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Onchozerkose oder auch Onchozerkiasis ist eine in den tropischen Gebieten Afrikasund Amerikasvorkommende Fadenwurmkrankheitdes Menschen. Die chronische Krankheit wird durch Filariender Gattung Onchocerca volvulusverursacht und führt bei ca. 10% der Erkrankten zur Erblindung, der sogenannten Flussblindheit.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Infektionsweg
- 2 Therapie
- 3 Siehe auch
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Infektionsweg
Krankheitsüberträger der Onchozerkose sind Kriebelmückender Gattung Simulium, etwa S. damnosum und S. neavei in Afrika und S. callidum und S. metallicum in Mittelamerika, ferner S. ochraceum in Mittel- und Südamerika. Die blutsaugenden Kriebelmücken fungieren als Zwischenwirte, die von erkrankten Menschen Mikrofilarienaufnehmen. In den Mücken entstehen aus den Mikrofilarien Wurmlarven, mit denen sie beim Blutsaugen wiederum Menschen infizierten. Nach der Übertragung der Wurmlarven auf den Menschen dauert es über zehn Monate, bis sich daraus geschlechtsreife Fadenwürmer entwickeln. Die Fadenwürmer, die eine Lebensdauer von bis zu 17 Jahren haben, lagern sich als Parasiten im Bindegewebe ein und erzeugen Mikrofilarien. Die ausgewachsenen männlichen und weiblichen Würmer leben meist zu mehreren verknäuelt in bis zu 5 cm großen Onchozerkomenin der Unterhaut, während die sehr kleinen Mikrofilarien das Bindegewebe durchströmen.
Therapie
Durch Behandlungen mit Ivermectin, das die Mikrofilarien abtötet, und Suraminzur Bekämpfung der Adultwürmer ist eine vollständige Heilung möglich. Suramin ist die Wirksubstanz des 1916 von Oskar Dresselsynthetisierten Germanin, dem ersten Heilmittel gegen die Schlafkrankheitund andere Trypanosomen-Erkrankungen.
Siehe auch
- Erkrankungen im Zusammenhang mit Wasser
- Parasiten des Menschen
Weblinks
- Onchozerkose-Flussblindheiten:Onchocerciasis
it:Oncocercosi
pt:Oncocercose
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