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Unter einer Hämaturie (altgr. ????: häma ?Blut?; ?????: ouron ?Harn?) wird das vermehrte Vorkommen von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) im Urinverstanden. Der Urin eines gesunden Menschen kann geringe Mengen an roten Blutkörperchen in einer Größenordnung von maximal 5 Erythrozyten pro Mikroliter enthalten. Ist das Blut schon mit freiem Auge als Rotfärbung des Urins sichtbar, wird von einer Makrohämaturie? als Gegensatz zur Mikrohämaturie? gesprochen. Letztere kann nur durch eine mikroskopischeBeurteilung festgestellt werden. Eine Untersuchung mittels Urinteststreifenkann nicht zwischen roten Blutkörperchen und Hämoglobinunterscheiden.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Pathophysiologische Einteilung der Hämaturie
- 2 Mögliche Ursachen einer Hämaturie
- 3 Diagnostik
- 4 Weblinks
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Pathophysiologische Einteilung der Hämaturie
Für die Behandlung einer Hämaturie bzw. ihrer Ursache ist nötig zu wissen wo die Blutungsquelle lokalisiert ist. Hierzu wurde die Unterteilung in glomeruläre und postglomeruläre Hämaturie getroffen. Bei einer glomerulären Hämaturie werden Erythrozyten durch geschädigte Basalmembranen der Glomerularkapillaren gepreßt und dadurch beschädigt. Mikroskopisch erkennt man dysmorphe Erythrozyten, die auch als Akanthozythenbezeichnet werden. Im Gegensatz dazu findet man bei einer postglomerulären Hämaturie keine morphologisch veränderten Erythrozyten, da sich die Blutungsquelle nach dem Glomerulusbefindet und sie sich damit nicht durch die Lücken einer Basalmembran zwengen müssen.
Mögliche Ursachen einer Hämaturie
- Harnwegsinfektion
- Nierensteine
- Nierenentzündung
- Nierentumore
- Harnblasentumore
- Prostatatumore
- Störungen der Blutgerinnung
- Blutbeimengungen aus der Scheide
- Verletzungen nach Legen eines Blasenkatheters
Diagnostik
- Ultraschalluntersuchung
- Harnuntersuchung
- Blasenspiegelung (Zystoskopie)
- Gynäkologische Untersuchung
- CT der Nieren
- iv-Pyelogramm
Siehe auch: Hämatochezie? Hämatospermie? Menstruation
Weblinks
- AHC-Konilium: Blutungen aus den Harnwegen
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