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Magenfistel

Magendasseln
Bild:Horse Botfly Imago.png
Gasterophilus intestinalis
Systematik
Überklasse: Sechsfüßer(Hexapoda)
Klasse: Insekten(Insecta)
Unterklasse: Fluginsekten(Pterygota)
Überordnung: Neuflügler(Neoptera)
Ordnung: Zweiflügler(Diptera)
Familie: Magendasseln
Wissenschaftlicher Name
Gasterophilidae
Arten
  • Pferdemagenbremse (Gasterophilus intestinalis)
  • Gasterophilus pecorum

Die Magendasseln oder -bremsen (Gasterophilidae) stellen eine Familieder Zweiflügler(Diptera) dar. Wie die Vertreter der Dasselfliegen(Oestridae) leben die Larven der Tiere parasitisch und befallen Huftiere, vor allem Pferde. Sie werden häufig auch den Dasselfliegen als Unterfamilie zugeteilt.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Merkmale
  • 2 Vorkommen
  • 3 Fortpflanzung
  • 4 Entwicklungszyklus
  • 5 Schadwirkung

Merkmale

Die ausgewachsenen Fliegen sind mittelgroß und meist pelzig behaart. Die Flügel sind sehr gut ausgebildet und die Tiere sind gute Flieger. Im Flug geben sie einen markanten Brummton von sich, der ihre potentiellen Wirtebereits stark verstört und Fluchtinstinkte auslöst. Die Mundwerkzeugeder Magendasseln sind zurückgebildet und die Tiere nehmen als Adulte (Ausgewachsene) keine Nahrung zu sich. Ihre Lebenszeit ist entsprechend mit einem bis sieben Tagen sehr kurz.

Vorkommen

Von den Magendasseln sind etwa 25 Arten weltweit bekannt, davon sind 10 in Europa anzutreffen.

Fortpflanzung

Die begatteten Weibchen der Magendasseln fliegen ihre Opfer an und legen die Eier in das Fell und verkleben sie dort. Die häufigste europäische Art, die Pferdemagenbremse(Gasterophilus intestinalis) bevorzugt dabei den Brust- und Bauchbereich oder die Beine, andere Arten legen die Eier in Mundnähe und Gasterophilus pecorum wählt auch Gegenstände in der Nähe der Pferde zur Eiablage. Bei manchen Arten legt das Weibchen bis zu 5000 Eier, die meisten Arten legen allerdings weniger.

Entwicklungszyklus

Bild:Magendassel.jpg
Larve der Magendassel des Pferdes

Die Larven schlüpfen nach etwa einer Woche, die Larven von Gasterophilus intestinalis erst nach Berührung mit dem Speichel des Wirtstieres. Die Junglarven dringen dann in die Mundhöhle ein und haken sich mit den Mundhaken in der Zunge oder der Wange fest. Von hier wandern die Madenin den Schlund und setzen sich unter dem Kehldeckel fest. Hier beginnen sie mit ihrer Blutmahlzeit, in deren Verlauf sie zum Magen und zum Darm wandern und sich dort mit Hilfe von Dornenkränzen festhaken. Eine charakteristische Eigenschaft der Larven dieses Stadiums sind HämoglobinhaltigeFettkörperzellen, die durch den weißen Körper deutlich sichtbar sind. Mit diesen sind die Larven in der Lage, sehr effektiv Sauerstoffzu binden, obwohl sie auch gänzlich ohne diesen auskommen. Der Magen des befallenen Pferdes kann mehrere Hundert dieser Parasiten enthalten. Die verpuppungsreifen Larven verlassen ihren Wirt durch den Afterund verpuppen sich im Boden.

Schadwirkung

Die Magendasseln parasitieren ausschließlich bei Einhufern, also bei Pferden, Eselnoder Maultieren, die Gattung Gyrostigma auch bei Nashörnern. Seltener kommen sie auch bei Hundenund auch beim Menschen vor und werden hier als "Hautmaulwurf" bezeichnet, da sie sich unter der Haut entlangfressen. Die Entwicklung wird in diesen Fehlwirtenjedoch nicht abgeschlossen und die Larven gehen im zweiten Larvenstadium zugrunde.




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