase von der Leberunterfläche abgelöst und durch den Nabeltrokar entfernt. Damit eine eitrige Gallenblase nicht durch die Wunde gezogen wird - was eine Wundinfektion nach sich ziehen könnte - erfolgt oftmals im Bauchraum das Verpacken in einen sogenannten Bergebeutel, der dann gemeinsam mit der Gallenblase entfernt wird.

Oft wird ein kleiner Schlauch, eine Drainage, in den rechten Oberbauch eingelegt. Dieser dient zur Ableitung von Sekret und Blut nach außen und wird meist am zweiten Tag nach der Operation gezogen.

Zum Ende der Operation werden das Gas und die Trokare entfernt und die Wunden vernäht.

Bei erheblicher eitriger Gallenblasenentzündung mit Übergriff auf die umliegenden Organe oder vorangegangenen Bauchoperationen mit starken Verwachsungen kann eine laparoskopische Gallenblasenentfernung unmöglich sein; dann muss der Eingriff offen, mit Bauchschnitt weitergeführt werden.

An Komplikationen sind (selten, aber schwer) die Gallengangsverletzung und die Verletzung der A. hepatica zu nennen. Diese ziehen aufwändige Nachoperationen nach sich.

Ebenfalls selten, harmloser, aber unangenehm sind Wundinfektionen, meist an der Nabelwunde.

Weblinks

  • http://www.netdoktor.de/ratschlaege/untersuchungen/cholecystektomie_lap.htm
  • http://www.netdoktor.de/ratschlaege/untersuchungen/Cholecystektomie_konv.htm
  • http://www.gastroenterologe.de/patient/therapie/cholecystektomie.html
  • http://www.comedor.de/public/verfahrenmedizin/MagenDarmLeber/Gallensteinentfernung/15Vorgehen/20Minimalinvasiv.html



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