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Epistaxis (von gr.??????? ?darauftröpfeln?) ist das medizinischeFachwort für Nasenbluten.
Die Hauptursache für Epistaxis ist digitaleManipulation (also Nasenbohren). Nasenbluten an sich ist normalerweise kein lebensbedrohlicher Notfall, problematisch ist allerdings ein unstillbares Nasenbluten, oder eventuelle Hintergrunderkrankungen oder -ursachen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Ursachen
- 2 Erkennen
- 3 Gefahren
- 4 Sofortmaßnahmen
- 5 Weitere Maßnahmen durch den Rettungsdienst
- 6 Weitere Therapie im Krankenhaus
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Ursachen
Die Ursachen für Epistaxis sind unterschiedlich; neben der bereits erwähnten digitalen Manipulation (mit dem Finger) spielen verschiedene Medikamente (z.B. Marcumar) und Krankheiten Bluthochdruckeine wesentlich Rolle.
Es werden zwei verschiedene Arten von Epistaxis unterschieden:
1. so genanntes habituelles Nasenbluten
- tritt vor allem bei Kindernauf
- lokale Ursachen wie Gefäßverletzung im Bereich des Locus Kiesselbachi
- physikalische oder chemische Schädigung der Nasenschleimhaut
- Trauma(z. B. Frakturder Schädelbasis, Fraktur der Nasenscheidewand)
- Nasenfremdkörper
- Rhinolithen
- Nasen- und Nasennebenhöhlentumore
- Basalfibroid
2. Epistaxis als Symptomeiner Allgemeinerkrankung bei
- akuten Infektionskrankheiten(z. B. Virusgrippe, Typhus)
- Gefäß-und Kreislauferkrankungen(z. B. Arteriosklerose, Hypertonie, Osler-Rendu-Weber-Krankheit)
- hämorraghischerDiathese(z. B. Hämophilie)
- Thrombozytopathie(z. B. Willebrand-Jürgens-Syndrom)
- Vitamin K-Mangel
- Skorbut
Erkennen
Epistaxis ist sehr einfach an austretendem Blut aus der Nase zu erkennen. In den meisten Fälle ist es dunkelrot und maximal leicht koaguliert.
Gefahren
Die größte Gefahr beim Nasenbluten ist, in Verbindung mit Bewusstseinsstörungen, die Aspiration, also das Einatmen von Blut in die Luftröhre. Auch ist Blut ein sehr starkes Brechmittel, da es mit Magensäure reagiert und sein Volumen dabei stark vergrößert - so etwas sieht oft einem Blutsturzähnlich.
Bei lang anhaltendem Nasenbluten besteht ebenfalls die Gefahr des Volumenmangelschocksund, damit verbunden, der Bewusstlosigkeit.
Sofortmaßnahmen
Die Sofortmaßnahmen umfassen in diesem Fall, neben der Betreuung des Patienten, die richtige Lagerung des Kopfes. Der Betroffene beugt sich vor und lässt das Blut nach vorne aus der Nase fließen. Die Kühlung des Nackens mit einer kalten Kompresse (zum Beispiel einem in ein Handtuch eingeschlagenem Kühlakku) verschafft in vielen Fällen deutliche Besserung.
In besonders schwerwiegenden Fälle (hoher Blutverlust, Bewusstseinstrübung des Patienten, lange anhaltendes Nasenbluten) ist wie folgt vorzugehen:
- Notruf(veranlassen)
- Ständige Überprüfung der Vitalparameter
- anhaltendes Betreuen des Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes
Weitere Maßnahmen durch den Rettungsdienst
Je nach Grunderkrankung richtet sich die Therapie des Rettungsdienstes:
- Sollte dem Nasenbluten ein erhöhter Blutdruck zugrundeliegen, so werden meist Antihypertensivaverabreicht.
- Teilweise wird die Nase tamponiert, in manchen Fällen auch mit verdünntem Adrenalin
- In Abhängigkeit vom Blutverlust: Venöser Zugangund Infusionstherapie
Weitere Therapie im Krankenhaus
Im Krankenhaus wird das entsprechende Gefäß, meist in einer HNO-Abteilung, verödet. Diese Prozedur ist in der Regel nach 15 Minuten beendet und der Patient kann das Krankenhaus ohne Probleme wieder verlassen.
Als dauerhafte Nachbehandlung zur Kräftigung der Nasenschleimhaut - insbesondere der Schleimhaut der Nasenscheidewand und deren Gefäße- hat sich tägliches Einreiben des Naseninneren mit ein paar Tropfen Olivenöl bewährt. Die habituelle Blutungsneigung kann damit bis zum völligen Verschwinden gebracht werden.
Siehe auch:
Bild:Wiktionary-ico-de.png
| Wiktionary: {{{2|Epistaxis}}} ? Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
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