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Narbenbruch

Ein Narbenbruch ist eine durch Überdehnung einer Narbeverursachte Hernie, die meist im Bereich der vorderen Bauchwand auftritt.

Narbenbrüche sind weit verbreitet und betreffen Männer und Frauen aller Altersgruppen. Eventuell empfiehlt der Arzt einen chirurgischen Eingriff.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Anatomie
  • 2 Symptome und ihre Ursachen
  • 3 Chirurgische Vorgehensweise
  • 4 Risiken und Komplikationen
  • 5 Nach dem Eingriff
  • 6 Zusammenfassung
  • 7 Weblinks

Anatomie

Der Magenund der Darmsind für die Verdauungund Absorbierung der aufgenommenen Nahrungzuständig. Beide liegen im Bauchraum. Sie werden von drei Schichten bedeckt und geschützt. Die erste Schichte ist eine dünne Membran, das Peritoneum (Bauchfell). Die zweite Schicht ist eine Wand, die aus Muskeln besteht. Die letzte ist eine Hautschicht.

Symptome und ihre Ursachen

Wenn die Muskeln des Bauchraums schwach werden, können die Verdauungsorganeund die erste Schicht (das Peritoneum) durch diese Schwachstelle hindurchdrücken. Dies fühlt sich wie eine Beule unter der Haut an und wird Bruchgenannt. Es gibt im Wesentlichen drei Arten von Brüchen: am Nabel, in der Leistenregionund als Narbenbruch. Diese Zusammenfassung beschreibt die Behandlung von Narbenbrüchen.

Ein Narbenbruch tritt an der Stelle einer vorhergehenden Operationim Bauchraum auf. Sie kann sowohl gleich nach dem Eingriff als auch mehrere Jahre später auftreten. Die Muskelschwächekann durch das Heben schwerer Gegenstände noch verschlimmert werden. Brüche neigen dazu, mit der Zeit immer größer zu werden. Sie können gefährlich sein, da die Organe im Bauchraum, wie zum Beispiel der Darm, im Bruch stecken bleiben oder sich verdrehen können und sich dadurch die eigene Blutzufuhrabschneiden könnten. Diese Art des Bruches kann zum Absterbender betroffenen Organteile führen und macht eine komplexere und risikoreichere Operation notwendig. Ein operativer Eingriff ist die einzige Art, das Problem zu korrigieren.

Chirurgische Vorgehensweise

Eine Korrektur des Bauchwandbruches kann sowohl unter lokaler Betäubung als auch unter Vollnarkosedurchgeführt werden. Dies hängt jedoch von der Größe des Bruches und der Verfassung des Patienten ab. Über dem Bruch wird ein Einschnitt gemacht. Der Inhalt wird in den Bauchraum zurück geschoben. Die Muskeln werden wieder miteinander verbunden. Ist die Schwachstelle in der Muskelwand jedoch zu groß, entscheidet sich Ihr Arzt eventuell dafür, ein Netz über die betreffende Stelle zu legen, um die beiden Enden der Muskeln miteinander zu verbinden. Danach schließt der Chirurg den Hauteinschnitt wieder.

Risiken und Komplikationen

Dieser Eingriff ist sehr sicher. Es gibt jedoch einige mögliche Risikenund Komplikationen. Sie sind zwar unwahrscheinlich, aber möglich.

Die Risiken und Komplikationen betreffen einerseits die Vollnarkose, andererseits die Art des Eingriffs. Risiken, welche die Vollnarkose betreffen schließen unter anderem ein: Schlaganfälle, Nierenversagenund Lungenentzündungen.

In den Beinen können Thrombosenauftreten. Gewöhnlich werden solche Thrombosen einige Tage nach dem Eingriff festgestellt. Sie können eine Schwellung des Beins und Schmerzen verursachen. Thrombosen können jedoch aus den Beinen über die Blutbahn in die Lungegelangen, wo sie Atemnot, Brustschmerzen und möglicherweise den Tod zur Folge haben. Manchmal entsteht eine Atemnot akut. Eine kurze Liegezeit nach der Operation kann das Risiko von Thrombosen verringern. Einige der Risiken sind dagegen genereller Natur was einen chirurgischen Eingriff betrifft: Infektionenkönnen den Einschnitt im Bauch betreffen. Eine Behandlung solcher Infektionen kann den Gebrauch von Antibiotikaüber einen längeren Zeitraum beinhalten, sowie eventuell eine erneute Operation. Blutungen, entweder während oder nach der Operation. Dadurch kann eine bläuliche Verfärbung der Haut auftreten. Narben, die schmerzen und/oder unschön aussehen.

Andere Risiken und Komplikationen betreffen hingegen speziell diese Art des Eingriffs. Allerdings sind auch diese sehr selten. Es ist dennoch wichtig, über sie informiert zu sein. Es könnten Organeim Bauchraum verletzt werden, wie z.B. Magen und Darm. Eine Verletzung an den genannten Organen könnte zu Langzeitschädenführen und weitere Operationen notwendig machen. Diese Gefahr ist wiederum sehr gering.

Der Bruch könnte an der selben oder einer anderen Stelle wieder auftreten. Falls ein Netz eingesetzt wurde und sich eine Infektion entwickelt, kann es nötig werden, das Netz wieder zu entfernen, damit die Infektion verschwindet.

Nach dem Eingriff

Nach der Operation wird der Patient erst in den Aufwachraumgebracht und anschließend in einen normalen Raum verlegt. Eine Schwellungum den Einschnitt herum und eine bläuliche Verfärbung der Haut sind normal. Um einen erneuten Bruch zu vermeiden, sollten für einige Wochen weder schwere Gegenstände gehoben werden, noch sollte häufiges Bücken statt finden.

Zusammenfassung

Bauchwandbrüche sind ein weit verbreiteter Zustand, der Menschen jeden Alters betrifft. Falls er nicht behandelt wird, kann ein Bruch schwere Schmerzen und ernsthafte Komplikationen verursachen. Normalerweise wird zur Behandlung eines Bruches eine Operation empfohlen. Eine solche Operation ist sehr sicher und effektiv. Risiken und Komplikationen sind sehr selten.

Weblinks

  • Deutsche Klinik für minimal invasive Chirurgie - Chirurgie bei Narbenbrüchen



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