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Hamartome sind tumorartige Fehlbildungen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Definition
- 1.1 Definition I
- 1.2 Definition II
- 2 Gewebsspezifisches Vorkommen von Hamartomen
- 3 Gehäuftes Vorkommen von Hamartomen in verschiedenen Geweben
- 4 Makropathologie
- 5 Mikropathologie
- 6 Quellen
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Definition
Definition I
Der Begriff Hamartom stammt aus dem Griechischenund bedeutet "Fehler". Unter Hamartom versteht man in der Medizin eine Sammelbezeichnung für Gewebsveränderungen, die als Fehlentwicklung mit lokalem Gewebsüberschuss aufgefasst werden. Solche Gewebsveränderungen gelten als gutartig. In seltenen Fällen kann aus einem Hamartom ein bösartigerTumor entstehen, dieser heißt dann Hamartoblastom.
Definition II
Hamartome sind Entwicklungsstörungen von Keimgewebe, die während der Embryonalzeitentstehen. Sie können zu einer versprengten Lokalisation von Körpergewebe im Sinne einer tumorartigen Fehlbildung führen. Hamartome können prinzipiell überall auftreten, häufige Lokalisationen sind insbesondere Haut, Leber, Lungeund Gehirn.
Eine Sonderform sind hamartomartige Neubildungen aufgrund einer eventuell Jahrzehnte zurückliegenden fetalen Inklusioneiner Zwillingsfrucht durch eine andere. Hierbei können recht hochdifferenzierte Neubildungen wie Milchzähne oder Haare an äußerst untypischer Lokalisation entstehen.
Gewebsspezifisches Vorkommen von Hamartomen
Hamartome können in verschiedenen Geweben auftreten.
Im Augewerden Hamartome der Irisals Lisch-Knötchen bezeichnet. Sie werden insbesondere bei der Neurofibromatosebeobachtet.
Im Gehirnkann das sogenannte Hypothalamische Hamartom eine Ursache für epileptischeAnfälle darstellen. In manchen Fällen produzieren diese Hamartome das HormonGnRHund führen bei Kindern somit zu einem vorzeitigem Beginn der Pubertät.
Hamartome der Hautwerden Naevi genannt und kommen in drei verschiedenen Formen vor:
- als Naevus mit Beteiligung der Gefäße: Naevus flammeus
- als Naevus mit Beteiligung der Haare: Naevus pilosus
- als Naevus mit Beteiligung der Farbstoff bildenden Zellen (Melanozyten) Pigment-Naevus
Hamartome des Knochengewebesheißten Exostosen.
Gehäuftes Vorkommen von Hamartomen in verschiedenen Geweben
Gehäuftes Auftreten von Hamartomen ist als Hamartosebekannt. Sie wird insbesondere bei Cowden-Syndromund Peutz-Jeghers-Syndrombeschrieben.
Beim Peutz-Jeghers-Syndromentstehen an vielen Stellen im DarmHamartome.
Manchmal treten Hamartome in mehreren Organsystemen auf. Die Gruppe der Erkrankungen bei denen dies der Fall ist, wird aus historischen Gründen gemäß dem griechischen Wort für Linse ("Phakos") und wegen linsenförmiger Veränderungen des Augenhintergrundes bei manchen diese Erkrankungen Phakomatosengenannt.
Hamartome der Haut werden im Zusammenhang mit anderen Fehlbildungen auch unter dem Begriff Phakomatosezusammengefasst.
Makropathologie
Mikropathologie
Quellen
M. Eder und P. Gedik (Hrsg.): Lehrbuch der Allgemeinen Pathologie und der pathologischen Anatomie. Springer Verlag.
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