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Die Non-Hodgkin-Lymphome sind eine vielgestaltige Untergruppe der malignen Lymphome. Zu ihnen zählen:
- das follikuläre Lymphom
- das Mantelzelllymphom
- die chronisch lymphatische Leukämie (CLL)
- das diffus großzellige Lymphom
- die Haarzellleukämie
- das Plasmozytom
- der Morbus Waldenström
- maligne kutane Lymphome(Mycosis fungoidesund andere)
- das MALT - Lymphom( mucosa associated lymphoid tissue )
Inhaltsverzeichnis
- 1 Ursache
- 2 Symptome
- 3 Diagnose
- 4 Stadieneinteilung
- 5 Therapie
- 6 Selbsthilfegruppe
- 7 Informationsnetzwerk in der Schweiz für Betroffene
- 8 Weblinks
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Ursache
Die Pathogenese der malignen Non-Hodgkin-Lymphome ist noch weitestgehend ungeklärt.
Pathogenetisch spielen z. T. Viren eine bei einzelnen Lymphom-Subtypen eine Rolle:
das humane T-Zell-lymphotrope Virus Typ 1 (HTLV-I), ein Retrovirus- bei der sogenannten adulten T-Zell-Leukämie, bzw. dem adulten T-Zell-Lymphom
das Epstein-Barr-Virus (EBV), ein Herpesvirus- beim Burkitt-Lymphom, seltenen Formen von bestimmten B-Zell- oder T-Zell-Lymphomen
das human Herpesvirus Typ 8 (HHV-8) - bei seltenen Formen von B-Zell-Lymphomen.
Häufig findet man charakteristische Chromosomentranslokationen:
t[8:14], t(2;8), t(8;22) beim Burkitt-Lymphom
t(11;14) - beim Mantelzell-Lymphom
t(14;18) - bei den follikulären Lymphomen
u.v.a.
Diese genetischen veränderungen spielen sicher eine entscheidende Rolle bei der Pathogenese.
Viele Lymphome können mittlerweile kurativ, d. h. mit Aussicht auf komplette Heilung behandelt werden. Die Heilungschancen hängen aber von vielen verschiedenen Faktoren ab, z. B. dem Typ des Lymphoms, dem Alter des Patienten, dem Stadium des Lymphoms (es erscheint einleuchtend, dass ein nur wenig ausgebreitetes Lymphom bessere Behandlungschancen bietet als ein schon generalisiertes), den Begleiterkrankungen des Patienten, etc.
Als ganz groben Grundsatz kann man festhalten, dass hochmaligne (= schnell wachsende, aggressive) Lymphome sich gut chemotherapeutisch behandeln lassen und auch komplett geheilt werden können , während niedrig malignen Lymphomen sich mit konventioneller Strahlentherapie/Chemotherapie i. d. R. nicht komplett heilen (aber häufig trotzdem gut behandeln) lassen.
Symptome
- meist nicht schmerzhafte Lymphknotenvergrößerung
- Leistungsminderung, Müdigkeit
- evtl. B-Symptomatik ( Fieber >38°C, Nachtschweiß, Gewichtsverlust, Juckreiz ), prognostisch ungünstig
Im Labor können sich folgende Veränderungen finden:
- Anämie
- Leukopenie(Lymphopenie, Eosinophilie)
- Thrombopenie
- Entzündungszeichen (Blutsenkungsgeschwindigkeiterhöht, alpha2-Globuline und Fibrinogenerhöht)
- Eisen erniedrigt, Ferritinerhöht
- bei B-Zell-Lymphomen (Plasmozytom, Morbus Waldenström) monoklonale Gammopathie
- häufig Antikörpermangelsyndrom
Diagnose
Die Diagnose wird histologisch anhand der Biopsieeines betroffenen Lymphknotens gestellt. Neben der histomorphologischen Beurteilung werden spezielle Färbetechniken angewandt, um das gewonnene Biopsiematerial genau klassifizieren zu können. Die derzeit gültige WHO-Klassifikation hat die früher verwendete Kiel- bzw. REAL-Klassifikationen weitestgehend abgelöst.
Für die genaue Stadieneinteilung sind weitere Untersuchungen notwendig:
- Röntgen Thorax
- Sonographiedes Bauchraums
- CT von Hals, Thoraxund Abdomen
- Knochenmarkspunktion zur Gewinnung der Knochenmarkshistologieund Ausschluss eines Knochenmarkbefalls
Eine genaue Klassifizierung und Stadieneinteilung ist für eine gezielte Therapie unerlässlich.
Stadieneinteilung
Weltweit ist heute eine Klassifikation der bösartigen Lymphome üblich, die 1971in Ann Arbor, Michiganentwickelt wurde.
- Stadium I: Befall einer einzigen Lymphknotenregion
- Stadium II: Befall von zwei oder mehr Lymphknotenregionen
- Stadium III: Befall auf beiden Seiten des Zwerchfells
- Stadium III 1: subphrenische Lokalisation, beschränkt auf Milz,
- Stadium IV: Disseminierter Befall oder Befall von Leber oder Knochenmark
Zusatz A = keine Allgemeinsymptome (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust), B = mit Allgemeinsymptomen, E = Befall außerhalb von Lymphknoten und Milz.
Therapie
Die Therapie richtet sich nach dem Ann-Arbor-Stadium der Erkrankung.
| Stadium
| niedrigmaligne Lymphome
| hochmaligne Lymphome
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| I | Bestrahlung | IA: Bestrahlung IB: Polychemotherapienach CHOP
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| II | Bestrahlung | Polychemotherapienach CHOP
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| III und IV | palliative Chemotherapie | Polychemotherapienach CHOP
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| III und IV | monoklonale Antikörpertherapie | monoklonale Antikörpertherapie
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Eine weitere neue Art der Krebsbehandlung stellt die Radioimmuntherapiedar.
Selbsthilfegruppe
- NHL-Forum für Betroffene und Angehörige
- LYMPHOM?KOALITION Verbund von Lymphom-Selbsthilfegruppen
Informationsnetzwerk in der Schweiz für Betroffene
- InfoNet für Lymphombetroffene
Mit dem Schweizerischen InfoNet für Lymphombetroffene wurde schweizweit ein völlig neuartiges Informationskonzept geschaffen. Betroffene erhalten die Möglichkeit, sich kompetent durch Fachpersonen über Lymphome zu informieren und zugleich Kontakte zu Fachpersonen und Betroffenen zu knüpfen.
Weblinks
- Lymphom-net unterstützt Menschen mit Non-Hodgkin-Lymphom
- Kompetenznetz Maligne Lymphomeen:Non-Hodgkin lymphoma
ja:?????????
nl:Non-Hodgkin
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