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Nihon-koku/Nippon-koku
Japan
| Bild:Flag of Japan.svg (Details)
| Bild:Japan coa kiku.png (Kaiserliches Siegel1)
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| Amtssprache | Japanisch
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| Hauptstadt | Tokio(international auch Tokyo) (?? T?ky?)
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| Staatsform | Parlamentarische Monarchie
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| Kaiser(Tenn?) | Akihito(??)
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| Ministerpräsident | Junichir? Koizumi(?? ???)
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| Fläche2 | 377.835 km²
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| Einwohnerzahl | 127.417.244 (Juli 2005)
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| Bevölkerungsdichte | 337 Einwohner pro km²
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| BIP/Einwohner | 37.566 US-$(2005)
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| Währung | Yen(? En)
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| Zeitzone | UTC+9
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| Nationalhymne | Kimi Ga Yo(???)
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| Kfz-Kennzeichen | J
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| Internet-TLD | .jp
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| Vorwahl | +81
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| (1) Japan besitzt offiziell kein Nationalwappen, verwendet jedoch meist das Kaiserliche Siegel
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| (2) ohne die umstrittenen Kurilen
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| Bild:LocationJapan.png
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| Bild:Japan map.png
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Japan (jap.?? Nihon/Nippon; Bild:Loudspeaker.pnganhören?/ Lizenz) ist nach Indonesien, Madagaskarund Papua-Neuguineader viertgrößte Inselstaatder Welt. Er liegt im Pazifikvor den Küsten Russlandsund Koreas.
Der Landesname setzt sich aus den Zeichen ? (Aussprache ni, in der Bedeutung ?Tag? oder ?Sonne?) und ? (Aussprache hon, in der Bedeutung ?Ursprung? oder ?Wurzel?) zusammen. Japan ist deshalb auch bekannt als ?Land der aufgehenden Sonne?. Sowohl der frühere mythologische Name Cipangu als auch Japan leiten sich vermutlich von der chinesischen Aussprache der Schriftzeichen (chin.
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Mit Japan befasst sich ein eigener Bereich der Kulturwissenschaftund Landeskunde, die Japanologie.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Geographie
- 1.1 Regionale Einteilung
- 1.2 Klima
- 1.3 Naturerscheinungen
- 1.4 Die zehn größten Städte
- 1.5 Infrastruktur
- 2 Flora und Fauna
- 3 Gesellschaft
- 3.1 Minderheiten
- 3.2 Sprache und Schrift
- 4 Wissenschaft und Bildung
- 4.1 Schule
- 4.2 Bibliothekswesen
- 4.3 Forschung
- 4.4 Nobelpreisträger
- 5 Geschichte
- 6 Religion
- 7 Politik
- 7.1 Verfassung
- 7.2 Tenn?
- 7.3 Politische Gliederung
- 7.4 Gesetzgebung
- 7.5 Parteien
- 7.6 Außenpolitik
- 8 Militär
- 9 Wirtschaft
- 10 Kultur
- 11 Sport
- 12 Reiseinformationen
- 12.1 Visum
- 12.2 Impfungen
- 12.3 Geld
- 12.4 Sicherheit für Touristen
- 13 Literatur
- 14 Siehe auch
- 15 Weblinks
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Geographie
Bild:Japan topo.jpg Topographie Japans
Hauptartikel: Geographie Japans
Japan ist eine Inselkette, die sich entlang der Ostküste Asienserstreckt. Die Hauptinseln sind Hokkaid?im Norden, die zentrale und größte Insel Honsh?, sowie Shikokuund Ky?sh?im Süden. Dazu kommen ca. 3.000 kleinere Inseln, die sich vor allem in der Seto-Inlandseeund als Ry?ky?-Inselnkonzentrieren.
Über den gesamten Archipelverläuft eine Gebirgskette, die ungefähr 73% der Landmasse Japans ausmacht. Der höchste Berg Japans ist der Fujisanauf der Hauptinsel Honsh?mit 3.776 m über dem Meeresspiegel. Nur in den Regionen Kant?(Großraum T?ky?) und Kansai(Ky?to- ?saka- K?be) finden sich größere Ebenen. Beide sind dicht besiedelt und der Standort gleich mehrerer Millionenstädte. Auf Grund des Mangels an Flachland werden Berghänge durch Terassenfeldbaukultiviert.
Regionale Einteilung
Hauptartikel: Regionen Japans
Japan ist in acht Regionen eingeteilt: Hokkaid?, T?hoku, Kant?, Ch?bu, Kansai, Ch?goku, Shikokuund Ky?sh?. Diese Einteilung ist historisch begründet und spielt heutzutage nur eine untergeordnete Rolle. Politisch ist Japan in Präfekturengegliedert (siehe Politik).
Klima
Aufgrund der Nord-Süd-Ausdehnung des Landes ist das Klima in Japan sehr unterschiedlich ausgeprägt, die Inselkette erstreckt sich von der kalt-gemäßigten Klimazonein Hokkaid?, mit kalten und schneereichen Wintern, bis in die Subtropenin Okinawa. Dazu kommt der Einfluss von Winden- im Winter vom asiatischen Kontinent zum Meer, und im Sommervom Meer zum Kontinent. Im späten Juniund frühen Julifällt im Süden ein Großteil des Jahresniederschlagesals monsunartigeRegenfront (jap. ???? baiu zensen). Außerdem ist im Sommer und im Herbst Taifun-Saison mit durchschnittlich über zwanzig Wirbelstürmen jährlich.
Japan kann wegen seiner breit gefächerten geographischen Verhältnisse in sechs Hauptklimaregionen eingeteilt werden:
- Hokkaid?: nicht sonderlich starke Niederschläge, aber während der langen kalten Winter größere Schneeverwehungen
- Japanisches Meer: Der Nordwestwind im Winter bringt starken Schneefall. Im Sommer ist diese Region kühler als die pazifische Region, jedoch gibt es hier öfter Föhn.
- Zentrales Hochland (Ch?o-kochi): starke Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter sowie Tag und Nacht, geringe Niederschläge
- Seto-Inlandsee: Die Berge der Region Ch?gokuund Shikokuhalten den Wind auf und führen zu einem ganzjährig milden Klima.
- Pazifikregion: kalte Winter mit geringem Schneefall und heiße trockene Sommer
- Nansei-shoto (Ry?ky?-Inseln): Subtropisches Klima mit warmen Wintern und heißen Sommern. Starke Niederschläge vor allem während der Regenzeit, regelmäßig auftretende Taifune.
Klimadiagramm Wakkanai(Hokkaid?)
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Klimadiagramm Tokio(Honsh?)
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Klimadiagramm Kagoshima(Ky?sh?)
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Naturerscheinungen
Bild:Satellitenaufnahme Japan 01 KMJ.jpg Echtfarben-Satellitenaufnahme der NASA
Japan liegt an der geologischen Bruchzonedreier tektonischer Platten(die Eurasische Platteim Westen und Norden, die Philippinische Platteim Süden und die Pazifische Platteim Osten). Von seinen etwa 240 Vulkanen, die zum pazifischen Feuerringgehören, sind 40 aktiv. In der gesamten Region gibt es nahezu täglich leichtere Erdbeben, in größeren Abständen auch schwere (z. B. Großes Kanto-Erdbeben1923, Erdbeben von K?be 1995). Jedes Jahr findet zum Jahrestag des Kanto-Erdbebens im September eine Übung zum Katastrophenschutzstatt.
