| |
| Eigenschaften
|
|
| Gold- Quecksilber - Thallium
|
Cd Hg Uub
|
[Xe]4f145d106s2
202
80
Hg
Periodensystem
|
|
| Allgemein
|
| Name, Symbol, Ordnungszahl
| Quecksilber, Hg, 80
|
| CAS-Nummer | 7439-97-6
|
| Serie
| Übergangsmetalle
|
| Gruppe, Periode, Block
| 12 (IIB), 6, d
|
| Aussehen
| silbrig weiß
|
| Massenanteil an der Erdhülle | 4 · 10-5 %
|
| Atomar
|
| Atommasse | 200,59
|
| Atomradius(berechnet) | 150 (171) pm
|
| Kovalenter Radius | 149 pm
|
| van der Waals-Radius | 155 pm
|
| Elektronenkonfiguration
| [Xe]4f145d106s2
|
| Elektronenpro Energieniveau
| 2, 8, 18, 32, 18, 2
|
| Austrittsarbeit | 4,5 eV
|
| 1. Ionisierungsenergie | 1007,1 kJ/mol
|
| 2. Ionisierungsenergie | 1810 kJ/mol
|
| 3. Ionisierungsenergie | 3300 kJ/mol
|
| Physikalisch
|
| Aggregatzustand
| flüssig
|
| Modifikationen | -
|
| Kristallstruktur | rhomboedrisch
|
| Dichte(Mohshärte)
| 13579,04 kg/m3, 1,5
|
| Magnetismus | -
|
| Schmelzpunkt | 234,32 K (-38,83 °C)
|
| Siedepunkt
| 629,88 K(356,73 °C)
|
| Molares Volumen
| 14,09 · 10-6 m3/mol
|
| Verdampfungswärme | 59,229 kJ/mol
|
| Schmelzwärme | 2,295 kJ/mol
|
| Dampfdruck
| 0,0002 Pabei 234 K
|
| Schallgeschwindigkeit
| 1407 m/sbei 293,15 K
|
| Spezifische Wärmekapazität
| 140 J/(kg · K)
|
| Elektrische Leitfähigkeit
| 1,04 · 106 S/m
|
| Wärmeleitfähigkeit
| 8,34 W/(m · K)
|
| Chemisch
|
| Oxidationszustände
| 1, 2
|
| Oxide(Basizität)
| Hg2O, HgO (leicht basisch)
|
| Normalpotential | 0,851 V(Hg2+ + 2e- → Hg)
|
| Elektronegativität | 2,00 (Pauling-Skala)
|
| Isotope
|
| Isotop
| NH
| t1/2
| ZM
| ZEMeV
| ZP
|
| 192Hg
| {syn.}
| 4,85 h
| ?
| 0,700
| 192Au
|
| 193Hg
| {syn.}
| 3,80 h
| ?
| 2,340
| 193Au
|
| 194Hg
| {syn.}
| 444 a
| ?
| 0,040
| 194Au
|
| 195Hg
| {syn.}
| 9,9 h
| ?
| 1,510
| 195Au
|
| 196Hg | 0,15 %
| Hg ist stabilmit 116 Neutronen
|
| 197Hg
| {syn.}
| 64,14 h
| ?
