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| Dieser Artikel behandelt die geographische Region. Für den Asteroiden Gallia siehe Gallia (Asteroid).
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Als Gallia (Gallien) bezeichneten die Römerden geographischenRaum, der überwiegend von Kelten(lat. Galli) besiedelt war.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Geographische Lage
- 2 Geschichte
- 2.1 Kelten
- 2.2 Römische Eroberung
- 2.3 Romanisierung
- 2.4 Spätantike
- 3 Siehe auch
- 4 Weblinks
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Geographische Lage
Bild:Map Gallia Tribes Towns.png Gallien zur Zeit Caesars(58 v. Chr.) unterteilt in Gallia Belgica, Gallia Celtica, Aquitania, Gallia Narbonensis(römische Provinz) und Gallia cisalpina
In modernen geographischen Begriffen gesprochen entspricht dies im wesentlichen dem heutigen Frankreich, Belgienund Norditalien, also dem Gebiet zwischen dem Rheinim Osten, den Alpenund dem Mittelmeerim Süden, den Pyrenäenund dem Atlantikim Westen und Norden. Die Poebenegehörte nach antiker Auffassung nicht zu Italien, sondern zu Gallien (lat. Gallia cisalpina, Gallien dieseits der Alpen). Zur Unterscheidung bezeichnete man das Gebiet jenseits der Alpen, das man heute Gallien nennen würde, als Gallia transalpina.
Geschichte
Kelten
Vor der keltischen Besiedlung sind mehrere Kulturen archäologisch belegt. Seit etwa 700 v. Chr.oder 600 v. Chr.wurde Gallien von keltischen Volksgruppenbesiedelt, die das Gallische, eine keltische Sprache, in diesem Gebiet einführten. Die nichtkeltischen Stämme der Iberernördlich der Pyrenäen und der Ligureram Mittelmeer blieben dabei vorerst eigenständig.
Etwa im Jahre 600 v. Chr. gründeten ionischeGriechen an der Mündung der Rhônedie Stadt Massilia(heute Marseille). Massilia entwickelte sich zu einer bestimmenden Stadt in der Region.
Das Gebiet in der Poebene, das von den keltischen Stämmen der Cenomanen, Insubrerund Boierbesiedelt wurde, kamen etwa 200 v. Chr.unter römischeHerrschaft. Das Gebiet wurde zur römischen ProvinzGallia cisalpina.
Römische Eroberung
Ab 125 v. Chr.begannen die Römer mit der Eroberung der Mittelmeerküste sowie des Rhônetals. 122 v. Chr.gründeten die Römer die Stadt Aquae Sextiae (Aix-en-Provence). 121 v. Chr.errichteten die Römer die Provinz Gallia Narbonensis (die heutige Provence) mit dem wenig später (118 v. Chr.) gegründeten Verwaltungszentrum Narbo.
113 v. Chr.begann der Einfall der germanischen Kimbernund Teutonenin das heutige Südfrankreich und Oberitalien. Im Jahr 105 v. Chr.wurden diese Stämme jedoch durch zwei römische Heere an der Rhône zurückgeschlagen. Im Jahr 102 v. Chr.besiegte der römische Feldherr Gaius Mariusdie Teutonen bei Aquae Sextiae. 101 v. Chr.siegte Marius in Oberitalien nahe dem Ort Vercellae (Vercelli) auch über die Kimbern.
In den Jahren 58- 51 v. Chr.wurde Gallien von Julius Cäsarerobert. Cäsar berichtete über diesen Krieg in seinem Buch De bello gallico - Der Gallische Krieg.
Romanisierung
Bild:REmpire-Gallia.png Die gallischen Provinzen Narbonensis, Aquitania, Lugdunensisund Belgicazur Zeit von Kaiser Augustus
Im Zug der folgenden Romanisierungwurde eine römische Zivilverwaltung eingesetzt. Als Amtssprache wird das Lateinischeverwendet. Dieses entwickelt sich, parallel zu den anderen nicht-italienischen Provinzen unter Einfluss der einheimischen Sprache (hier also des Gallischen) zum Vulgärlatein, das die hauptsächliche Sprachgrundlage des späteren Französischenbildet. Es entsteht eine gallo-römische Mischkultur. Insbesondere in Nîmesund Arlesfinden sich noch heute römische Bauten der Periode.
Den in diesen Provinzen lebenden keltischen Stämmen wurde unter Julius Cäsar etwa 50 v. Chr.die römische Staatsbürgerschaft gewährt. Andere Quellen datieren die Gewährung auf 69n. Chr.
In der Amtszeit von Kaiser Augustus (30 v. Chr.?14n. Chr.) wurde Gallien in die ProvinzenNarbonensis, Aquitania, Lugdunensis und Belgica unterteilt. Unter Domitianentstanden aus dem germanischen Militärsprengel Germania Superior und Germania Inferior.
Spätantike
Ende des 2. Jahrhundertssetzte in Gallien die Christianisierungein. Um 300wurden zahlreiche Festungsanlagen modernisiert. In Lutetia (Paris) residierten zeitweilig einige der römischen Kaiser. Seit der Reichsreform unter Kaiser Diokletianwar das römische Reich in vier Präfekturen (Gallia, Illyricum, Italia et Africa, Oriens) und 15 Diözesen eingeteilt. Die Präfektur Gallia bestand aus den Diözesen Hispaniae (XV), Septem Provinciarum (ehemals Viennensis) (XIV), Galliae (XIII) und Britanniae (XII), wobei letztere bereits um 400 von den Römern geräumt wurde.
Die Völkerwanderung, die am Ende des 4. Jahrhundertseinsetzte, beendete für Gallien eine lange Zeit des Wohlstandes und Friedens als Teil des römischen Reiches. Im Verlauf der Völkerwanderung drangen GermanischeStämme (Vandalen, Alamannen, Westgoten, Burgunder, Franken) nach Gallien ein. Im 5. Jahrhundertetablierten die Franken, Burgunderund Westgotenihre Herrschaft in Gallien, zuerst als Föderaten, dann als souveräne Reiche.
Während einer längeren Übergangszeit wurde die römische Kultur noch vom gallo-römischen Adel gepflegt und insbesondere von der römisch-katholischen Kirche tradiert. Bekannte Persönlichkeiten dieser Epoche waren Gregor von Toursund Sidonius Apollinaris. Auch das westgotische und fränkische Königtum knüpfte an die spätrömische Tradition an. Die Gallo-römische Kulturging in der Spätantike jedoch langsam zugrunde, und spätestens um die Mitte des 6. Jahrhundertsbegann in der Region das Frühmittelalter.
Siehe auch
- Gallo-römische Kultur
- Gallorömer
- Römisches Reich
- Spätantike
- Portalund Themenliste Rom
Weblinks
- http://www.areion.org/areiononline/frankreichc.htmlChronik von Frankreichbg:?????
da:Gallien
en:Gaul
eo:Ga?loj
es:Galia
fi:Gallia
fr:Gaule
he:?????
it:Gallia
ja:???
ko:???
la:Gallia
lt:Galija
nds:Gallien
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no:Gallia
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ro:Galia
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sv:Gallien
wa:Gåle
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