Im Spätsommer beginnt die Taifun-Saison, bei der vor allem der Süden und Südwesten Japans von über dem Pazifischen Ozeanentstehenden Wirbelstürmenheimgesucht wird (z. B. von Taifun Tokageim Oktober 2004).
In den letzten tausend Jahren starben in Japan über 160.000 Menschen durch Tsunamis(durch unterseeische Erdbebenausgelöste Flutwellen). Das Land verfügt heutzutage durch Messbojen im Pazifiküber ein effektives Tsunami-Frühwarnsystem. Für die Bevölkerung finden regelmäßig Trainingsprogramme statt, viele japanische Küstenstädte schützen sich durch das Errichten riesiger Deiche. Diese Wälle aus Stahlbetonsind teilweise 10 Meter hoch, bis zu 25 Meter breit und mit stabilen Metalltoren ausgestattet.
Die zehn größten Städte
T?ky?(Tokio) (8.340.000 Einwohner) ? Yokohama(3.375.500) ? ?saka(2.639.700) ? Nagoya(2.213.700) ? Sapporo(1.874.900) ? K?be(1.523.900) ? Ky?to(1.469.500) ? Fukuoka(1.400.100) ? Kawasaki(1.315.900) ? Hiroshima(1.155.600)
Siehe auch: Städte in Japan
Infrastruktur
Bild:Shinkansen.jpg Shinkansen Die gut ausgebauten Bahntrassen Japans haben eine Gesamtlänge von 23.577 km. Das entspricht Platz 14 (Stand 2004) der Weltrangliste (zum Vergleich: Deutschland liegt mit 46.142 km auf Platz 9; Stand 2004; Quelle: CIA World Factbook).
Die Nord-Süd-Verbindung des Shinkansenist die Lebensader des Landes. 1964, zu den Olympischen Spielenwurde das erste Teilstück von T?ky?nach Osakaeröffnet, damit können die Japaner als Erfinder des modernen Hochgeschwindigkeitszugsgelten. Durch kleine Strecken der sieben Nachfolgegesellschaftender privatisierten Staatsbahn JR, durch Privatbahnen, Überlandbusse und Fähren ist nahezu jedes Dorf und jede kleine Insel in Japan an das Netz angeschlossen. In den Städten gibt es exzellente Nahverkehrsverbindungen, U-Bahnen wie in T?ky?, Osaka, Ky?tound vielen anderen, Straßenbahnen wie in Hiroshimaoder Matsuyamaund natürlich Busse. Auch ungewöhnliche Lösungen finden sich in Japan, wie die Einschienenbahn Kitaky?sh?.
Bahn- sowie Nahverkehrsbeförderungsgebühren schwanken stark nach Regionund Betreibergesellschaft, sind aber wegen fehlender staatlicher Subventionierungim allgemeinen hoch.
Ein Autobesitzt in Japan in erster Linie die Landbevölkerung und die obere Mittelklasse. Da die Städte sehr dicht bebaut sind, müssen Japaner in den Ballungsräumennachweisen, dass sie einen Parkplatz besitzen, bevor sie sich ein Auto kaufen können. Es sind rund 45 Millionen Autos im Land zugelassen. In Wohngegenden sind die Straßen sehr eng und haben keine Bürgersteige. Es gibt im Straßenbild auch kaum LKWs, denn nur schmale Kleinlasterkommen in den engen Gässchen überall durch, um kleine Läden oder die an jeder Ecke vorhandenen Getränkeautomatenzu beliefern. Das japanische mautpflichtige Autobahnnetzumfasst rund 7.000 Kilometer, weitere 2.000 sind in Planung. Das Netz ist in staatlicher Hand, die Betreibergesellschaften wurden jedoch im Jahr 2005 in private Gesellschaften in öffentlichem Besitz umgewandelt und sollen eventuell verkauft werden. Auf den Autobahnenherrscht ein Tempolimitvon 110 km/h. In Japan herrscht Linksverkehr.
Bild:Wfm kansai closeup.jpg Kansai Airport
Das gut ausgebaute Straßen- und Bahnnetz ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass im bergigen Inland und zwischen den Inseln viele Tunnelund Brückennötig sind, und dass die Infrastrukturständig durch Erdbeben, Taifuneund Vulkanausbrüchegefährdet ist. Strom- und Telefonleitungensind in Japan grundsätzlich oberirdisch geführt, damit man sie im Katastrophenfall schnell wieder herstellen kann. Ein Problem sind allerdings die unterirdischen Gasleitungen, die meisten Japaner kochen mit Erdgas. Bei Erdbeben brechen dadurch schnell Feuer aus. Zur japanischen Infrastruktur gehört deswegen auch ein dichtes Netz an Katastrophenwarnsystemenund Rettungsinseln.
Auch mit Häfenund Flughäfenist Japan gut ausgestattet, da Japan auf Grund seiner Insellage sämtlichen internationalen Verkehr per Schiff oder Flugzeug abwickeln muss. Die größten Flughäfen sind Tokyo Haneda, Tokyo Narita, Kansai International Airportund der zur EXPO Aichi2005 neu eröffnete Central Japan International Airport. Da ebenes Land in Japan immer knapp ist, wurden die letzten zwei der drei auf künstlichen Inseln im Meer errichtet. Bei Kitaky?sh?und bei K?besind weitere Flughafeninseln im Bau.
Ebenfalls gut ausgebaut ist das Telefonnetz, mittlerweile sind schnelle Internetzugänge Standard und nahezu die gesamte Bevölkerung vom Schulkind bis zum Greis besitzt ein Handy. Japaner begeistern sich schnell für neue technische Spielereien, und man kann davon ausgehen, dass auch in Zukunft viele neue Erfindungen auf diesem Gebiet zuerst auf dem japanischen Markt zu finden sein werden.
Flora und Fauna
Bild:Kamikochi Marsh.jpg Bergwälder bedecken 75% der Landesfläche
Bild:Koi.jpg Die Koiwerden in Japan als Zierfische gezüchtet
Bild:Matsu01.jpg Die Japanische Rotkieferist der meistverwendete Baum Japans
Der Japanische Archipelerstreckt sich in einem langen Bogen von Norden (45. Breitengrad, Hokkaid?) nach Süden (20. Breitengrad, Okinotorishima). Im Inland finden sich eine Reihe Gebirgsketten, die die Baumgrenzeüberschreiten, außerdem gehört zu Japan eine größere Zone im Ostpazifik. Verglichen mit der Enge des Lebensraums, findet sich in Japan eine Vielzahl von Arten. Durch die Position als vorgelagerte Inselgruppe hat sich eine zwar mit ?Kontinentalasien? verwandte,
aber eigenständige Floraund Faunaentwickelt. Besonders erwähnt seien hier die Ogasawara-Inseln(auch: Bonin-Inseln), 1000 km südöstlich von T?ky?, die wegen ihren endemischenSpezies oft mit den Galapagos-Inselnverglichen werden.
