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Natriumhydroxid

Strukturformel
{Na+}1{OH-}1
Allgemeines
Name Natriumhydroxid
Andere Namen Ätznatron, kaustisches Soda, Natronlauge (wässrige Lösung)
Summenformel NaOH
CAS-Nummer 1310-73-2
Kurzbeschreibung weißer, kristalliner Feststoff
Eigenschaften
Molmasse 40 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 2,13 g/cm³
Schmelzpunkt 319 °C
Siedepunkt 1390 °C
Dampfdruck ? Pa(x °C)
Löslichkeit gut löslich in Wasser (1260 g/l bei 20 °C)
pH-Wertder Lösung 14 bei c = 1 mol/l
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
Bild:Gefahrensymbol C.png
C
Ätzend
R- und S-Sätze

R: 35
S: 26-36/37/39-45

MAK 2 mg/m3
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheitenverwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Normbedingungen.

Natriumhydroxid (auch Ätznatron, kaustisches Soda), chemische Formel NaOH, ist ein weißer hygroskopischerFeststoff mit einem Schmelzpunkt von 319 °C und einer Dichte von 2,13 g/cm3. In Wasser löst es sich unter großer Wärmeentwicklung zur stark alkalisch reagierenden Natronlaugeauf. Mit dem Kohlenstoffdioxid der Luft reagiert es zu Natriumcarbonatund muss deshalb in verschlossenen Behältern aufbewahrt werden. Als starke Baseverdrängt es schwächere und flüchtige Basen aus ihren Salzen.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Herstellung
  • 2 Verwendung
  • 3 Sicherheitshinweise
  • 4 Weblinks

Herstellung

  • Umsetzung von Natriumcarbonatmit Calciumhydroxidzu Natriumhydroxid und Calciumcarbonat:

\mathrm{Na_2CO_3 + Ca(OH)_2 \rightarrow 2\,NaOH + CaCO_3}
Das wenig lösliche Calciumcarbonat wird abfiltriert. Im Filtrat verbleibt das gut lösliche Natriumhydroxid.

  • Elektrolyse von Natriumchloridzu Natronlauge, Wasserstoffund Chlorgas(Chloralkali-Elektrolyse).

Es existieren mehrere industrielle Verfahren:

  1. Amalgam-Verfahren
  2. Diaphragma-Verfahren
  3. Membran-Verfahren

(siehe auch Chlor-Alkali-Elektrolyse)

Allen Verfahren gemein sind zusätzliche Reinigungs- und Aufkonzentrierungsstufen, um zu wasserfreiem Natriumhydroxid zu gelangen.

  • Im Labor kann man Natriumhydroxid durch Reaktion von elementarem Natriummit Wasser unter Bildung von Natronlauge und Wasserstoff gewinnen (1). Nach dem Eindampfen der Natronlauge bleibt festes Natriumhydroxid zurück (2).
(1)
\mathrm{2\,Na_{(s)} + 2\,H_2O_{(l)} \rightarrow 2\,NaOH_{(aq)} + H_{2\,(g)}}
(2)
\mathrm{NaOH_{(aq)} \rightarrow NaOH_{(s)}}

Verwendung

  • Herstellung von Seifen
  • Herstellung von Farbstoffen
  • Herstellung von Celluloseaus Holzund Stroh
  • Herstellung von Kunstseide
  • Merzerisierenvon Baumwolle
  • Fett-, Öl- und Petroleumreinigung
  • Bauxitaufschluss(Vorstufe in der Aluminiumherstellung)
  • Synthese verschiedener Chemikalien (beispielsweise Natriumhypochlorit, Natriumphosphat, Natriumsulfid, Natriumaluminat)
  • Herstellung von entmineralisiertem Wasser: Regeneration von Ionentauschern
  • Entwickeln von belichtetem Platinenmaterialin der Elektronik
  • Bestandteil von Rohrreinigern
  • Herstellung von Brezelnfür die braune Färbung und den "seifigen" Geschmack
  • Regenerierung von Vollentsalzern für Labor- und Aquarium-Bedarf
  • Ätzen von Messing/ Neusilber und Kupferplatten für den Modellbauer

Sicherheitshinweise

  • Wegen Erblindungsgefahr ist eine Schutzbrille zu verwenden.
  • Schutzhandschuhe tragen.
  • In einem dicht verschlossenen Kunststoffbehälter aufbewahren.

Weblinks

  • Herstellung von Natriumhydroxid nach dem Amalgam-, Diaphragma- und dem Membranverfahrenbg:???????? ??????

ca:Hidròxid sòdic en:Sodium hydroxide es:Hidróxido sódico fi:Natriumhydroksidi fr:Hydroxyde de sodium it:Idrossido di sodio ja:???????? lv:N?trija hidroks?ds nl:Natriumhydroxide no:Natriumhydroksid pl:Wodorotlenek sodu ru:????????? ?????? sv:Natriumhydroxid zh:????

Von "http://de.wikipedia.org/Natriumhydroxid"



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