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Nephrotisches Syndrom ist ein medizinischerSammelbegriff für mehrere Symptome, welche bei verschiedenen Erkrankungen des Glomerulumsauftreten. Es ist gekennzeichnet durch Proteinuriemit einem Proteinverlust über 3,5 g am Tag, Periphere Ödeme, Hypalbuminämie,Hyperlipoproteinämieund Hyperlipidämie.
Pathogenese
Das nephrotische Syndrom entsteht durch eine vermehrte Durchlässigkeit des Glomerulums für Proteine, dabei überwiegt der Anteil des Albumins, welches auch im Blutplasma die größte Fraktion einnimmt.
Für das Auftreten der peripheren Ödeme ist einerseits der Austritt von Flüssigkeit aus dem Gewebeauf Grund des verminderten onkotischen Druckesund andererseits die auf der Niereninsuffizienzberuhende vermehrte Retentionvon Natriumverantwortlich.
Die Hyperlipidämie entsteht dadurch, dass der Körper versucht, den onkotischen (=kolloidosmotischen) Druck durch Neusynthese von Apo-Lipoproteinen auszugleichen.
Ursachen
Die häufigste Ursache eines nephrotischen Syndroms beim Erwachsenen ist die membranöse Glomerulonephritis. Beim Kind ist dies die Minimal-Change-Glomerulonephritis.
siehe auch: Glomerulonephritis
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