Japan liegt am Schnittpunkt von drei Ökoregionen. Die Hauptinseln und die nahegelegenen Nachbarinseln sind Teil der PaläarktischenÖkozone. Die Ry?ky?-Inseln sind Teil der Indomalaischen Region, während die Ogasawara-Inselnzu Ozeaniengerechnet werden.
Bild:Shiba Inu 600.jpg Der Shiba-ken, eine beliebte Hunderasse
Säugetiere: An Großsäugetieren gibt es unter anderem den Braunbärauf Hokkaid?, auf Honshuden asiatischen Schwarzbären, Sikahirsche, und den Japanischen Serau(eine Ziegenantilope). Unter den einheimischen Arten findet sich auch der Japanmakak, der auf der Shimokita-Halbinsel(Präf. Aomori) heimisch ist und damit die nördlichste Affenpopulation der Welt bildet.
Die starke Verstädterungan den Küsten und auf den Japanischen Ebenen hat dazu geführt, dass einige Säugetierarten ausgestorbensind, so der japanische Wolf(Canis lupus hodophylax), der japanische Seelöwe(Zalophus californianus japonicus), der Seeotterund der Fischotter. Hundeund Katzengibt es in Japan in einer breiten Auswahl an Rassen. Als die japanische Hunderasse wird der Shiba Inuangesehen.
Vögel: In Japan sind über 500 verschiedene Vogelarten gesichtet worden. Da die Inselgruppe in jeder Richtung von Meer umgeben ist, sind eine Vielzahl davon Wasservögel. Von Nord nach Süd ist Japan eine wichtige Zwischenstation für Zugvögel. In Sibirienbrütende Vögel finden hier ihr Winterquartier, während die in Japan brütenden Vögel im Winter in Richtung Südostasienziehen. Auf diese Art findet eine Vielzahl von Vogelarten ihren Weg nach Japan. In den Städten finden sich Krähen(besonders die Aaskrähe), Spatzen, Taubenund Rauchschwalben. Nationalvogel ist der Buntfasan. Der Nipponibis(jap. toki, ??) ist ausgestorben. Allerdings wurden einige Exemplare des Nipponibis vom chinesischen Festland eingeführt.
Fische: Die japanischen Küstengewässersind von kalten und warmen Meeresströmungendurchzogen, an deren Berührungslinien gute Wachstumsbedingungen für Planktonbieten. Das Land liegt an einer Belastungskante der Kontinentalplatten, durch deren Verschiebungen sich eine zerklüftete Küstenlinie gebildet hat. Dadurch bietet sich ein guter Lebensraum für eine Vielzahl von Fischarten, und die Küste von Sanrikuoki(???, in der Präfektur Iwate) bis hoch zu den Kurilenist einer der drei reichsten Fischgründe in der Welt. Auch in den Flüssen gibt es eine reichhaltige Zahl von Fischarten, auch begünstigt durch das regenreiche Klima. In den Brackwassergebietender Flussmündungen gibt es eine Vielzahl von Muscheln. Problematisch ist die Wasserverschmutzungund die Betonierung der Flussbetten, die zu einem Aussterbenzahlreicher Arten geführt hat. In den Siebzigern gab es eine starke Umweltbewegung, die erste Erfolge dagegen verbuchen konnte. Die Vielfalt der japanischen Fischwelt lässt sich auch als Tourist erleben, denn Tauchenist in Japan ein beliebter Freizeitsport und in vielen Städten gibt es große Aquarien.
Flora: Japan ist zu rund 75% mit schwer zugänglichen Bergwäldernbedeckt, ein Umstand, der des Öfteren vergessen wird, wenn über die Betonmeere der modernen Metropolenberichtet wird. Durch den vulkanischen Ursprung der Inseln ist eine Vielzahl der einheimischen Arten auf eben diese Umgebungen spezialisiert.
Kulturpflanzen: Wichtigste Kulturpflanze in Japan ist der aus Koreaeingeführte Reis, genau genommen Oryza sativa japonica (Kurzkornreis), historisches Arme-Leute-Essen ist allerdings die Hirse, da der Reis als Steuer entrichtet werden musste. Das Strohwird für die Herstellung von Tatamiverwendet. Ebenfalls angebaut werden verschiedene Bohnensorten, unter anderem die Adzukibohne, und eine Reihe von Gemüsen, darunter Ingwer, Rettichund Spinat. Heimisch sind außerdem verschiedene Zitrusfrüchtewie die Natsumikan, darüber hinaus wurde eine Reihe von Obst- und Gemüsesorten eingeführt. Zur traditionellen Küche gehören außerdem Seetang(u.a. Nori) und Meeresalgen(Wakame). Traditionelle japanische Häuser werden unter anderem aus dem Holz der Sicheltannegebaut. Von nationaler Bedeutung sind auch die Teepflanzeund verschiedene Binsenartenzur Herstellung der Tatamimatten(igusa - Flatterbinse, toushingusa - Dochtbinse).
Gesellschaft
Bild:Japan-demography.png Bevölkerungsentwicklung (x1000)
Hauptartikel: Gesellschaft Japansund Japaner
Die letzte Volkszählungaus dem Jahr 2004weist eine Gesamtbevölkerung Japans von rund 127 Mio. Menschen aus.
Die japanische Gesellschaft ist ethnischund linguistischweitgehend homogen. Trotzdem lassen sich in Japan unterschiedliche Bevölkerungsgruppen ausmachen, in erster Linie nach Generation, Mann und Frau, Bildungsstandund direkt damit zusammenhängend Erwerbssituation und Einkommen sowie nach Stadt und Land.
Aktuelle Probleme der japanischen Gesellschaft sind ein Rückgang der Geburtenrate, Überalterungund Jugendarbeitslosigkeit.
Minderheiten
- Die zahlenmäßig größte MinderheitJapans sind die etwa 650.000 koreanischstämmigen Japaner, die seit Generationen in Japan leben, aber größtenteils nicht die japanische Staatsangehörigkeit besitzen. Die Annahme der japanischen Staatsbürgerschaftwürde unter anderem auch das Annehmen eines japanischen Familiennamens voraussetzen, was einen Verlust der koreanischen Identität und Assimilationbedeuten würde und daher von einigen Koreanern abgelehnt wird.
- Die indigeneMinderheit der Ainuauf der nördlichen Insel Hokkaid?stellt heute nur noch einige zehntausend Mitglieder.
- Die Buraku(auch: Burakumin) sind ethnische Japaner, deren Vorfahren nach shintoistischerund buddhistischerAuffassung unreine Berufe ausübten, daher sind sie noch heute sozial ausgegrenzt.
- Eine weitere Minderheit sind japanischstämmige Südamerikaner, meist Brasilianer, die wieder in das Land ihrer Vorfahren eingewandert sind.
- Ebenfalls in Japan leben zahlreiche Gastarbeiteraus arabischen Ländern, Indienund Südostasien.
Sprache und Schrift
Hauptartikel: Japanische Spracheund Japanisches Schriftsystem
Die Landessprache ist Japanisch und wird von nahezu der gesamten Bevölkerung gesprochen, auch von den meisten Minderheiten. Es existieren zahlreiche regionale Dialekte. In der Schule wird Englischals erste Fremdsprache gelehrt, es wird jedoch häufig kritisiert, dass der japanische Englischunterricht sich zu sehr auf das Bestehen des TOEIC-Testskonzentriert und nur unzureichende Kommunikationsfähigkeiten vermittelt. Häufigste zweite Fremdsprache ist Chinesisch.
