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Negermusik ist im deutschen Sprachgebrauch ein abwertender und rassistischerAusdruck für die von Schwarzen geprägten Musikstile Bluesund Jazz, der in den 1930erJahren und vor allem im dritten Reich geprägt und als entartetbezeichnet wurde. Vor allem Jazz war den Nationalsozialistenein Dorn im Auge. So wurde bereits 1927durch entsprechende Protestaktionen Ernst KreneksOper »Johnny spielt auf« mit musikalische Anleihen des Jazz zu einem Skandalstück aufgebauscht.
Kritikpunkte der Nationalsozialisten waren unter anderem »sinnlose Anwendung von Synkopen«, die »Schlagzeugorgien«, »künstlerische Zuchtlosigkeit«, »Verlotterung und Verschlampung im musikalischen Ausdruck« und die »unanständigen Tanzformen« bis hin zur Verunglimpfung als »politischen Kampfmittel der Juden«.
Bereits 1930veröffentlichte der thüringische Volksbildungs- und Innenminister, der Nationalsozialist Wilhelm Frick, einen »Erlaß wider die Negerkultur für deutsches Volkstum«.
1931wurde von der Reichsregierungunter Franz von Papenein Auftrittsverbot für afro-amerikanische Musiker veranlasst.
Heute wird vereinzelt in ablehnenderweise Hip-Hop, selbst bei Interpreten anderer Hautfarbe, in diese Kategorie eingeordnet, da oft viele, vorwiegend von Schwarzen durchgeführte Handlungsweisen, wie Gestik, Sprache bzw. Slangoder Statussymbole von weißen Hip-Hoppern übernommen werden.
Der Begriff taucht, in diesem Zusammenhang vor allem von älteren Menschen gebraucht, auch als generelle Bezeichnung für Rock- und Popmusik bzw. fremdsprachiger Musik auf.
Siehe auch: Neger, Nigger, Entartete Kunst
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