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Magendruck

Die Magenschleimhaut (lat.Tunica mucosa gastrica) ist die innere Auskleidung (Schleimhaut) des Magens. Sie besteht aus einem Epithel, einer Eigenschicht (Lamina propria mucosae) und eine Verbindungsschicht (Tela submucosa, Submukosa) zur weiter außen liegenden glatten Muskulaturder Magenwand.

Die Schleimhaut des Magens ist je nach Füllungszustand in Falten gelegt. Die Schleimhaut zeigt eine Felderung, diese "Felder" werden als Areae gastricae bezeichnet. Von der Schleimhaut gehen kraterartige Vertiefungen zur Eigenschicht aus, die als "Magengrübchen" (Foveolae gastricae) bezeichnet werden.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Epithel
  • 2 Lamina propria mucosae
    • 2.1 Kardiadrüsen
    • 2.2 Fundusdrüsen
    • 2.3 Pylorusdrüsen
  • 3 Submukosa

Epithel

Das Epithel der Magensschleimhaut besteht nur aus einer Zellschicht aus hochprismatischen (höher als breit) Zellen("einschichtiges hochprismatisches Epithel"). Die Zellen (Epitheliocyti superficiales gastricae) sind durch sog. tight junctionsfest untereinander verbunden. Im Epithel sind zahlreiche schleimproduzierende Zellen eingestreut. Der Schleimdieser Zellen und der der Magendrüsen (s. u.) schützt das Epithel vor der im Magen produzierten Salzsäure.

Lamina propria mucosae

Die Eigenschicht besteht aus Bindegewebe, Blutgefäßen, Lymphgefäßen, Zellen des Immunsystems(teilweise als Lymphfollikel) und Drüsen. Die Magendrüsen münden in die Magengrübchen. Es handelt sich um schlauchförmige (tubuläre) Drüsen. Je nach Magenregion sind diese unterschiedlich ausgebildet und erfüllen auch unterschiedliche Funktionen. Man unterscheidet Kardia-, Fundus- und Pylorusdrüsen. Im Epithel der Magendrüsen sind neben exokrinenZellen auch endokrintätige Zellen integriert, die zum gastrointestinalen endokrinen System gehören.

Zur Submukosa hin besitzt die Eigenschicht eine Lage aus glatter Muskulatur, die Lamina muscularis mucosae. Am Übergang zur Submukosa liegen Gangliendes Meißner-Plexus(Plexus submucosus).

Kardiadrüsen

Die Kardiadrüsen (Glandulae cardiacae) erstrecken auf den Bereich des Mageneingangs (Cardia), lediglich bei Schweinennehmen sie fast die Hälfte des Magens ein. Bei Pferdensind sie auf einen Randbereich am Übergang von der kutanen zur eigentlichen Schleimhaut ausgebildet.

Die Drüsenschläuche sind verzweigt und gewunden. Ihre Wand besteht aus den eigentlichen Drüsenzellen (Epitheliocyti cardiaci), die ein alkalisches, schleimiges Sekret absondern.

Fundusdrüsen

Die Fundus- oder auch Eigendrüsen (Glandulae gastricae propriae) bilden den eigentlichen Magensaft. Sie erstrecken sich auf den Magenboden (Fundus) und -körper (Corpus ventriculi). Es sind gestreckte Schlauchdrüsen mit verschiedenen Zelltypen. Diese Schläuche werden in 3 Abschnitte unterteilt:

  • Isthmus: der Engstelle am Übergang zum Magengrübchen
  • Hals (Cervix)
  • Mittelstück (Pars principalis, Drüsengrund)

Die Zellen des Isthmus sind wenig ausdifferenzierte Zellen und dienen dem Ersatz für Epithelzellen. Zudem bilden sie Schleim zum Schutz der Schleimhaut.

Die Nebenzellen (Mucocyti cervicales) kommen im Halsbereich des Drüsenschlauches vor. Es sind nur wenige Zellen, die iso- bis hochprismatisch sind und einen basalen Zellkern besitzen. Auch die Nebenzellen sondern einen schützenden Schleim ab.

Die Hauptzellen (Exocrinocyti principales) sind hochprismatisch mit einem basal liegenden Zellkern. Sie bilden Pepsinogen, die Vorstufe des EnzymsPepsin, Lipase(Fettspaltendes Enzym) und bei Wiederkäuerndas Lab. Das Pesinogen wird in sogenannten Zymogengranula in den Zellen zwischengespeichert.

Die Belegzellen (Exocrinocyti parietales) liegen zwischen den Hauptzellen oder ihnen außen an. Sie produzieren die Salzsäuresowie einen für die Cobalamin-Resorption notwendigen Intrinsic Factor. Sie enthalten intrazelluläre Sekretkapillaren mit Mikrovillizur Vergrößerung der Abgabefläche. Belegzellen sind relativ groß, eosinophil (mit Eosinanfärbbar) und besitzen häufig 2 Zellkerne.

Pylorusdrüsen

Die Pylorusdrüsen (Glandulae pyloricae) liegen am Magenausgang (Pylorus). Sie sondern, ähnlich den Kardiadrüsen, ein alkalisches, schleimiges Sekret ab. Sie sind isoprismatisch, der Zellkern ist teilweise stark abgeflacht. Im Epithel der Pylorusdrüsen sind neben den exokrinen Drüsenzellen (Exocrinocyti pylorici) auch endokrine Zellen integriert. Diese G-Zellen bilden das HormonGastrin.

Submukosa

Die Tela submucosa stellt eine Verschiebeschicht dar. Sie besteht aus Bindegewebe, Gefäßen, Nerven, lymphatischen Einlagerungen und Fettgewebe.

Von "http://de.wikipedia.org/Magenschleimhaut"



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