Die Japanische Sprache verwendet neben den chinesischen Schriftzeichen(jap. Kanji) auch zwei eigene Silbenschriftsysteme, (Hiraganaund Katakana), die von chinesischen Schriftzeichen abgeleitet sind. Straßen, Bahnhöfe und Ähnliches sind meist in Kanji und in lateinischer Umschrift (R?maji) beschildert.
Wissenschaft und Bildung
Hauptartikel: Bildung in Japan
siehe auch: Liste der Japanischen Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen
Bildung hat in Japan, beeinflusst durch den Konfuzianismus, einen sehr hohen Stellenwert. Abgängern der angesehenen Universitäten stehen in Japan alle Türen offen. Es ist jedoch schwer, einen solchen Studienplatz zu ergattern, die Härte der japanischen Universitätseingangsprüfungen ist berüchtigt.
Schule
Bild:Japanese school uniform.jpg Schüler einer japanischen Mittelschule
Hauptartikel: Schule in Japan
- Die schulische Bildung beginnt bereits im Kindergarten, der aber nicht Teil der Schulpflicht ist. Da in Japan allgemein viel Wert auf das gemeinsame Lernen und Zusammenleben gelegt wird, findet im Kindergarten und in der Grundschule viel Gruppenarbeit statt.
- Das Schulsystem ist eingeteilt in Grundschule (6 Jahre), Mittelschule (3 Jahre) und Oberschule (3 Jahre).
- Die Schulpflichtbeträgt neun Jahre.
- Das Schuljahrin Japan beginnt stets am 1. April.
- Die Schulferien sind im ganzen Land einheitlich: 2 Wochen an Neujahr, 2 Wochen im März/April, 6 Wochen im Juli/August.
- Öffentliche Schulen haben die 5-Tage-Woche, private Schulen oft die 6-Tage-Woche.
- Während der Schulpflicht gibt es kein ?Sitzenbleiben? wie etwa in Deutschland, praktisch jeder Schüler wird automatisch versetzt.
- Schuluniformensind Pflicht. Jede Schule hat ihre eigene charakteristische Uniform.
Bibliothekswesen
Hauptartikel: Japanisches Bibliothekswesen
Forschung
Nach dem Zweiten Weltkriegkonzentrierte sich die Forschungganz auf die Entwicklung neuer Produkte für die Industrie. Hierbei fand eine sehr enge Kooperationzwischen den Entwicklungsabteilungen der großen Firmen und den Universitäten statt. Erst durch Reformenin den 1980erJahren wird auch verstärkt Grundlagenforschunggefördert. Momentanes großes Thema ist die Entwicklung von Robotern, wie die Expo 2005beeindruckend gezeigt hat. Das Hauptthema der Sozialwissenschaftender 1980er Jahre war Nihonjinron, der japanische Versuch der Identitätsfindungen nach den rasanten Wandlungen der letzten anderthalb Jahrhunderte.
Nobelpreisträger
- Physik: Hideki Yukawa(1949) - Shinichiro Tomonaga(1965) - Esaki Reona(1973) Masatoshi Koshiba(2002)
- Chemie: Fukui Kenichi(1981) - Shirakawa Hideki(2000) - Noyori Ryoji(2001) - Tanaka Koichi(2002)
- Medizin: Tonegawa Susumu(1987)
- Literatur: Kawabata Yasunari(1968) - Oe Kenzaburo(1994)
- Frieden: Sato Eisaku(1974)
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Japans; Periodisierung der japanischen Geschichte
- J?mon-Periode
- In der Zeit von 10.000 v. Chr. bis etwa 300 v. Chr.wanderten Menschen (vermutlich) aus Zentralasien, Sibirienund dem südpazifischen Raum in das Gebiet des heutigen Japan ein.
- Yayoi-Periode
- Erste bestätigte Kontakte mit dem chinesischen Reichgab es von etwa 300 v. Chr.bis etwa 300 n. Chr.
- Kofun-Periode
- Große Schlüsselgräberanlagenstammen aus der Kofun-Periode von etwa 300bis 710n. Chr. Es gab einen engen politischen Kontakt mit dem Nachbarland Koreaund Einwanderung von Korea nach Japan. Ab dem 5. Jahrhundertfand die Übernahme der Chinesischen Schriftstatt.
- Nara-Epoche(710? 784)
- In der Nara-Periode wurde der Buddhismusstark gefördert. Die Staatsformlehnte sich an das chinesische Vorbildan.
- Heian-Epoche(794? 1185)
- Aufschwung der höfischen Kultur in Heian-ky? (Kyoto), vor allem Dichtkunstund Literatur. Die Macht des Kaiserswurde allmählich geschwächt und Kriegerfamilien etablierten sich. Zum Ende der Heian-Periode begründete die Minamoto-Familie das erste Sh?gunat.
- Kamakura-Epoche(1192? 1333)
- Während der Kamakura-Periode unternahm Kublai Khanzwei Invasionsversuche in Japan, die jedoch durch später als göttlich interpretierte Taifune(Kamikaze, Götterwind) verhindert wurden.
- Muromachi-Epoche(1338? 1573)
- Die mächtigen unabhängigen Daimy?unterhielten ihre eigenen Armeen. Das Shogunatverlor die Kontrolle, und die ?Zeit der streitenden Reiche? (sengoku jidai) begann.
- Sengoku-Epoche(1477? 1603)
- Die drei Reichseiniger (Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi, Tokugawa Ieyasu) beendeten in der Azuchi-Momoyama-Epoche(1568bis 1603) den über 100-jährigen Bürgerkrieg.
- Edo-Ära(1603 ? 1867)
- In der Edo-Periode schottete sich Japan vom Rest der Welt ab. Die Tokugawa-Familie behielt für über 250 Jahre die Kontrolle über die anderen Daimy?. 1854segelte US-AdmiralMatthew Perrymit seiner Flotte von vier Kriegsschiffen unbehelligt in den Hafen von T?ky?, um einen Brief des US-Präsidenten Millard Fillmorezu übergeben, in dem dieser die Tokugawa-Regierung zum offenen Handel mit den USAauffordert. Die Leichtigkeit, mit der Perry in den Hafen einlaufen konnte, offenbarte die Schwäche des Tokugawa-Regimes. Dies führte zu einem Aufstand regionaler Herrscher und mündete letztlich in eine Wiedereinsetzung des Kaisers, der allerdings wenig reale politische Macht erhielt.
Bild:Mother of Warriors NGM-v31-p553.jpg Japanische Mutter mit Zwillingen, 1917
- Meiji-Ära(1868? 1912)
- Die Reformdes Kaiserhauses unter dem Meiji-Tenn?ab 1868 (Meiji-Restaurationund Moderne) beendete die Zeit des Kriegeradels und läutete die Moderne ein. Das Land erhielt eine moderne Verfassungund ein Parlament, so dass Japan eine konstitutionelle Monarchiewurde. Koreawird 1910von Japan besetzt, wodurch die Beziehungen noch heute belastet werden.
