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Oestriasis

Bild:Disambig-grau.png Dieser Artikel befasst sich mit dem Iserlohner Stadtteil Oestrich. Für weitere Orte mit dem Namen Oestrich siehe Dortmund-Oestrichund Oestrich-Winkel.
Bild:Oestrich-Kirche1-Asio.JPG
Neugotische Dorfkirche

Der heutige Iserlohner Stadtteil Oestrich war eine Gemeinde im Sauerlandim Kreis Iserlohnmit etwa 9.000 Einwohnern. Bis 1808gehörte Oestrich zur Grafschaft Limburgund zwischen 1817und 1902zum Amt Limburgim Landkreis Iserlohn. Seit 1975 ist Oestrich ein Stadtteil von Iserlohn.

Geschichte

Zahlreiche steinzeitlicheFundstellen, an mehreren Stellen in Grürmannsheide, auf dem Burgberg und in den Höhlen im Grüner Tal und Lennetal, zum Beispiel die heute zerstörte Martinshöhle, lassen auf eine Besiedelung der Gegend schon vor über 40.000 Jahren schließen. Um 1000wurde Oestrich erstmalig erwähnt als "Cometia Osteric" (Freigericht Oestrich). Auf dem Burgberg befindet sich eine Wallanlage, die zumindest in die nachkarolingische Zeit datiert. Spekulationen eines Heimatforschers, dass diese Anlage älter ist oder gar eine Kultstätte gewesen sei, sind archäologisch und durch Schriftquellen nicht beweisbar. Am Fuße des Burgbergs, unterhalb des Felsens Pater und Nonne, wurde ein spätantikerGoldschmuck (Hals- und Armreifen) aus dem 4. Jahrhundert entdeckt.

An verkehrsgünstiger Stelle gelegen, nahe dem Kreuzungspunkt zweier Reichswege, blühte das kleine Bauerndorf wohl auf, wurde aber auch immer wieder durch Kriegseinflüsse und Krankheiten stark zurückgeworfen. Im 30-Jährigen Kriegüberlebten nur 7 Einwohner eine Pestepedemieim Jahre 1636und pflanzten einer Legende nach zum Dank sieben Linden am Eingang zum Friedhof "Am Lindenplatz".

Nach der Gründung des Kreises Iserlohn1815wurde die Gemeinde Oestrich mit den Nachbargemeinden Letmathe, Elsey, Limburgund Reh zum Amt Limburg zusammengeschlossen. 1868wurde beim Bau der Zweigstrecke Letmathe-Iserlohnim Grüner Tal die Dechenhöhleentdeckt. 1903, als die Gemeinden Limburg und Elsey zur Stadtgemeinde Hohenlimburgzusammen geschlossen wurden, bildete Oestrich mit Letmathezusammen das Amt Letmathe-Oestrich.

1921trennten sich die beiden Gemeinden und Oestrich bildete mit der Gemeinde Lössel(aus dem Amt Hemer) das Amt Oestrich und 1956vereinigte sich das Amt Oestrich mit dem inzwischen Stadt gewordenen Letmathezur neuen Stadt Letmathe. Dabei müssen bedeutende Teile der Gemeinde Oestrich an die Stadt Iserlohn abgetreten werden (Gerlingsen, Hombruch, Iserlohner Heide, Barendorfer Bruch). 1975wurde Letmathe mit Oestrich dann von Iserlohneingemeindet.




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