Bild:Naloxon.png Strukturformel Naloxon
Naloxon, eine Kurzbezeichnung für L-17-Allyl-4,5-epoxy-3,14-dihydroxy-6-morphinanon.
Naloxon gehört mit Naltrexon(Nemexin®) zu den reinen Opioidantagonisten, sie wirken als kompetitive Antagonistenan allen Opioidrezeptoren.
Damit heben sie die Euphorie die durch Opioideverursacht wird teilweise oder ganz auf.
Naloxon hat eine Wirkdauer von ca zwei Stundenund wirkt damit kürzer als die meisten Opioide. Daher muss es gegebenenfalls auch nachinjiziert werden.
Naloxon in Kombination mit Tilidin
Naloxon unterliegt einem hohen First-Pass-Effekt, was dazu führt, dass es bei oraler Anwendung seine antagonistischeWirkung nicht entfalten kann. Bei Patienten mit Leberschaden wird Naloxon nicht mehr größtenteils bei der ersten Leberpassage abgebaut und schwächt so die Wirkung des Tilidins. Bei mißbräuchlicher parenteralerAnwendung wird Naloxon ebenfalls nicht abgebaut und entfaltet seine Wirkung: Tilidin bleibt ohne Wirkung. Gleiches gilt für eine mißbräuchliche orale Überdosierung (Die Leberenzyme sind gesättigt und es kann nicht mehr alles Naloxon während der ersten Passage eliminiert werden).
Aus diesem Grund unterliegt diese Kombination nicht dem Betäubungsmittelgesetz.
Handelsname: Valoron N®
Anwendungsgebiete
- Notfallmaßnahme bei Opioid-Überdosierung
Weblinks
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