- Taish?-Ära(1912 ? 1926)
- Im Ersten Weltkrieg(1914bis 1918) stand Japan auf Seiten der Alliierten. Die Taish?-Ära war durch kulturelle Dynamik und wirtschaftlichen Aufschwung gekennzeichnet. Es war auch eine Zeit der demokratischen Experimente mit einem parlamentarischen System. Letztendlich scheiterte die Demokratiedurch Instabilität (ähnlich wie in Deutschland während der Weimarer Republik). Das Militär übernahm die effektive Kontrolle und läutete die Sh?wa-Ära ein.
- Sh?wa-ÄraTeil 1 (1926 ? 1945)
- 1931besetzte Japan den Nordosten Chinasund gründete 1932den abhängigen Staat Mandschuko (Mandschurei). 1937attackierte Japan Chinaund begann damit den Zweiten Weltkriegin Asien. Japan vertreibt die europäischen Kolonialmächteaus den südostasiatischen Ländern, um sein eigenes Kolonialreichaufzubauen. Im Dezember1941griffen japanische Truppenden US-Stützpunkt Pearl Harborim Pazifikan und forderten so die USAheraus. Damit weitete sich der Zweite Weltkrieg auf den Pazifischen Ozeanaus. Nicht nur in China, sondern auch in den anderen japanisch besetzten Gebieten Südostasiensgeschahen Kriegsverbrechen. 1945näherten sich die alliierten Truppenden japanischen Inseln, doch besonders auf den kleineren Inseln tobten noch heftige Kämpfe. Der Kaiser, sowie der Premierminister und seine Anhänger wollten Friedensverhandlungen aufnehmen, doch der Militaristische Clan hatte mehr Macht, vor allem über die Armee, was zu einer Weiterführung des Krieges führte. Am 6. August1945warfen die US-Amerikaner eine Atombombeüber der Stadt Hiroshimaund am 9. Augusteine weitere über Nagasakiab. Unter dem Eindruck der AtombombenabwürfekapitulierteJapan am 15. August 1945bedingungslos, der Kaiserverlas um 12.00 Uhr mittags die Kapitulation, welche über Radio übertragen wurde. Noch heutzutage leiden viele Menschen und ihre Nachkommen unter den Folgen der Strahlenkrankheit(Hibakusha).
- Sh?wa-ÄraTeil 2 (1945 ? 1989)
- Nach der Kapitulation beginnt der Wiederaufbau, zuerst unter General McArthur, dann in Eigenregie. Vom ehemaligen Kriegsgegner USAwird Japan als Vorposten gegen den Kommunismusin das westliche Bündnissystem integriert. Eine rasante wirtschaftliche Entwicklung setzt ein, in der Japanische FirmenSchritt für Schritt Marktanteile in allen wichtigen Schlüsselindustrienerobern. Japan erweist sich als stabile, friedliche Demokratie.
- Heisei-Ära(1989 ? heute)
- Faule Bankenkredite und überbewertete Immobilien lassen Anfang der 1990er-Jahre die Bubble Economyplatzen, und Japan rutscht in eine Phase von Deflationund hoher Staatsverschuldung, die wirtschaftliche Stagnation auf hohem Niveau bedeutet. Unternehmen und Banken werden behutsam saniert, und allmählich kommt es wieder zu einem wirtschaftlichen Aufschwung, der allerdings noch nicht als Boom bezeichnet werden kann.
Religion
Bild:Gate'nishihongwanji.jpg Tor zum Nishi-Honganji, Kyoto
Hauptartikel: Religion in Japan
In Japan haben immer mehrere religiöse Glaubensformen nebeneinander bestanden. Die wichtigsten sind der Shint?, der sich von der japanischen Urreligion herleitet, und der Buddhismus, der Japan im 5.oder 6. Jh.erreichte. Die Besonderheit des japanischen Buddhismus liegt darin, dass er in viele verschiedenen Sekten (Schulen) gegliedert ist. In Japan gibt es mit dem Zen-Buddhismusdie strengste Form dieser Religion, aber mit dem Nichiren-Buddhismusauch die undogmatischste. Laut dessen Sektengründer Nichirenmuss man nur einmal im Leben das sogenannte Lotus-Mantraaufsagen, um vollständig erlöst zu werden. Daneben gab es chinesische Einflüsse durch Taoismusund Konfuzianismus, die von Shint? und Buddhismus aufgenommen und integriert wurden. Heute gehören die meisten Japaner (über 80%) beiden Hauptreligionen an, daher kann man die religiöse Grundeinstellung in Japan als synkretischbezeichnen. Das Christentum(weniger als 1% der Bev.) spielt in der Geschichte Japans nur eine untergeordnete Rolle. Seit dem 2. Weltkriegherrscht eine besonders große religiöse Toleranz in Japan: Um die 180.000 Religionsgemeinschaften werden als staatlich anerkannt angegeben.
Politik
Bild:Emperor Akihito and empress Michiko of japan.jpg KaiserAkihitound Kaiserin Michiko
Hauptartikel: Politik Japans
Verfassung
Hauptartikel: Japanische Verfassung
Die geltende japanische Verfassungwurde am 3. November1946verkündet und trat am 3. Mai1947in Kraft. In ihr verpflichtet sich das japanische Volk den Idealen des Friedensund der demokratischen Ordnung. Die Verfassung wurde von der damaligen amerikanischen Besatzungsregierung unter General Douglas MacArthurausgearbeitet, ist aber seitdem nicht geändert worden.
In der Verfassung wird in Artikel 9 Absatz 1 Kriegals souveränes Recht abgelehnt, auch die Androhung militärischer Gewalt als Mittel zur internationalen Konfliktlösung ist verboten. Absatz 2 besitzt besondere Brisanz, da er Japan untersagt ein Militär zu unterhalten. Die japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte und insbesondere deren Auslandseinsätze im Irakund Afghanistansind daher sehr umstritten. Laut eines Artikels der "Japan Times" vom 29.10.2005 arbeitet derzeit die LDPan einem Entwurf der Verfassung, in dem Artikel 9 in Teilen geändert werden soll. Absatz 1 bleibt unverändert bestehen, Absatz 2 soll jedoch gestrichen werden. Es wird ausdrücklich betont, dass das Militär weiterhin nur der Selbstverteidigung dienen soll, aber auch der Sicherung internationalen Friedens und Sicherheit.
Weiterhin wird die Unverletzlichkeit der Menschenrechtebetont. Der Entwurf der Neufassung enthält noch einige weitere, bisher nicht aufgeführte individuelle Rechte u.a. der respektvolle Umgang mit Behinderten und Opfern von Straftaten sowie Schutz persönlicher Daten.
Der Tenn?hat nach der Verfassung rein repräsentative Funktion. Oberster Souverän nach der Verfassung ist das Volk, vertreten durch das Parlament. Das Parlament wählt den Premierminister, dieser beruft sein Kabinett.
Tenn?
Hauptartikel: Tenn?, Japanisches Kaiserhaus
"Symbol des Staates und der Einheit des Japanischen Volkes" ist Akihito, der 125. Tenn?(dt.: Kaiser, wörtlich "vom Himmel (gesandter) Herrscher"). Rechtlich gilt er nicht als Staatsoberhauptund die souveräne Machtliegt allein beim Volk. Sein Vater Hirohito, der Sh?wa-Tenn?, hat 1945bei der KapitulationJapans die Göttlichkeit der japanischen Kaiser zurückgewiesen. Die Verfassung von 1946gibt dem Kaiser keine direkte politische Entscheidungsgewalt; im modernen Japan ist sein Amt zeremonieller Natur. Er ernennt den von beiden Parlamenten gewählten Ministerpräsidenten und den Präsidenten des obersten Gerichtshofes, er verkündet die Gesetze und beruft das Parlament ein. Außerdem ist er oberster Priester des Shint?.