| 0,600
| 197Au
|
| 198Hg | 9,97 %
| Hg ist stabil mit 118 Neutronen
|
| 199Hg | 16,87 %
| Hg ist stabil mit 119 Neutronen
|
| 200Hg | 23,1 %
| Hg ist stabil mit 120 Neutronen
|
| 201Hg | 13,18 %
| Hg ist stabil mit 121 Neutronen
|
| 202Hg | 29,86 %
| Hg ist stabil mit 122 Neutronen
|
| 203Hg
| {syn.}
| 46,612 d
| ?-
| 0,462
| 203Tl
|
| 204Hg | 6,87 %
| Hg ist stabil mit 124 Neutronen
|
| 205Hg
| {syn.}
| 5,2 min
| ?-
| 1,531
| 205Tl
|
| 206Hg
| {syn.}
| 8,15 min
| ?-
| 1,308
| 206Tl
|
|
| NMR-Eigenschaften
|
|
| 199Hg
| 201Hg
|
| Kernspin | 1/2 | -3/2
|
| gamma / rad/T
| 4,769 · 107 | 1,765 · 107
|
| Empfindlichkeit | 0,00567 | 0,00144
|
| Larmorfrequenzbei B = 4,7 T
| 35,7 MHz
| 13,2 MHz
|
|
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheitenverwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
|
Das chemische ElementQuecksilber ist ein Metall. Es ist das einzige Metall und neben Bromdas einzige Element, das bei Raumtemperatur flüssig ist.
"Quecksilber" bedeutet ursprünglich "lebendiges Silber" (althochdeutschquecsilbar zu germanischkwikw = lebendig). Aufgrund seiner hohen Oberflächenspannungbenetzt Quecksilber seine Unterlage nicht, sondern bildet abgeplattete einzelne Tröpfchen (Kohäsion).
Das chemische Symbol des Quecksilbers ist Hg. Das ist die Abkürzung für hydrargyrum, zusammengesetzt aus der Vorsilbe hydr- und argyron = Silber, was aus dem Griechischen mit "flüssiges Silber" übersetzt werden kann.
Vor allem ist es wie jedes andere Metall elektrisch leitfähig.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Gefahrenhinweis
- 2 Vorkommen
- 3 Verwendung
- 3.1 Thermometer
- 3.2 Barometer
- 3.3 Amalgam
- 3.4 Elektrolyse
- 3.5 Goldwäsche
- 3.6 Sonstige Anwendungen
- 4 Wichtige Quecksilberverbindungen
- 5 Nachweis
- 6 Trivia
- 7 Literatur
- 8 Siehe auch
- 9 Weblinks
|
Gefahrenhinweis
Quecksilber ist ein äußerst giftiges Schwermetall. Direkter Hautkontakt ist unbedingt zu vermeiden. Besonders gefährlich sind aber auch Quecksilberdämpfe, die schon bei Raumtemperatur entstehen. Zu weiteren Gefahrenhinweisen siehe [1].
Vorkommen
Quecksilbervorkommen gibt es u. a. in Serbien, der Toskana, Italien, Chinaund Spanien. Meist findet man es als Mineralin Form von Zinnober. Die Berichte über einen See aus gediegenem Quecksilber in Russlandsind nicht belegbar. In Sibirienin der Nähe der Stadt Aktashgab es bis 1993betriebene Quecksilberbergwerke. In etwa drei KilometernEntfernung liegt der "Seelensee", der durch einen Fluss mit Abwassern aus der Quecksilbergewinnung verseucht wurde. Die Vegetationam Ufer des Sees zeigt deutlich die starke Umweltschädigung.
Verwendung
Thermometer
Die thermische Ausdehnung des Quecksilbers ist recht hoch und zwischen 0 °C und 100 °C direkt proportional zur Temperatur. Außerdem benetztQuecksilber Glas nicht. Daher wird es gerne zum Einsatz in Thermometernbenutzt. Bedingt durch seine starke Toxizitätist der Einsatz heutzutage auf den wissenschaftlichen Bereich beschränkt.
Das erste Quecksilberthermometer wurde um 1720 von Daniel Gabriel Fahrenheitentwickelt.
In einem Thermometer befinden sich im Schnitt bis zu 150mg Quecksilber.
Barometer
Die alte Bauform des Barometersist ein u-förmiges, aufrecht stehendes Rohr, welches auf einer Seite oben geschlossen ist. Eine Quecksilbersäule in der geschlossenen Hälfte sinkt nur soweit ab, bis der Luftdruck und die Gewichtskraft des Quecksilbers sich im Kräftegleichgewicht befinden. Die alte Maßeinheit Torrfür den Luftdruck ist daher die Höhe der Quecksilbersäule, wobei 1 mm Quecksilbersäule 133,21 Pascal entsprechen.
