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Ovariales

Als Ovarialzyklus wird der von der Achse Hypothalamus-Hypophyse-Ovarhormonell gesteuerte, periodische Ausstoß einer Eizelleaus einem Tertiärfollikeldes Eierstock bezeichnet. Kommt es zu keinem Follikelsprung, wird dieser Zyklus als anovulatorischer Zyklusbezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Vorgeschichte
  • 2 Geschlechtsreife
  • 3 Schwangerschaft oder Nicht-Schwangerschaft
  • 4 Siehe auch

Vorgeschichte

Dabei wird eine Entwicklung fortgesetzt, die beim menschlichen Embryo schon in der 3. Woche ihren Anfang nimmt: Urkeimzellenwandern in die weibliche Gonadenanlageein, differenzieren sich im Rahmen der Oogenesezu Oogonienund teilweise weiter zu Oozyten, den eigentlichen Eizellen, die noch vor der Geburtin die 1. Reifeteilungeintreten. Diese Oozyten bilden dabei als sog. primäre Oozytenzusammen mit dem sie umgebenden Epithel den sog. Primordialfollikel.

Die weitere Entwicklung wird nun bis zum Eintritt der Pubertätunterbrochen und die Oozyten treten in ein Ruhestadium, das Diktyotänein. In dieser Ruhephase gehen die meisten Oozyten wieder zugrunde. Zum Zeitpunkt der Menarche- der ersten Regelblutung- sind noch ca. 40.000 der ursprünglich 700.000 bis 2 Millionen Primordialfollikel vorhanden.

Geschlechtsreife

Mit dem Eintritt in die Geschlechtsreifebeginnt die fruchtbare Phase der Frau: Dabei wachsen unter dem Einfluss von FSHzu Beginn des einzelnen Ovarialzyklus' - der im Durchschnitt aufgrund der hormonell bedingten Synchronizität von Ovarialzyklus und Menstruationszyklusmeist 28 (22?35) Tage dauert - jeweils 5?15 Primordialfollikel heran. Dabei vermehren sich sowohl die Follikel- als auch die Thekazelle.

Die sich vermehrenden Follikelzellen bilden Progesteronund geben dieses in die Follikelhöhle ab, was die Eireifung unterstützt. Die Thekazellen produzieren Östrogen, das in die Blutbahn gelangt und letztlich u. a. die Gebärmutterschleimhautin die Proliferationsphase bringt.

Vom Primordialfollikel erfolgen Wachstum und Reifung über Primär- und Sekundärfollikel zum Tertiär- oder Graaf-Follikel, der diesen Namen nach dem Erstbeschreiber der ovariellen Follikel, Reinier de Graaf(1641?1673) trägt. Allerdings reift in der Regel nur einer der Primordialfollikel zum reifen und sprungbereiten Tertiärfollikel heran. Die übrigen gehen bindegewebigzugrunde.

Mit dem Follikelsprungwird nun eine Eizelle ausgestoßen, die nach langen Jahren der Ruhe im Dictyotänstadiumdie erste Reifeteilungnun endlich beendet hat.

Die Progesteron bildenden Follikelzellen des Graafschen Follikels werden nun vaskularisiert, was jetzt auch einen Progesteronanstieg im Blut bewirkt. In der Folge wird durch die Wirkung des LHaus diesen Zellen das Corpus luteum(Gelbkörper) gebildet.

Schwangerschaft oder Nicht-Schwangerschaft

Dessen Schicksal hängt davon ab, ob die aus dem Follikel ausgeschleuste Eizelle von einem Spermiumbefruchtetwurde oder nicht - bzw. zwar befruchtet wurde, sich aber aus verschiedenen Gründen nicht weiterentwickelt hat. Kommt eine Schwangerschaftzustande, wird der Ovarialzyklus zu deren Gunsten unterbrochen, damit es zu keiner Superfetatiokommen kann - der neuerlichen Befruchtung einer Eizelle bei schon bestehender Schwangerschaft, die allerdings auch aufgrund der Beschaffenheit des Zervixschleimswährend einer Schwangerschaft und dessen Undurchdringbarkeit für Spermienextrem selten vorkommt.

Kommt es allerdings zu keiner Schwangerschaft, wandelt sich das Corpus luteum in ein Corpus albicans um, das schließlich nur noch aus fibrösem Gewebe besteht und dem senilenOvar sein narbigesAussehen verleiht - schließlich wird sich der hier geschilderte Prozess bis zum endgültigen Ausbleiben der Regelblutung, der Menopause, noch einige Male wiederholen.

Siehe auch

  • Sexualzyklus
  • Ovarialfollikel
  • Meiose



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