|
Als Nierenbecken (lat.Pelvis renalis, griech.Pyelos) bezeichnet man das trichterförmige obere Ende des Harnleiters, das als Sammeltrichter für den Urinaus den Sammelrohrendient.
Das Nierenbecken geht meist waagerecht (bzw. leicht nach unten gerichtet) aus der Mitte der Niereab. Nach dem Abknicken des Abflusses nach unten beginnt der Harnleiter.
Säugetieremit einer gelappten Niere (Meeressäuger, Bären) oder mehrwarzig-gefurchten Niere (Wiederkäuer) haben kein Nierenbecken.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Erkrankungen
- 1.1 Nierenbeckenentzündung (Pyelitis)
- 1.2 Nierenbeckensteine
- 2 Siehe auch
|
Erkrankungen
Nierenbeckenentzündung (Pyelitis)
Eine Pyelitis entsteht zumeist durch eine über den Harnleiter aufgestiegene Infektion, die auch auf das Nierengewebe (Nierenparenchym) übergreifen kann (dann als Pyelonephritisbezeichnet). Die Nierenbeckenentzündung wird durch Abflussstörungen (z. B. Nierensteine) oder zu geringe Spülung (zu geringe Urinproduktion) begünstigt.
Die Behandlung besteht in einer deutlich vermehrten Flüssigkeitsaufnahme (mehr als 3 Liter pro Tag) und einer Gabe von Antibiotika, die nicht metabolisiertwerden und somit auch im Harn noch ihre Wirkung entfalten, wie z. B. Cotrimoxazoloder Gyrasehemmer.
Nierenbeckensteine
Nierenbeckensteine sind eine spezielle Lokalisation von Nierensteinen(näheres siehe dort). Sie können das ganze Nierenbecken ausfüllen und werden dann Nierenausgusssteine genannt. Die Nierenausgusssteine müssen meist operativ entfernt werden.
Siehe auch
Harnwege
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|