Amalgam
Quecksilber bildet mit anderen Metallen spontan Amalgame, die zu den Legierungengehören. Amalgame werden verbreitet als Zahnfüllmittel eingesetzt, da sie sich leicht verarbeiten lassen. In erkaltetem Zustand sind sie sehr widerstandsfähig. Sie sind jedoch in Verruf geraten, weil Quecksilberdämpfe giftig sind.
Elektrolyse
Weiter spielt es eine große Rolle bei der Herstellung von Erdalkalimetallen. Während der Elektrolysewird das reduzierte Erdalkalimetall durch Quecksilber in einem Amalgam gebunden, damit es nicht sofort wieder eine chemische Bindung eingeht (Chloralkali-Elektrolyse). Das Amalgam wird später thermisch aufgebrochen.
Goldwäsche
Bei der Goldwäsche wird Quecksilber verwendet um den feinen Goldstaubzu Lösen, wodurch Goldamalgam entsteht (siehe Amalgamation). Beim Waschen und bei anschließendem Glühen zur Gewinnung reinen Goldes gelangt das Quecksilber in das Wasser beziehungsweise die umgebende Luft. Dies ist der Hauptgrund für die hohe Umweltverschmutzungbei dieser Art der Goldgewinnung. Siehe auch: Amazonas
Sonstige Anwendungen
In manchen Ländern werden/wurden quecksilberorganische Verbindungen zum Beizen von Saatgut verwendet. Dabei kam es im Irak 1971-1972 zu Massenvergiftungen infolge des Verzehrs von Saatgut.
Verwendung findet das Metall weiterhin in Knopfzellen, Quecksilberdampflampen, Energiesparlampen. Früher wurde es auch in manchen Röhren der Elektronik wie Quecksilberdampfgleichrichtern, Ignitrons, Excitronsusw. verwendet. Daneben wird es auch in Neigungsschalternund Neigungsmesserneingesetzt.
Quecksilber wurde in der Vergangenheit neben Wasserals Arbeitsmittelin Dampfkraftwerkenverwendet. Der Dampfdes Metalles erreichte dabei eine Temperaturvon 500 °Cbei einem Druckvon 10 bar. Trotz seiner thermodynamischenVorteile setzte sich das Verfahren wegen der Giftigkeit des Metalles nicht durch.
In der Astronomie wird Quecksilber zum Bau relativ preisgünstiger Teleskope mit großer Spiegelfläche verwendet: Quecksilber wird in einen tellerförmigen, luftgelagerten Spiegelträger gefüllt der dann in Rotation versetzt wird. Durch die Rotation verteilt sich das Quecksilber auf der gesamten Spiegelträgerfläche in dünner Schicht und bildet einen nahezu perfekten Spiegel.
Die Eigenschaft von Quecksilber, sich wie eine nichtbenetzende Flüssigkeit zu verhalten (Ausnahme in Verbindung mit Kupfer), ist Grundlage für die Quecksilber-Porosimetrie. Hierbei wird, vereinfacht gesagt, Hg unter Druck (0 bis 4000 bar) in Poren unterschiedlicher Größe gedrückt. Über den aufgewendeten Druck und das dabei ?verbrauchte? Hg können Aussagen über die Beschaffenheit, Form, Verteilung und Größe von Poren und Hohlräumen gemacht werden. Anwendung findet diese Methode unter anderem in der Mineralogie, Pharmazie und den Keramik-Wissenschaften.
Joan Mirohat unter anderem auch einen Quecksilberspringbrunnengebaut. Solche Springbrunnen gab es auch an manchen maurischen Königshöfen [2].