Akihitos Regierungsdevise(Zeitrechnung) lautet heisei. Die Regierungsdevise wird auch als Jahresangabe in offiziellen japanischen Texten verwendet, beginnend mit dem Jahr der Thronbesteigung. Heisei 1 ist das Jahr 1989.
Politische Gliederung
siehe: Präfekturen Japans
Japan ist ein zentralistischer Staat, der lediglich klar umrissene Aufgaben an die 47 Präfekturenzur Durchführung weitergibt. Innerhalb dieser Aufgaben sind die Präfekturen zwar relativ autonom, allerdings immer weisungsgebunden gegenüber der Zentralregierung und auch auf die Finanzierung durch den Zentralstaatangewiesen.
Die 47 Präfekturen gliedern sich in Großstädtesowie Kleinstädteund Dörfer, die kommunale Ebene. Einzige Ausnahme ist die Präfektur Tokio, die in die 23 zentralen Stadtbezirke zum einen sowie umliegende Kleinstädte und Dörfer zum anderen aufgeteilt ist. Die Präfekturen sind in Größe und Bevölkerungsdichte sehr unterschiedlich. Die meisten entfallen auf die Hauptinsel Honsh?, während beispielsweise die zweitgrößte InselHokkaid?nur eine einzige Präfektur hat. Innerhalb der präfekturalen und der kommunalen Ebene gibt es ? im Gegensatz zum nationalen Parlamentarismus? ein präsidentielles System, innerhalb dessen einerseits die Regierungs- und Verwaltungschefs und andererseits die Gemeindeversammlungen und Präfekturparlamente autonomgewählt werden.
Gesetzgebung
Bild:Japanese national diet building.jpg Das japanische Parlamentsgebäude
Das Parlamentist das höchste Organ der Staatsgewaltund die einzige gesetzgebende Körperschaft Japans. Es ist zweigeteilt in Oberhausund Unterhaus(auch Abgeordnetenhaus oder Repräsentantenhaus).
Im Unterhaus sitzen seit den Reformen in den Jahren 1993bis 1996nur noch 480 Parlamentarier, im Oberhaus gibt es 242 Sitze. Von den 480 Sitzen des Abgeordnetenhauses werden 300 in Ein-Mandat-Wahlkreisen nach dem Mehrheitswahlrechtund 180 in 11 regionalen Distrikten nach dem Verhältniswahlrechtgewählt. Passives Wahlrechtfür das Abgeordnetenhaus erhalten alle Männer und Frauen mit dem vollendeten 25. Lebensjahr, für das passive Wahlrechtim Oberhaus muss das 30. Lebensjahr vollendet sein. Wahlberechtigt sind alle japanischen Männer und Frauen mit vollendetem 20. Lebensjahr.
Parteien
- Die Liberaldemokratische Partei(LDP, jap. jiy?minshut? ?????)
- Die Demokratische Partei(minshu-t? ???)
- Die Partei für eine saubere Regierung(jap. k?meit? ???, engl. CGP, Clean Government Party)
- Die Kommunistische Partei Japans(jap. ky?sant? ???)
- Die Sozialdemokratische Partei Japans(jap. shakaiminsh?t? ?????)
Außenpolitik
Hauptartikel: Außenpolitik Japans
Die Hauptpunkte von Japans Außenpolitiknach dem Zweiten Weltkriegsind eine feste Bindung an die USA, Scheckbuchdiplomatie, ein in der Verfassung festgeschriebener Verzicht auf militärische Aggression, und Gebietsstreitigkeiten mit den Nachbarn Sowjetunion/ Russland, VR Chinaund Südkorea.
Die nördlich von Japan liegenden Südkurilengehören seit 1945zur Sowjetunion(ab 1990dem Nachfolgestaat Russland), werden aber von Japan beansprucht. Dieser Konflikt ist ein andauerndes Problem in den japanisch-russischen Beziehungen.
Die kleine Inselgruppe Takeshima(koreanisch: Dokdo) wird von Südkoreaverwaltet und von Japan beansprucht, nachdem sie während der Zeit des japanischen Imperialismusetwa 40 Jahre lang zu Japan gehörten. Im Frühling 2005hat die Einführung eines Takeshima-Tages in einer japanischen Präfektur erneut Zorn in der koreanischen Bevölkerung hervorgerufen.
Besitzansprüche hat Japan neben der Volksrepublik Chinaund Taiwanauch auf die Senkaku-Inseln (chin.: Diaoyu). In der Nähe der Inseln werden Rohstoffe vermutet.
Die Beziehungen zu vielen asiatischen Staaten - insbesondere zur Volksrepublik China, Südkoreaund Nordkorea- sind vor allem wegen einer verpassten Aufarbeitung der imperialistischen Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundertsweiterhin angespannt. Die enge ökonomische Verflechtung und das Weltinteresse an einem Frieden in der Region machen kriegerische Konflikte jedoch unwahrscheinlich; stattdessen flammen immer wieder symbolische Krisenauf.
Gemäß der Verfassung hielt sich Japan lange Zeit aus sämtlichen internationalen bewaffneten Konfliktenheraus und forcierte stattdessen eine auf Freihandelausgerichtete multilaterale Handelspolitik. Im Januar 2004stimmte das Parlamentjedoch zum ersten Mal seit 1945der Entsendung japanischer Soldaten in ein fremdes Land zu, nämlich in den Irak. Während Ministerpräsident Koizumidarin einen Beweis für die engen freundschaftlichen Beziehungen zu den USAsieht, betrachten viele Japaner das als Verfassungsbruch.
Militär
Hauptartikel: Japanisches Militär
Im Artikel 9 der Japanischen Verfassungverzichtet Japan auf das Recht souveräner Staatenzur Kriegsführung. Diese Klauselist in der Welt einmalig, sie wurde nach der Niederlage Japans im Zweiten Weltkriegaufgenommen, um eine erneute militaristische Aggression zu verhindern. Der Artikel erlaubt es jedoch, Truppen zur Selbstverteidigung zu unterhalten. Während der alliierten Besatzung wurde eine Polizeireserve gebildet, mit der Souveränität1953wurde aus diesen ein Jahr später die Selbstverteidigungsstreitkräftegegründet, aufgeteilt in Land-, See- und Lufttruppen. Um der Verfassung zu entsprechen, wird in der Bezeichnung grundsätzlich auf das Schriftzeichen gun (?, "Armee") verzichtet. 1960wurde eine militärische Allianzmit dem ehemaligen Kriegsgegner USAgeschlossen.
In Japan herrscht keine Wehrpflicht. Der Militärhaushalt betrug im Jahr 200445,4 Mrd. US-D. Dies entspricht 1% des BIP, Japan nimmt von den Militärausgaben her Rang 6 in der Welt ein.
