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Magensäure oder Magensaft, chemisch gesehen eine wässrige Lösung, die Salzsäure( H3O+ + Cl-) und das eiweißspaltendeEnzymPepsinenthält, wird von den Belegzellendes Magensvon Menschen und Tieren produziert und weist einen pH-Wert von etwa 1-1,4 (nüchtern) bis 2-4 (voll) auf. Sie dient dem Aufschluss der Nahrung (Denaturierungvon Proteinen, Spaltung von Kohlenhydraten) und hat eine bakterizideWirkung.
Der Magensaft wird von Drüsenin der Schleimhautdes Magens gebildet und abgegeben.
Reize zur vermehrten Sekretionvon Magensäure sind unter anderem Stimulationdes Parasympathikus(kann auch optischdurch den sog. Pawlowschen Reflex ausgelöst werden), Histaminfreisetzung, Gastrinfreisetzung.
Alkohol, insbesondere Bier, fördert die Magensäureproduktion, was zu Gewichtzunahmeführen kann. Colakann durch dessen besonderen pH-Wertvon etwa 1 in bestimmten Fällen hilfreich sein, Magenbeschwerden zu heilen.
Fließt die Magensäure in die Speiseröhre, macht sich dies durch Sodbrennenbemerkbar.
Sekretion
Die Abscheidung der Salzsäure aus den Belegzellen in den Magen ist ein komplexer und energieintensiver Vorgang. In einem mehrstufigen Prozess werden dabei zum einen Oxonium-Ionen erzeugt und eingebracht und und in einem zweiten Prozess Chloridionenaus dem Blutplasma eingetauscht. Im einzelnen sind die Schritte:
- Durch Carboanhydrasekatalysierte Bildung von H+ Ionen in den Zellen.
- Austausch von H+ gegen K+mittel einer H+/K+-ATPase.
- Austausch des gebildeten HCO3- durch Cl- aus dem Blutplasma.
- Rezirkulation von K+ und gleichzeitige Abgabe von Cl- in den Magen mittels passiver Transportmechanismen.
Siehe auch: Sodbrennen
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