Wichtige Quecksilberverbindungen
- Quecksilber(I)-chlorid(Kalomel)
- Quecksilber(II)-oxid
- Quecksilber(II)-chlorid(Sublimat)
- Quecksilber(II)-amidchlorid(D0602Z)
- Quecksilber(II)-sulfid(Zinnober)
- Quecksilber(II)-fulminat(Knallquecksilber))
Nachweis
Bild:Amalgamprobe.jpg Die Amalgamprobe
Als Nachweisreaktionfür Quecksilbersalze wird die Amalgamprobedurchgeführt: Die salpetersaure Lösung wird auf ein Kupferblech gegeben - zurück bleibt ein nicht abwischbarer, silbriger Amalgamfleck:
(Redoxreaktion: Quecksilberkationen oxidieren Kupfer zu Kupferionen und Quecksilber; letzteres bildet mit dem Kupferblech eine Legierung, Kupfer-Amalgam. Silbersalze bilden ebenfalls Flecke, jedoch ist das hier entstehende Silber fest und somit abwischbar; Silber wird daher besser mit Salzsäure als Chlorid gefällt, welches in verdünntem Ammoniak löslich ist; s.o.).
Trivia
- Bei den mittelalterlichen Alchemistensymbolisierte das Einhorndas Quecksilber.
Literatur
- Günther Tölg, Irmgard Lorenz: Quecksilber - ein Problemelement für den Menschen? Chemie in unserer Zeit 11(5), S. 150 ? 156 (1977), ISSN 0009-2851
- Klaus Brodersen: Quecksilber - ein giftiges, nützliches und ungewöhnliches Edelmetall. Chemie in unserer Zeit 16(1), S. 23 ? 31 (1982), ISSN 0009-2851
- Fritz Schweinsberg: Bedeutung von Quecksilber in der Umweltmedizin - eine Übersicht. Umweltmedizin in Forschung und Praxis 7(5), S. 263-278 (2002), ISSN 1430-8681
- Ebinghaus, Ralf et al.: Mercury Contaminated Sites - Characterization, Risk Assessment and Remediation. Springer Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-540-63731-1
- Watras, Carl J. and Huckabee, John W.: Mercury Pollution - Integration and Synthesis. Lewis Publishers, Ann Arbor 1994, ISBN 1-56670-066-3LCCN 94-15244
- Dr. med. Joachim Mutter: Amalgam - Risiko für die Menschheit. Quecksilbervergiftungen richtig ausleiten. Inhaltsangabe zum BuchFit fürs Leben Verlag in der NaturaViva Verlags GmbH, 71256 Weil der Stadt. ISBN 3-89881-522-6
Siehe auch
Bild:Wiktionary-ico-de.png
| Wiktionary: {{{2|Quecksilber}}} ? Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
|
- Minamata-Krankheit(chronische Vergiftung durch Quecksilber)
- Hautaufhellung
Weblinks
|
| Commons: {{{2|Mercury (element)}}} ? Bilder, Videos oder Audiodateien
|
- Mineralienatlas - Quecksilber
- Quecksilberbelastung führt zur Alzheimerschen Erkrankung
- Liquid Mirror Telescope - Teleskopspiegel aus Quecksilberar:????
bg:?????
ca:Mercuri (element)
cs:Rtu?
da:Kviksølv
en:Mercury (element)
eo:Hidrargo
es:Mercurio (elemento)
et:Elavhõbe
fi:Elohopea
fr:Mercure (chimie)
gl:Mercurio (elemento)
he:?????
hu:Higany
io:Merkurio
is:Kvikasilfur
it:Mercurio (elemento)
ja:??
ko:??
ku:Zîbeq
la:Hydrargyrum
lt:Gyvsidabris
lv:Dz?vsudrabs
mi:Konuoi
ms:Raksa
nl:Kwik
nn:Kvikksølv
no:Kvikksølv
oc:Mercuri
pl:Rt??
pt:Mercúrio (elemento químico)
ru:?????
simple:Mercury (element)
sk:Ortu? (nerast)
sl:?ivo srebro
sr:????
sv:Kvicksilver
th:????
uk:?????
vi:Th?y ngân
zh:?
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|