Bereits seit der Verabschiedung der japanischen Verfassung werden verschiedene Änderungen diskutiert, unter anderem auch eine Revisiondes Artikel 9, die jedoch auf Grund der hohen Hürden (Zweidrittelmehrheitin beiden Kammern des Parlamentsund Volksabstimmung) nie zustande kamen.
Den ersten internationalen Einsatz führen die Selbstverteidigungsstreitkräfte seit 2004als Alliierteder USAim Irakdurch, was in Japan eine intensive Diskussion um die Verfassungsmäßigkeit solcher Einsätze hervorgerufen hat. Der Aufbau der de-facto-Armee und der internationale Einsatz wird im linken Lager als Bruch der Verfassung gesehen, während das rechte Lager den Artikel 9 als von der amerikanischen Besatzungsregierung aufgezwungen ansieht und diesen kippen möchte.
Von Seiten der Volksrepublik Chinawird häufig der Vorwurf hervorgebracht, dass in Japan ein neuer Militarismusim Entstehen begriffen ist. Historisch sind diese Ängste dadurch begründet, dass China im Antijapanischen Krieggroßes Leid (geschätzte 18 Millionen zivile Opfer) zu beklagen hatte. An dieser Stelle erwähnt werden sollte allerdings, das Japan seit dem Zweiten Weltkrieg keine militärische Aggression gezeigt hat und im Gegenteil ein aktiver Fürsprecher der atomaren Abrüstungwar, China hingegen mehrere Konflikte mit seinen Nachbarn verursacht hat (Einmarsch in Tibet1959, Indisch-Chinesischer Grenzkrieg1962, Zwischenfall am Ussuri1969, Chinesisch-Vietnamesischer Krieg1979). Tatsächlich sehen militärische Bedrohungsszenarien in Japan in erster Linie eine Landung chinesischer Truppen an der Küste. Im Jahr 2005wurde ein weiteres Konfliktgebiet deutlich, als Japan zum ersten Mal den Schutz Taiwansals Teil seiner Interessen definierte.
Ein zweites Bedrohungsszenario bietet Nordkorea, das bereits mehrfach Raketen über japanisches Territorium gefeuert hat und die Weltöffentlichkeit im Jahr 2005 mit der Behauptung überrascht hat, Atomwaffenzu besitzen. Aus diesem Grund arbeitet Japan eng mit der USAan der Entwicklung eines gemeinsamen Raketenabwehrschilds.
Das dritte Bedrohungsszenario ist ein terroristischer Anschlag, wie der Anschlag auf die Tokyoter U-Bahndurch die ?mu Shinriky?-Sekte im Jahr 1995gezeigt hat. Durch das Engagement im Irakbestehen Befürchtungen, dass Japan auch Ziel islamistischer Gruppierungen werden könnte, entsprechende Hinweise hat es bereits gegeben.
Wirtschaft
Hauptartikel: Wirtschaft Japans
Japan ist eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliertund privatisiertwurde.
Der Exportim Jahr 2003betrug 363 Milliarden Euro. Damit liegt Japan auf Platz 3 der exportstärksten Länder hinter Deutschlandauf Platz 1 und den USAauf Platz 2.
Eine gute Zusammenarbeit zwischen Staat und Industrie, eine starke "Arbeitermentalität", die Beherrschung von Hightech, ein großes Augenmerk des Staates auf Ausbildung und ein vergleichsweise geringes Verteidigungsbudget (1 % des Bruttoinlandproduktes) haben Japan geholfen, binnen kurzer Zeit hinter den USAund der EUdie drittgrößte Wirtschaftsmachtder Welt zu werden. Spektakulär: über drei Jahrzehnte hinweg hatte Japan nur Wirtschaftswachstum zu verzeichnen: ein Durchschnitt von 10 % in den 1960ern, durchschnittlich 5 % in den 1970ern, und 4 % Wirtschaftswachstum in den 1980ern. Erst in den 1990ernwurde das Wirtschaftswachstum durch die Spätfolgen von Fehlinvestitionenwährend der späten 1980er stark gebremst. Staatliche Versuche zur Wiederbelebung des Wirtschaftswachstums haben zu kleinen Erfolgen geführt und wurden später während der Jahre 2000und 2001durch eine Verlangsamung der amerikanischen und asiatischen Märkte gehemmt.
Das Regierungskabinettum Junichiro Koizumihat Gesetze zur globalen Privatisierungerlassen (teilweise vergeblich) und mit der Erlassung von Gesetzen zur Kontrolle von ausländischen Investorenversucht, die noch schwächelnde japanische Wirtschaftanzuregen. Obwohl bereits einige dieser Gesetze erlassen wurden, hat die Wirtschaft noch nicht reagiert, und die alternde japanische Bevölkerung soll nun die japanische Wirtschaft ankurbeln.
Ein derzeit großes Problem Japans ist die Arbeitslosigkeit. Experten der japanischen Wirtschaft geben sie mit vier Millionen an, während die Dunkelzifferbei rund 10 Millionen Arbeitslosen liegen soll. Grund der latenten Arbeitslosigkeit sind der Unkündbarkeitsstatusvieler nicht mehr benötigter Angestellter sowie der für eine freie Marktwirtschaftsehr starke Eingriff des Staates in die Wirtschaft, der unter anderem ABM-Stellen beinhaltet. Seit 2004 befindet sich die Wirtschaft allerdings wieder in einem leichten Aufschwung.
Kultur
Bild:TofukujiGarden1.jpg Kare-san-sui-garten im Tofukuji, Kyoto
Bild:SakuraBlossomsCloseUp.jpg Kirschblüte
Hauptartikel: Kultur Japans
In der modernen Japanischen Kultur gehen viele Elemente auf die ganz eigene Tradition des Landes zurück, wodurch Japan im Kreis der Industrienationen seinen individuellen Charakter bewahrt hat.
In der Archäologiesind die ersten Zeugnisse der kulturellen Frühgeschichte Keramiken der J?mon- und Yayoi-Periode. Ab dem 4. Jahrhundertkamen dann viele Elemente der chinesischen Kultur nach Japan, zuerst Landwirtschaftstechniken wie der Reisanbauund Handwerkstechniken wie Bronzeschmiedekunst und der Bau von Hügelgräbern, dann ab dem 7. Jh.auch die Schriftkulturund die Fünf Klassiker, der Konfuzianismusund der Buddhismus.
In der Heian-Zeitkam es zu einer ersten Blüte, als der Hofadelaus dem chinesischen Erbe eine eigenständige Japanische Dichtkunstund Literaturentwickelt.
In den darauf folgenden Epochen wurde das Land immer wieder von Bürgerkriegenverwüstet, wodurch der Schwertadel, die Bushi, (später als Samuraibezeichnet), zur wichtigsten Schicht aufstieg. Neben der Kriegskunst und der Schwertschmiedekunst bildete sich auch eine neue Form des Buddhismus, der Zenheraus, der den Kriegern zusprach.
Erst in der Edo-Zeitim 17. Jh., unter den Tokugawakam das Land wieder zur Ruhe. Die Samurai wurden zu einer Beamtenschicht, die ihre Kriegertugenden in den Kampfkünsten (?? bujutsu) bewahrte. Der Einfluss des Zenspiegelte sich nun auch in Dichtkunst, Gartenkunstund Musik wieder. Durch Frieden und wirtschaftlichen Aufschwung kam in dieser Zeit auch die vierte Schicht, die Händler, zu Reichtum. Da ihnen der soziale Aufstieg verwehrt war, suchten die Händler in der Kunst einen Weg, die Samurai zu übertrumpfen. Sie förderten Teehäuser, in denen die Geishasdie Teezeremonie, Blumensteckkunst, Musik und Tanz praktizierten. Sie förderten auch das Kabuki-Theater. In den Städten bildeten sich besondere Vergnügungsbezirke, besonders in Edo, wo die Daimy?das halbe Jahr unter der direkten Kontrolle des Sh?gunverbringen mussten.
Eine dritte Blütezeit der Kultur erlebt Japan jetzt in der Nachkriegszeit, in der Japan eine lebhafte Popkulturhervorgebracht hat, die westliche Einflüsse und japanische Tradition verbindet. Animeund Manga, Japanische Filmeund Popmusiksind auch in Übersee beliebt .
Sport
Bild:JapanSumoMatch.jpg Sum?
Sport ist in Japan bereits in der Asuka-Zeit(7. Jh.) nachgewiesen, als eine Gesandtschaft aus Koreaam Hof der Kaiserin K?gyokudurch einen Sum?kampfunterhalten wurde. Die Bushi, der erstarkende Kriegerstand zum Ende der Heian-Zeit(11. Jh.), betrieben ebenfalls Sport als Vorbereitung auf den Kampf, in erster Linie Schwertkampf, Reiten, Bogenschießenund Schwimmen. In der Edo-Zeit, einer friedlichen Periode, verfeinerten die zu Verwaltungsbeamten gewordenen Samuraidiese Techniken zur Kampfkunst (bujutsu), und durch den Einfluss des Zen-Buddhismus auch eine spirituelle Komponente erhielten.
Im Rahmen der Meiji-Restauration(zweite Hälfte des 19. Jh.) kam auch der westliche Sport nach Japan, darunter athletische Sportarten und Mannschaftssportarten wie Baseball, heute der beliebteste Sport (siehe Baseball in Japan) und Fußball (siehe Fußball in Japan). Anfang des 20. Jahrhunderts wurden aus den klassischen Bujutsu-Künsten die heutigen Kampfkünste und Kampfsportarten entwickelt, darunter J?d?, Aikid?und Kend?. Das Karateentwickelte sich auf Okinawa.
Heutzutage wird eine breite Vielfalt von Sportarten in Japan betrieben, in erster Linie in Clubs an Schulen und Universitäten. Die Insellage hat Surfenund Tauchensehr beliebt gemacht. Als Sport der Salarymengilt Golf, eine Mitgliedschaft in einem Golfclub können sich allerdings nur die wirklich gut Verdienenden leisten. Überall in Japan finden sich daher hoch umzäunte Anlagen, auf denen der Abschlag geübt werden kann. Hokkaid?und die Präfektur Naganosind Zentren des Wintersports.
Reiseinformationen
siehe Hauptartikel: Tourismus in Japan
Visum
Deutschland, Österreichund die Schweizhaben mit Japan ein Abkommen zur Visabefreiung geschlossen. Bei der Einreise erhalten Staatsbürger dieser Länder eine Aufenthaltserlaubnis für 90 Tage, eine Verlängerung des Aufenthaltes auf insgesamt 180 Tage lässt sich bei einem der regionalen Einwanderungsbüros beantragen.
Zu folgenden Zwecken ist eine visafreie Einreise möglich: Besichtigung; Erholung; Besuche bei Verwandten, bzw. Freunden; Teilnahme an Konferenzen; Geschäftszwecke (wie z.B. Markterhebungen, Geschäftskontakte, Verhandlungen, Vertragsunterzeichnungen, Serviceleistungen an nach Japan importierten Maschinen); Teilnahme an Amateurwettbewerben sportlicher oder anderer Natur, oder ähnliche Aktivitäten während eines kurzzeitigen Aufenthaltes in Japan.
Für längere Aufenthalte gibt es die Möglichkeit, ein Working Holiday Visumzu beantragen.
Impfungen
Impfungen sind nicht erforderlich, wenn man direkt von Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach Japan fliegt.
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Poliound Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Auf kleineren Inseln im Süden Japans soll noch Japanenzephalitisvorkommen. Bei Reisen hierhin ist die entsprechende Impfung zu erwägen.
Geld
Bargeldloses Zahlen ist in Japan nicht so weit verbreitet wie in Europa. Es ist daher ratsam, jederzeit eine angemessene Menge an Bargeld mit sich zu führen. Der einfachste Weg für europäische Touristen, sich in Japan mit Geld zu versorgen, ist die ec-Kartean einem der zahlreichen Geldautomatender Japanischen Postzu benutzen. Die Bedienung der Automaten ist in englischer Sprache möglich, viele dieser Automaten sind allerdings nur zu den üblichen Öffnungszeiten der Postfilialen zugänglich. Pro Tag lassen sich 50.000 Yenabheben.
Die oft empfohlenen Reisescheckssind dagegen eher problematisch, da sie nur von wenigen Banken eingetauscht werden. Kreditkartensind in Japan nicht so weit verbreitet wie in den USA oder in Europa. Es ist möglich, daß Kreditkartenzwar akzeptiert werden, dann aber lediglich in Japan ausgestellte Karten gelesen werden können. In solch einem Falle wäre die in Deutschland ausgestellte Karte nutzlos; die Situation hat sich aber in den letzten Jahren stetig verbessert. An Geldautomaten der Postämter lassen sich in der Regel mit jeder Art von Kreditkarte Bargeld abheben.
Nur wenige Bankfilialen (nach Foreign Exchange Bank fragen) wechseln ohne weiteres ausländisches Bargeld in die Landeswährung.
Sicherheit für Touristen
Japan gilt generell als ein sicheres Land, also auch für Touristen. Die bei Reisen üblichen Sicherheitsvorkehrungen sollten trotzdem getroffen werden.
Literatur
- Dambmann, Gerhard: Gebrauchsanweisung für Japan, Piper 2002, ISBN 3-492-27513-3
- Irmela Hijiya-Kirschnereit, Japan. Der andere Kulturführer, Frankfurt am Main: Insel, 2000, ISBN 3458170111
- Pohl, Manfred: Japan, Beck (Beck'sche Reihe Länder), München 2002, ISBN 3-406-48104-3
- Mayer, Hans Jürgen / Pohl, Manfred (Hrsg.): Länderbericht Japan, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1998, ISBN 3534127439
- Shunpei Ueyama, Japanische Denker im 20. Jahrhundert, München: iudicium 2000, ISBN 3891296258
- Hisako Matsubara: Weg zu Japan, Bastei Lübbe 1986 bzw. Knaus 1983
Siehe auch
- Japanische Nationalhymne
- Portal:Japan
Weblinks
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| Wiktionary: {{{2|Japan}}} ? Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
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- Länder- und Reiseinformationendes Auswärtigen Amtes
- Botschaften Japans in Deutschland, Österreichund der Schweiz
- Japanische Fremdenverkehrszentrale
- Japanlink ? Die interkulturelle Verbindung zwischen Japan und Deutschland
- Japan Statistics Bureau(englisch)
- US Library of Congress ? Japan: Country Studies? umfangreiches Hintergrundmaterial (englisch, Public Domain)
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